Alarmstufe ROT: Salzburgs Tauben brauchen JETZT dringend eine Notfütterung

Wien (OTS) – Der Gesundheitszustand vieler Tiere ist erschreckend und
an einem
dramatischen Tiefpunkt angelangt. Dennoch bleibt die Stadtregierung
untätig – und bestraft weiterhin private Hilfeleistungen. Die
Einrichtung legaler, kontrollierter Fütterungsplätze wird bis heute
verweigert. Auch der Bau dringend benötigter Taubenhäuser wird weiter
ignoriert. Bürgermeister Bernhard Auinger muss jetzt eingreifen!

„ Wenn jetzt keine Notfütterung eingeleitet wird, werden in den
kommenden Wochen und Monaten viele Tauben langsam und qualvoll
verhungern. “ , warnt Hans Lutsch von der ARGE Stadttauben Salzburg.

Ein Lokalaugenschein am Salzburger Hauptbahnhof zeigt das Ausmaß
der Krise: Hunderte Tauben kämpfen dort täglich ums Überleben. Viele
Tiere sitzen apathisch, aufgeplustert und geschwächt auf dem Boden –
ein klares Zeichen akuten Hungers. Andere taumeln entkräftet umher
oder stürzen sich panisch auf jedes noch so kleine Bröselchen.

„Das ist kein normales Verhalten.“ , so Hans Lutsch weiter.
„Straßentauben sind Haustiere, keine Wildtiere. Durch das konsequente
Fütterungsverbot werden sie einem verwahrlosten Zustand ausgesetzt,
der mit Qualen und Leiden gleichzusetzen ist. Wenn sie artgerecht mit
Körnerfutter versorgt sind, verhalten sie sich ruhig und ziehen sich
zurück.“ Die aktuelle Situation sei laut Lutsch jedoch das Ergebnis
systematischer Vernachlässigung durch die Stadt.

Seit März 2025 wird das Füttern der hungernden Tiere durch
Privatpersonen streng von den Behörden geahndet. Es wird mit
Verwaltungsstrafen, zivilrechtlichen Klagen und sogar mit
Gefängnisstrafen gedroht. Zugleich hat die Stadtregierung es
versäumt, selbst Verantwortung zu übernehmen: Weder wurden
Fütterungsstellen nach dem Augsburger Modell eingerichtet, noch gibt
es Anzeichen für konkrete Planungen und Schritte zu einem
ordentlichen Straßentaubenmanagement. Die verweigerte Hilfe für
notleidende Tauben führt dazu, dass selbst junge Tiere mit einem
Gewicht von weit unter 200 Gramm in Pflegestellen oder beim Tierarzt
abgegeben werden müssen. Ursache sind Schwächung und Unterkühlung,
die zu schweren Atemproblemen und drohendem Kreislaufversagen führen
können.

„Immer mehr Tauben zeigen alarmierende Symptome: Sie sondern sich
vom Essschwarm ab, zeigen einen gekrümmten Rücken, was auf eine
schmerzhafte Magen-Darm-Erkrankung hinweisen kann. Ein
aufgeplustertes und schlecht abdeckendes Federkleid sind weitere
Merkmale eines schlechten Nahrungszustandes, der auch bei Aufnahme
des Tieres ein drastisches Untergewicht auf der Waage anzeigt.“ ,
berichtet Hans Lutsch. „Die Schutzfunktion des Gefieders geht
verloren, Fettreserven sind aufgezehrt, die Muskulatur als weitere
Reserve ist abgebaut – ein klarer Fall chronischer Mangelernährung.“
Wie viele Tiere bereits verhungert sind, lässt sich kaum sagen, da
sich sterbende Tauben oft zurückziehen, beispielsweise auf
Flachdächer oder in Tiefgaragen. Die Dunkelziffer ist hoch.

Georg Prinz vom VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN (VGT) zeigt sich
entsetzt: „ Diese Tierquälerei muss sofort beendet werden! Die Stadt
ist gesetzlich verpflichtet, für eine tierschutzgerechte Lösung zu
sorgen. Herr Bürgermeister Auinger, wegschauen ist keine Option mehr!
Sie müssen JETZT zur Rettung der Tiere handeln. “

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN und die ARGE Stadttauben Salzburg
fordern daher:

– Sofortige Einleitung einer städtisch organisierten Notfütterung

– Sofortige Einrichtung legaler, kontrollierter Fütterungsplätze
nach dem Augsburger Modell

– Betreute Taubenhäuser nach dem Augsburger Modell

Pressefotos (Copyright VGT.at bzw. ARGE Stadttauben Salzburg,
siehe Bildtitel)