Wien (OTS) – Wer zu Ostern mit seinem Haustier verreisen möchte,
sollte frühzeitig
mit der Planung beginnen. Neben Heimtierausweis, Impfungen und – je
nach Reiseziel – einem Gesundheitszeugnis ist auch eine ausreichende
Prophylaxe gegen Reisekrankheiten von großer Bedeutung.
Zwtl.: Reisen innerhalb der EU
Wer mit seinem Hund oder seiner Katze innerhalb der Europäischen
Union verreisen möchte benötigt einen blauen EU-Heimtierausweis und
eine gültige Tollwutimpfung. “Hier gilt es zu beachten, dass eine
Tollwutimpfung erst nach 21 Tagen gültig ist.” erklärt Ruth Jily,
Leiterin des Wiener Veterinäramts. Tiere müssen daher rechtzeitig vor
Reiseantritt geimpft werden.
Zwtl.: Reisen in Drittstaaten
Bei Reisen in Länder außerhalb der EU ist unter Umständen vor
Reiseantritt ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis erforderlich.
Zusätzlich muss mittels Blutuntersuchung die Wirksamkeit der
Tollwutimpfung nachgewiesen werden. Dieser Nachweis ist insbesondere
für die Wiedereinreise in die EU notwendig.
“Manche Länder verlangen darüber hinaus spezielle
Parasitenbehandlungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor der
Einreise. Die Anforderungen können recht detailliert sein. Urlauber*
innen sollten sich daher unbedingt früh genug bei den zuständigen
Behörden des Reiselandes über die geltenden Bestimmungen informieren,
um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.“ so Jily.
Zwtl.: Rechtzeitige Terminvereinbarung ist wichtig
Ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis ist nach der
Ausstellung 10 Tage lang gültig. Da der Andrang vor den Ferienzeiten
erfahrungsgemäß hoch ist – im letzten Jahr wurden 763 Zeugnisse
ausgestellt – sollte ein Termin rechtzeitig vereinbart werden. Das
geht online unter:
https://www.wien.gv.at/amtswege/amtstieraerztliches-
gesundheitszeugnis). Zum Termin sind das Tier sowie sämtliche
relevanten Dokumente und Nachweise mitzubringen.
Zwtl.: Gefährliche Reisekrankheiten
Neben den rechtlichen Voraussetzungen sollte auch die
gesundheitliche Vorsorge nicht vernachlässigt werden. „Es gibt
zahlreiche Reisekrankheiten, die für Hunde mitunter schwerwiegende
oder sogar tödliche Folgen haben können“, erklärt Manfred
Hochleithner, Präsident der Landesstelle Wien der Österreichischen
Tierärztekammer. „Ein umfassender Schutz gegen Zecken, Flöhe und – je
nach Urlaubsland – auch gegen Sandmücken ist daher essenziell. In
fast allen Ländern südlich von Österreich besteht das Risiko einer
Herzwurm Infektion, daher sollte bereits vor der Reise mit einer
entsprechenden Prophylaxe begonnen werden. Wie der Name sagt, leben
diese Würmer im Herzen unserer Hunde, daher ist eine Behandlung einer
erfolgten Infektion sehr aufwendig und gefährlich!
Nur der vorbeugende Schutz kann Ihren Hund wirklich schützen! Die
Wiener Tierärzt*innen beraten individuell über die passenden
Maßnahmen für das jeweilige Reiseziel.“


