Aktuelle Marktforschung zeigt: Jede:r Vierte in Österreich hat Sicherheitsbedenken bei klinischen Studien

Wien (OTS) – Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

– 84% der Befragten sehen klinische Studien als wichtigen Beitrag zum
medizinischen Fortschritt.

– 34% stimmen der Aussage zu, dass „Menschen, die an klinischen
Studien teilnehmen, ein ‚Versuchskaninchen‘ sind“.

– 22% zweifeln an der Sicherheit von klinischen Studien.

– Die Teilnahmebereitschaft an einer klinischen Studie ist bei
Männern höher als bei Frauen. Häufigstes Hindernis: Angst vor Risiken
und Nebenwirkungen.

– Am ehesten würden Menschen im Falle einer Krebserkrankung an einer
klinischen Studie teilnehmen (47%); am wenigsten wahrscheinlich bei
psychischen Erkrankungen (27%).

– Nur 12% würden ohne bestehende Erkrankung an einer Studie
teilnehmen.

Das Pharmaunternehmen MSD Österreich veröffentlichte erstmals
Daten zur Wahrnehmung klinischer Forschung in Österreich. Die
Ergebnisse zeigen, dass die Österreicher:innen den Stellenwert
klinischer Forschung kennen, gleichzeitig aber über alle
Bevölkerungsgruppen hinweg Skepsis und Aufklärungsbedarf bestehen.
MSD Österreich – mit hierzulande über 50 aktiven Studien – nimmt das
Anliegen der Befragten nach mehr Information und
Öffentlichkeitsarbeit ernst und will künftig faktenbasiert aufklären,
um das Vertrauen in die Forschung langfristig zu stärken und
Innovationen zu ermöglichen.

Klinisch-pharmazeutische Forschung ist die Grundlage für moderne,
evidenzbasierte Medizin. Sie ermöglicht die Entwicklung neuer
Therapien und Medikamente sowie die Verbesserung der Gesundheit von
Mensch und Tier. Um besser zu verstehen, wie klinisch-pharmazeutische
Forschung in der österreichischen Bevölkerung wahrgenommen wird, gab
MSD Österreich eine repräsentative Marktforschung in Auftrag (n=
1.000, Spectra, Erhebungszeitraum: Aug/Sept 2025).

Zwtl.: Aktuelle Marktforschung zeigt: Vertrauen ja – aber auch
Unsicherheiten und Wissenslücken

Die Ergebnisse zeigen ein deutliches Spannungsfeld: Während 84%
der Befragten klinische Studien als wichtigen Beitrag zum
medizinischen Fortschritt sehen und 80% die Teilnahme als potenziell
lebensrettend einschätzen, stimmt über ein Drittel der Aussage zu,
dass Menschen, die an einer klinischen Studie teilnehmen,
Versuchskaninchen seien. 22% halten klinische Studien gar für
unsicher – je niedriger der Bildungsabschluss, desto häufiger diese
Attribuierung. Prof. DDr. Shahrokh F. Shariat, Leiter des
Comprehensive Cancer Center der MedUni Wien, betont: „ Klinische
Forschung ist der Motor medizinischer Innovation. Sie bringt neue
Therapien vom Labor ans Krankenbett – sicher, kontrolliert und
verantwortungsvoll. Jede Studie folgt strengsten internationalen
Standards. Die Sicherheit unserer Proband:innen steht dabei immer an
erster Stelle: Ihr Gesundheitszustand wird engmaschig überwacht,
dokumentiert und betreut – oft intensiver als in der regulären
Versorgung. So entsteht Fortschritt, der Leben verändert. “

Zwtl.: Teilnahmebereitschaft an klinischen Studien bei schweren
Erkrankungen höher

Die Teilnahmebereitschaft an klinischen Studien hängt bei den
Befragten stark von der Diagnose ab. Bei Erkrankungen wie Krebs,
Alzheimer/Demenz, Parkinson, Multipler Sklerose oder seltenen
Erkrankungen geben zwischen 47% und 38% an, sich eine Teilnahme gut
vorstellen zu können; bei Herz-Kreislauf-, Organ- oder psychischen
Erkrankungen liegt die Bereitschaft bei etwa einem Drittel oder
darunter. DI Thomas Derntl, Obmann der Multiples Myelom Selbsthilfe
und im Vorstand der Allianz onkologischer
Patient:innenorganisationen, betont: „ Als Betroffener einer
Krebserkrankung habe ich persönlich enorm von den Fortschritten
klinischer Forschung der letzten zwei Jahrzehnte profitiert. Neue,
hochinnovative Therapien ermöglichen es heute vielen Patient:innen
mit schweren Erkrankungen, ihre Krankheit besser zu kontrollieren –
oft bei deutlich verbesserter Lebensqualität. Als
Patient:innenvertreter kann ich nur dazu ermutigen, sich über
klinische Studienprogramme zu informieren und – falls alle
Rahmenbedingungen passen – eine Teilnahme in Betracht zu ziehen. “

Zwtl.: Forschung gut erklären, um Wissenslücken zu füllen

Ein eindeutiges Ergebnis liefert die Frage nach der Kenntnis des
Unterschieds zwischen präklinischen und klinischen Studien. Nur 8%
geben an, diesen zu kennen. Dies erklärt auch die niedrige
Bereitschaft zur Studienteilnahme ohne bestehende Erkrankung, die in
den ersten beiden von drei klinischen Studienphasen essenziell ist. „
Die Ergebnisse zeigen, dass wir nicht nur mehr forschen, sondern auch
mehr erklären müssen. Wissenschaftlicher Fortschritt ist dann
möglich, wenn er verstanden und mitgetragen wird. Gerade in den
frühen Phasen klinischer Studien sind wir auf gesunde Freiwillige
angewiesen, weshalb Aufklärung auch dort stattfinden muss “, ordnet
Univ.-Prof.in Dr.in Freyja-Maria Smolle-Jüttner, Präsidentin der
Ludwig Boltzmann Gesellschaft, die Ergebnisse ein.

Zwtl.: Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit essenziell

Den Appell nach Aufklärung und mehr Öffentlichkeitsarbeit teilen
die Befragten. Sie wünschen sich Informationen über den Ablauf von
Studien, über Risiken, Nebenwirkungen und Rechte von
Studienteilnehmenden, aber auch über den wissenschaftlichen Nutzen
klinischer Studien.

Dipl. rer. nat Nicole Schlautmann, MBA, Geschäftsführerin von MSD
Österreich resümiert: „ Viele Menschen in Österreich sehen den Wert
klinischer Forschung und wissen, dass diese die notwendige Grundlage
für sowohl medizinischen als auch wirtschaftlichen Fortschritt ist.
Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten und Wissenslücken, die wir
beseitigen müssen. Als eines der führenden forschenden
Pharmaunternehmen wollen wir diesem Auftrag nachkommen. Bei MSD
forschen wir für das Leben – auf Basis eines 360°-
Gesundheitsverständnisses, das Prävention, Humanmedizin und
Tiergesundheit verbindet. Forschung bereitet den Weg für Innovationen
in der Medizin und leistet damit nicht nur einen Beitrag zur besseren
Behandlung schwerer Erkrankungen, sondern auch zur individuellen
Lebensqualität, Produktivität und zur Stärkung einer zukunftsfähigen
Gesellschaft. “

Zwtl.: Über MSD

MSD ist ein global führendes biopharmazeutisches Unternehmen mit
drei Standorten und rund 950 Mitarbeiter:innen in Österreich. Seit
über 130 Jahren ist es unsere Mission, das Leben zu schützen, zu
verbessern und zu retten. Unser oberstes Ziel ist es, Krankheiten zu
verhindern oder frühzeitig zu erkennen und im Falle einer Erkrankung
die Heilung zu fördern oder die Lebensqualität der Betroffenen zu
verbessern. Als verlässlicher Partner für Gesundheit und Fortschritt
bleiben wir bei MSD bestrebt, einen positiven Unterschied im Leben
der Menschen und Tiere in Österreich zu schaffen, sowohl heute als
auch für zukünftige Generationen. MSD Österreich ist führend in der
intensiven und innovativen Forschung, um komplexe Gesundheitsprobleme
anzugehen. Unsere Fokusbereiche umfassen insbesondere Onkologie,
bakterielle und virale Infektionserkrankungen, immunologische und
kardiovaskuläre Erkrankungen, Tierkrankheiten und die Entwicklung von
Impfstoffen. Denn wir forschen für das Leben!

MSD ist die Kurzform von Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H., die
österreichische Tochtergesellschaft von Merck & Co., Inc., mit
Hauptsitz in Rahway, New Jersey, USA und weltweit 72.000
Mitarbeiter:innen.

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AT-NON-03238, 10/2025

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