Inge Dick. Vom Licht berührt

Krems (OTS) – Inge Dick (*1941) gehört zu den herausragenden
Vertreter:innen der
österreichischen Gegenwartskunst und zu den international bedeutenden
Positionen im Bereich der zeitgenössischen experimentellen Fotografie
und des Films. Ihre Kunst entfaltet sich als eine stille, aber
radikale Untersuchung des Lichts. Mit Malerei, Fotografie und Film
macht sie die sanfte Veränderung des Tageslichts mit den Stunden,
durch Wetterlagen oder Jahreszeiten sichtbar. Die Retrospektive führt
anlässlich Dicks 85.Geburtstags erstmals alle Schaffensphasen ihres
vielschichtigen Lebenswerks zusammen. Frühe Zeichnungen aus den
1960er-Jahren, ihre Malerei, Arbeiten mit Polaroid-Kameras und
Digitalfilm sind in der Schau vereint. Inge Dicks Werk führt vor
Augen, wie kostbar jeder einzelne Lichtmoment sein kann.

„Über sechs Jahrzehnte hinweg ist Inge Dick unbeirrt ihrem
inneren Kompass gefolgt. Unabhängig von Moden und jenseits des
Marktes, in einer Konsequenz, die Bewunderung verdient. Dass ihr Werk
heute international zunehmend Beachtung findet, ist kein
nachträglicher Trend – sondern die späte Anerkennung einer Haltung,
die von Anfang an visionär war“ , so Gerda Ridler, künstlerische
Direktorin und Kuratorin der Ausstellung zum OEuvre von Inge Dick.

Zwtl.: Poesie des Lichts

Im Zentrum von Inge Dicks künstlerischer Arbeit steht das Licht:
seine subtilen Veränderungen, seine Wirkung auf Farbe und Raum sowie
seine Wahrnehmung durch das menschliche Auge. Mit großer Präzision
und Geduld untersucht die Künstlerin, wie mit Licht Veränderung und
damit Zeit sichtbar machen kann. Serien, Wiederholung und minimale
Veränderungen sind dabei zentrale Methoden ihres künstlerischen
Denkens.

Zwtl.: Von den „weißen Bildern“ zur Fotografie

Am Beginn ihres Schaffens stehen die mit der Spachtel gemalten,
zunächst farbigen und dann ausschließlich weißen Bilder, die durch
fein abgestufte Rasterstrukturen Licht an der Oberfläche sichtbar
machen. Aus der Herausforderung heraus, diese subtilen Malereien
fotografisch zu dokumentieren, begann Dick in den 1980er-Jahren
selbst mit der Kamera zu experimentieren. Es entstehen zunächst
Serien von Schwarz-Weiß-Fotografien und später Polaroid-Arbeiten, in
denen sich wandelnde Licht- und Schatteneffekte Thema der
Bildgestaltung sind. Erst im seriellen Nebeneinander der Bilder wird
sichtbar, wie sich Licht und Farbe im Verlauf von Minuten oder
Stunden verändern.

Zwtl.: Die größte Polaroid-Kamera der Welt

1999 arbeitete Inge Dick in der Polaroid-Zentrale in Boston mit
der weltweit größten Polaroid-Kamera. Der Apparat erzeugte
Fotografien im monumentalen Format von 244 mal 113 Zentimetern. Die
entstandenen Arbeiten zeigen farbige Flächen unter kontrollierten
Lichtbedingungen und beeindrucken durch ihre außergewöhnliche
Farbtiefe, die an monochrome Malerei erinnert. Spuren der
Entwicklerchemie und handschriftliche Zeitangaben machen jedes Bild
zu einem Unikat.

Zwtl.: Licht, Zeit und Film

Nach dem Ende der Polaroid-Produktion schlägt Dick mit dem Medium
Digitalfilm ein neues Kapitel auf. Darin untersucht sie Lichtverläufe
über viele Stunden hinweg und macht die kontinuierliche Veränderung
von Licht-Farbe und Atmosphäre sichtbar. Werke wie der mehrteilige
Zyklus „jahres licht weiss“ zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich
und vielfältig sich das Lichtspektrum der vier Jahreszeiten
präsentiert.

INGE DICK. VOM LICHT BERÜHRT
14.03.2026 – 10.01.2027
www.kunstmeile.at/inge-dick

Eröffnung
FR, 14.03.2026, 11.00 Uhr

Pressebilder:
https://celum.noeku.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=IngeDickLGNOE

Pressebereich:
www.kunstmeile.at/de/presse/landesgalerie

Fotos zur Eröffnung (online am SA, 14.03.206 ab 15 Uhr)
https://www.apa-fotoservice.at/galerie/39685