Wien (OTS) – Um allen Kindern bestmögliche Startbedingungen auf dem
Bildungsweg zu
geben, braucht es die Besten für die Jüngsten. In diesem Sinne
engagiert sich der private Kindergarten- und Hortträger KIWI – Kinder
in Wien seit mehr als 75 Jahren für die Qualifizierung elementar- und
hortpädagogischer Fachkräfte und ist eine verlässliche und innovative
Institution für Praktikant*innen bzw. Auszubildende.
Im aktuellen Kindergarten- und Hortjahr 2025/26 werden es rund
200 Personen sein, die ihr Praktikum oder ihre Ausbildung bei KIWI
absolvieren und damit ins Berufsfeld Pädagogik unterwegs sind.
Darunter sind reguläre Praktikant*innen aus BAfEPs und Kollegs ebenso
wie Studierende des Elementarpädagogik-Studiengangs BABE+, zweier
Studiengänge der Hochschule Campus Wien und Auszubildende des
Programms Jobs PLUS Ausbildung von waff und AMS Wien.
Zwtl.: Studieren ohne Matura
Beim privaten Kindergartenträger KIWI wurde der Fachkräftemangel
früh als Herausforderung für das Berufsfeld erkannt: Bereits 2014
startete man gemeinsam mit der Hochschule Koblenz am Studienort Wien
den Bachelor of Arts: Bildung und Erziehung+ (BABE+). Das
berufsbegleitende Studium ist für Quereinsteiger*innen geeignet,
zeichnet sich durch Praxisorientiertheit aus und bietet Jobgarantie:
Studierende arbeiten 20 bis 27 Stunden bei KIWI und steigen nach dem
Abschluss direkt in einem Kindergarten oder Hort von KIWI ein.
86 Pädagog*innen konnten bislang ausgebildet werden, im Herbst
2025 startete die vierte Kohorte von BABE+ mit 23 Studierenden.
Finanziert wird BABE+ derzeit von KIWI und dem AMS. Eine
Pionierleistung ist das duale Studium insofern, als es sich um den
ersten grundständigen akademischen Studiengang für Elementarpädagogik
handelt, der im Gefolge der Bologna-Reform ohne klassische
Hochschulzugangsberechtigung absolviert werden kann.
Zwtl.: Finanzierung durch Bund und Land überfällig
Seit 2025 bietet nun auch die Hochschule Campus Wien zwei
Elementarpädagogik-Studiengänge an – ebenfalls auf Mitinitiative von
KIWI. Sowohl beim Bachelor Elementarpädagogik als auch beim Bachelor
Professional Elementarpädagogik fungiert KIWI als Partner. Alle
Studierenden absolvieren ab dem ersten Semester ihre Praxis unter
anderem – im Falle des Bachelor Professional exklusiv – bei KIWI. Im
Gegensatz zum Bachelor kann der Bachelor Professional (wie auch BABE+
) ohne Matura oder Studienberechtigung absolviert werden.
Informationen zu BABE+ und dem Bachelor Professional der Hochschule
Campus Wien sind auf der von KIWI betriebenen Webseite
www.studierenohnematura.at zusammengefasst.
Wie auch BABE+ wird der Bachelor Professional Elementarpädagogik
aktuell ausschließlich vom AMS gefördert – ein Missstand: „Im Sinne
der Nachhaltigkeit und in Anbetracht der hohen bildungspolitischen
Relevanz ist es dringend an der Zeit, dass Bund und Land die Kosten
für die neuen Ausbildungen übernehmen“ , sagt Thomas-Peter Gerold-
Siegl, MBA, wirtschaftlicher Leiter und Geschäftsführer von KIWI –
Kinder in Wien.
Zwtl.: Innovative Ausbildungen
Eine Maßnahme gegen den Fachkräftemangel ist auch die seit 2021
bestehende Kooperation KIWIs mit dem Programm Jobs PLUS Ausbildung
von waff und AMS Wien. Das mehrere Branchen umspannende Programm
richtet sich an Menschen, die als arbeitslos gemeldet sind und bietet
Jobgarantie. Teilnehmer*innen des Elementarpädagogik-Zweigs erwerben
pädagogische Theorie an der BAfEP 8 oder an der BAfEP 10 und
absolvieren ihr Praktikum wahlweise bei KIWI. Auch finanziell sind
die Teilnehmenden während der Ausbildung abgesichert. Sie erhalten
mit dem Wiener Ausbildungsgeld des waff und der AMS-Leistung
mindestens rund 1.500 Euro pro Monat während der gesamten
Ausbildungszeit.
„Als innovativer Kindergarten- und Hortträger sehen wir es seit
mehr als 75 Jahren als wichtige Aufgabe, Menschen am Weg ins
Berufsfeld Elementar- und Hortpädagogik zu unterstützen. Auch die
Weiterentwicklung der Ausbildung ist uns dabei wichtig. BABE+ hat als
Pionierleistung den Grundstein für die Tertiärisierung der
Elementarpädagogik in Österreich gelegt. Anstatt uns damit
zufriedenzugeben, haben wir uns eingebracht und aktiv an neuen
Formaten mitgewirkt. Dass nun vonseiten der Hochschule Campus Wien
ein weiterer wichtiger Schritt getan wurde, freut uns ganz besonders“
, sagen Mag.a Gudrun Kern, pädagogische Leiterin und
Geschäftsführerin von KIWI und Thomas-Peter Gerold-Siegl, MBA,
wirtschaftlicher Leiter und Geschäftsführer von KIWI.
„Klar ist aber auch, dass es noch viele weitere Maßnahmen
braucht, um die bildungspolitischen Rahmenbedingungen für das
Berufsfeld Elementarpädagogik nachhaltig zu verbessern“, sagt
Christine Marek, Staatssekretärin a.D. und Vorstandsvorsitzende von
KIWI. „Um hochqualifizierte Kräfte langfristig im Beruf zu halten,
braucht es dringend mehr Anerkennung des Berufsstandes, einen
besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel und mehr Budget. Jene Forderungen,
die KIWI als Teil der Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien
formuliert hat, haben nichts an Relevanz verloren“ , so Marek.
Kinder in Wien (KIWI ) ist ein privater Trägerverein, der derzeit
an 91 Standorten in Wien Kindergärten und Horte betreibt. KIWI hat
aktuell rund 1.700 Mitarbeiter*innen, die in 371 Kindergarten- und
Hortgruppen um die 8.000 Kinder im Alter von einem Jahr bis zehn
Jahre auf ihrem Bildungsweg begleiten.
Links:
www.studierenohnematura.at (BABE+ und Bachelor Professional
Elementarpädagogik)
Hochschule Campus Wien: Bachelor Elementarpädagogik
Jobs PLUS Ausbildung – Elementarpädagogik
www.kindergartenbraucht.at



