Rund 26.000 Wiener Betriebe bereits Opfer von Cybercrime-Attacken

Wien (OTS) – „Daten sind das Rückgrat jedes Unternehmens. Ein Backup
kann
Unternehmen vor dem Untergang bewahren“, sagt Martin Heimhilcher,
Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien, anlässlich
des Welt Backup Tag, der heuer zum fünfzehnten Mal am 31. März
stattfinden wird. Das ist gerade in Zeiten zunehmender Bedrohung
durch Cyberattacken essenziell. Laut aktueller KPMG-Studie wurde
jedes sechste Unternehmen in Wien bereits Opfer einer Cyberattacke.

Doch Cyberkriminalität ist nur eine von mehreren Ursachen für
einen Datenverlust. Auch technische Defekte, Softwarefehler oder
menschliche Irrtümer können zu schwerwiegenden Ausfällen führen. Dazu
kommen noch externe Faktoren wie gestohlene oder verloren gegangenen
Geräte, beschädigte Hardware oder Malware-Befall. Der Welt Backup Tag
ist ein guter Anlass, die eigene Sicherungsstrategie zu überprüfen
und sie eventuell an neue Anforderungen anzupassen.

Ein Backup schützt nicht nur vor dem Verlust wichtiger Daten,
sondern trägt auch wesentlich dazu bei, den Betrieb rasch
weiterführen zu können. Denn Ausfälle können hohe Folgekosten
verursachen; sei es Produktionsstillstand oder Datenrekonstruktion
bis hin zu Reputationsschäden. „Wir sehen zunehmend, dass
Unternehmen, die gut vorbereitet sind, im Ernstfall rasch
weiterarbeiten können. Das wirkt sich stark auf die Schadensminderung
aus“, so Heimhilcher.

Backup-Empfehlungen

– 3-2-1 Grundsatz: Drei Kopien wichtiger Daten auf zwei
unterschiedlichen Speichermedien – eine davon extern aufbewahrt.

– Es sollte tägliche oder zumindest wöchentliche Sicherungen geben,
um den Datenverlust zu minimieren.

– Können die Daten durch ein Backup wiederhergestellt werden? Auch
das muss regelmäßig getestet werden.

– Außerdem gilt es unternehmensintern zu klären, wer für Backup-
Überwachung, Dokumentation und regelmäßige Prüfungen zuständig ist.

Datensicherung ist nicht nur ein technisches Thema, sondern auch
Teil der wirtschaftlichen Resilienz. Ein Datenverlust kann ein
Unternehmen empfindlich treffen. „Wer Backups automatisiert,
investiert in Stabilität, Sicherheit und Kundenvertrauen“, sagt
Heimhilcher abschließend.

Hintergrund zum Datum
Gewählt wurde der Tag bewusst vor dem 1. April. Der Initiator hatte
dabei Humor als Hintergedanken. Der 31. März wäre ein guter Anlass,
die wichtigsten Dateien vor den Aprilscherzen in Sicherheit zu
bringen. Die Idee dazu geht auf die Initiative von Ismail Jadun,
einen IT-Dienstleister, zurück. Zunächst als Aktionstag zur
Datensicherung gestartet, entwickelte er sich mehr in die Richtung,
öffentliches Bewusstsein für die Thematik zu schaffen.