Wien (OTS) – Mit 1. Jänner 2026 hat Alice Assinger die Leitung des
Ludwig
Boltzmann Instituts (LBI) für Kardiovaskuläre Forschung übernommen
und setzt künftig einen Fokus auf Prävention und
geschlechtsspezifische Unterschiede in der Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Univ.-Prof., MSc., MSc., Ph.D. Alice Assinger (44) ist seit
Jahresbeginn die neue Leiterin des LBI für Kardiovaskuläre Forschung
der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG). Die Universitätsprofessorin
für Kardiovaskuläre Medizin an der Medizinischen Universität (MedUni)
Wien folgt damit Johann Wojta nach, der das Institut über 16 Jahre
hinweg geleitet hat. Mit ihrer Arbeit am LBI für Kardiovaskuläre
Forschung verfolgt Assinger das Ziel, Herz- und Gefäßerkrankungen
besser zu verstehen, Risiken frühzeitig zu erkennen und einen
nachhaltigen Beitrag zur Prävention zu leisten.
„Am Ludwig Boltzmann Institut für Kardiovaskuläre Forschung möchten
wir die Brücke zwischen Labor und medizinischer Anwendung stärken“,
so die neue Institutsleiterin des LBI für Kardiovaskuläre Forschung
Alice Assinger. „In enger Zusammenarbeit mit klinischen Partnern,
Krankenhäusern und Vorsorgezentren ist es mir ein zentrales Anliegen,
Forschungsergebnisse rasch in die klinische Praxis zu übertragen –
mit besonderem Fokus auf Prävention und geschlechtsspezifische
Aspekte. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit einem
engagierten Team zu gehen.“
Zwtl.: Interdisziplinäre Karriere und Herz-Kreislauf-Forschung
Assinger studierte Ernährungswissenschaften sowie Mikrobiologie
und Genetik und promovierte in Ernährungswissenschaften an der
Universität Wien. Anschließend war sie als Postdoktorandin an der
MedUni Wien tätig, bevor sie ihre Forschung am Karolinska Institut in
Stockholm fortsetzte.
Zurück in Wien gründete die gebürtige Kärntnerin eine
Forschungsgruppe, die sich mit der Interaktion von Thrombozyten und
Immunsystem befasst – ein Thema, dessen Bedeutung während der COVID-
19-Pandemie besonders deutlich wurde. Neben ihrer neuen Funktion als
LBI-Leiterin ist Alice Assinger seit 2023 Professorin für
Kardiovaskuläre Medizin an der MedUni Wien.
Zudem betreut die neue LBI-Leiterin Nachwuchswissenschaftler:innen
als Supervisorin von Postdocs, Doktorand:innen sowie Master- und
Diplomarbeiten. 2018 hat sie ein Patent zu microRNA-Signaturen zur
Vorhersage von Leberfunktionsstörungen angemeldet. Darüber hinaus
engagiert sich Alice Assinger als Mentorin im „Women’s Network in
Medicine“, das hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen auf ihrem
Karriereweg gezielt fördert.
In ihrer Arbeit am LBI für Kardiovaskuläre Forschung konzentriert
sich Assinger mit ihrem Forschungsteam auf zentrale Fragestellungen
rund um Herz- und Gefäßerkrankungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt
auf dem Verständnis der biologischen Reaktionen des Körpers auf
medizinische Implantate, pathologische Veränderungen des Herzens und
der Gefäße sowie der frühzeitigen Identifikation potenzieller,
kardiovaskulärer Risiken. Dabei setzt das Team auf modernste
Technologien wie KI-gestützte Datenanalysen, Wearables und innovative
Biomarker-Ansätze. Ziel ist die Entwicklung neuer prädiktiver Marker,
die eine frühzeitige Risikoerkennung ermöglichen, Therapien
präzisieren und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Herz-
Kreislauf-Gesundheit systematisch berücksichtigen.



