Der Internationale Frauentag in der Österreichischen Nationalbibliothek

Wien (OTS) – Am Internationalen Frauentag, dem 8. März 2026, würdigt
die
Österreichische Nationalbibliothek mit einem umfangreichen und
spannenden Programm die Leistungen und Errungenschaften von Frauen
von der Antike bis in die Gegenwart. Neben freiem Eintritt und
kostenlosen Sonderführungen durch das Literatur-, das Papyrus-, das
Globen- und das Esperantomuseum können Interessierte auch von zuhause
aus die Online-Ausstellung „Die Blattmacherinnen“ besuchen.

Anhand von Zeitungsausschnitten, Titelblättern, Dokumenten und
Fotografien porträtiert diese Online-Ausstellung vier
„Blattmacherinnen“, die um die Jahrhundertwende Geschichte(n)
schrieben: Die bürgerliche Frauenrechtsaktivistin Marie Lang (1858
–1934), die Sozialdemokratin Adelheid Popp (1869–1939), die
katholische Publizistin Hanny Brentano (1872–1940) sowie die
Modeschriftstellerin Fanny Burckhard (1861–1926). Auch in die
Gegenwart wird eine Brücke geschlagen: In Video-Interviews berichten
fünf österreichische Journalistinnen über ihre Erfahrungen und
Herausforderungen an der Spitze von Redaktionen.

Quer durch die unterschiedlichen Sammlungen der Österreichischen
Nationalbibliothek spiegeln sich die vielfältigen historischen
Leistungen von Frauen wider. Vielseitige und interessante Führungen
verdeutlichen das am Internationalen Frauentag: Im Literaturmuseum
wird unter dem Titel „Entdeckerinnen und Aufdeckerinnen“ ein
Streifzug durch die literarische Geschichte von Schriftstellerinnen
im Rahmen der Dauerausstellung unternommen. Ida Pfeiffer, Friederike
Mayröcker und Elfriede Jelinek sind dabei nur einige der vielen
Autorinnen, die durch ihre Werke neue Schreibweisen entdeckt und
gesellschaftliche Missstände aufgedeckt haben.

Das Papyrusmuseum richtet im Rahmen der Sonderführung „Papyri: Auf
den Spuren von Frauen in antiken Quellen“ den Blick auf die
„weibliche Seite“ antiker Texte. Dabei wird der Alltag von
Großgrundbesitzerinnen, der Umgang mit untreuen Männern und die
Abwicklung von Rechtsgeschäften durch Frauen beleuchtet. Besucher*
innen können so ein neues, selbstbestimmteres Bild von Frauen in der
Antike kennenlernen.

Die Spezialführung „Die Vermessung der Erde – eine kurze Geschichte
der Frau in der Kartographie“ im Globenmuseum zeigt, dass diese
Wissenschaft keine rein männliche Domäne ist und macht den
bedeutenden Beitrag von Frauen in dieser Disziplin sichtbar.
Weibliche Entdeckerinnen bereisten die Welt, erstellten Karten,
konzipierten Globen und trugen dazu bei, dass wir die Welt heute
besser verstehen.

Auch das Esperantomuseum porträtiert an diesem besonderen Tag die
faszinierenden Lebensgeschichten außergewöhnlicher Frauen. Es
zeichnet ihre Verbindungen zur Plansprache Esperanto nach und hebt
insbesondere den prägenden Einfluss der Schriftstellerin Marjorie
Boulton hervor, die es neu zu entdecken gilt.