Wien (OTS) – Wieder einmal beweist die FPÖ aktuell, dass sie niemals
eine Chance
verstreichen lassen würde, um sich mit peinlichen Kulturkampf-
Manövern zu beschäftigen anstatt mit echten Verbesserungen für die
Menschen in Österreich. Nachdem FPÖ-Nationalratspräsident Walter
Rosenkranz verlauten ließ, dass er künftig inklusive Schreibweisen
aus der Kommunikation des Parlaments verbannen lässt, stellt SPÖ-
Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner klar: „Die Strategie der FPÖ
ist es anscheinend, sich mit allem zu beschäftigen, was nichts mit
den echten Problemen in diesem Land zu tun hat. Der höchste Vertreter
einer Partei, die seit Jahrzehnten weder beim Kampf gegen Gewalt an
Frauen noch beim Gender Pay Gap oder im Kampf gegen
Alltagsdiskriminierungen etwas weitergebracht hat, investiert jetzt
lieber Geld und Zeit von Mitarbeiter*innen, um inklusive Sprache aus
dem Parlament zu verbannen. Wer ist denn jetzt die gern kritisierte
Sprachpolizei, Herr Präsident?“ Gerade als Mann und SPÖ-
Gleichbehandlungssprecher betont Lindner, dass geschlechterinklusive
Sprache niemals ein Selbstzweck sei, sondern Frauen, die mehr als die
Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sichtbar mache und damit einen
aktiv gegen Geschlechterstereotypen und Ungleichbehandlungen wirke. *
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Den Nationalratspräsidenten erinnert Lindner auch an seinen Eid
als Abgeordneter: „Wir Politiker*innen schwören bei unserer
Angelobung, dass wir die Gesetze der Republik achten werden – dazu
gehört es auch, die Urteile des VfGH ernst zu nehmen. Der
Verfassungsgerichtshof hat aber bereits 2018 festgestellt, dass es
mehr als zwei Geschlechter gibt und z.B. auch intergeschlechtliche
Menschen in Österreich anerkannt werden müssen. Genau das tun wir mit
inklusiven Schreibweisen – ohne Aufwand und ohne Spracherlässe des
Nationalratspräsidenten. Wieder einmal zeigt uns die FPÖ also, wie
ernst sie die Urteile des VfGH wirklich nimmt und wie wenig Respekt
sie für die Vielfalt in unserem Land hat!“ (Schluss) sp/ff


