Österreich (OTS) – Die neueste politische Fantasie des fern der
wirtschaftlichen
Realität agierenden Finanzministers Marterbauer, Teilzeit zur
„gesunden Vollzeit“ umzudeklarieren, ist ein Frontalangriff auf
Leistung, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Realität. Aus
unternehmerischer Sicht ist dieser Denkansatz nicht nur absurd,
sondern brandgefährlich – gerade in einer Zeit, in der Österreichs
Wirtschaft in einer tiefen Rezession steckt sowie Produktivität und
ausreichend Fachkräfte ohnehin auf der Kippe stehen.
Eine 25- oder 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn bedeutet
automatisch steigende Lohnstückkosten, sinkende Wertschöpfung und
dramatische Wettbewerbsverzerrungen – besonders für kleine und
mittlere Unternehmen, aber auch für die ohnehin schwer gebeutelte
Industrie, die durch überzogene Lohnsteigerungen, massiv gestiegene
Energiekosten und den hohen Bürokratieaufwand aus dem Markt gepreist
wurde.
Der ideologisch verblendete Denkansatz des Finanzministers ist
kein Fortschritt – das ist systematischer wirtschaftlicher
Rückschritt unter ideologischem Deckmantel. Statt Anreize für
Vollzeitarbeit zu schaffen und mehr auf Leistungsbereitschaft zu
setzen, wird der Druck auf Unternehmen erhöht, ineffiziente und viel
zu teure Arbeitszeitmodelle zu übernehmen. Wer sich das nicht leisten
kann, verliert – und das betrifft insbesondere Betriebe in Handwerk,
Pflege, Gastronomie und Bildung. Die nächste Stufe? Inflation,
sinkende Investitionen, steigende Beiträge und ein Sozialsystem, das
kollabiert.
René Schachner, Stv. Bundesspartenobmann für Gewerbe und Handwerk
der WKÖ:
„Wer weniger Arbeit als neue Normalität verkaufen will, verkennt
die Realität in unseren Betrieben, hat schlicht keine Ahnung über die
freie Marktwirtschaft und lebt fern jeder wirtschaftlichen Vernunft.
Eigentum, Unternehmertum und Wohlstand entstehen nicht durch
Schlagworte und Minderleistung – sie entstehen ausdrücklich und nur
durch Leistung. Und die darf man nicht abschaffen, sondern muss sie
fördern! Daher: Keine Lohnangleichung bei weniger Arbeit – Leistung
muss sich lohnen. Und auch eine Entlastung der Unternehmer durch
flexible Arbeitszeitmodelle ist notwendiger denn je, keine Knebelung
durch ideologisch motivierte Zwangsmodelle.“



