Wien (OTS) – Seit 80 Jahren ist die Sozialpartnerschaft ein prägender
Teil
Österreichs. Ihr Fundament ist einfach und zugleich von großer
Bedeutung: Menschen und Organisationen vertreten unterschiedliche
Interessen, suchen aber das Gespräch und übernehmen gemeinsam
Verantwortung für Lösungen. Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums
gratulieren Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann,
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig der österreichischen
Sozialpartnerschaft und ihren Vertreterinnen und Vertretern.
„80 Jahre Sozialpartnerschaft zeigen, dass unterschiedliche
Interessen kein Hindernis sein müssen, sondern eine Stärke sein
können. Die Sozialpartnerschaft hat über 80 Jahre dazu beigetragen,
dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich eine starke
Stimme haben und Fortschritt mitgestalten können. Gute Arbeit, faire
Löhne und soziale Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit. Sie
sind das Ergebnis von Engagement, Verhandlungen und dem Willen,
gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Genau diese Stärke brauchen
wir auch für die Zukunft“, so Arbeits- und Sozialministerin Korinna
Schumann.
„Die Sozialpartnerschaft ist eine österreichische
Erfolgsgeschichte, weil sie unterschiedliche Interessen nicht
gegeneinander ausspielt, sondern den gemeinsamen Weg sucht. Gerade
für unsere Betriebe und deren Beschäftigte ist dieser Dialog
entscheidend. Gute Arbeitsplätze, wirtschaftliche Stärke und soziale
Sicherheit gehören zusammen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller
Herausforderungen brauchen wir die starke Achse der
Sozialpartnerschaft, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln,
Arbeitsplätze zu sichern und erfolgreiche Betriebe zu ermöglichen“,
betont Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
„Digitalisierung, die Auswirkungen des Klimawandels und
Veränderungen der Arbeitswelt stellen unsere Regionen und bäuerlichen
Familienbetriebe vor neue Herausforderungen. Die gemeinsame Aufgabe
von Politik und Sozialpartnern ist es, daraus Chancen zu ermöglichen.
Dafür müssen wir mehr Wertschöpfung in den Regionen halten, Aus- und
Weiterbildung stärken und die Produktivität durch Innovation erhöhen.
Wenn wir regionale Verarbeitung und Vermarktung ausbauen, neue
Geschäftsmodelle ermöglichen und gezielt in Qualifikation
investieren, schaffen wir wirtschaftliche Perspektiven und stärken
Österreich langfristig“, so Landwirtschafts- und Umweltminister
Norbert Totschnig.
Zwtl.: Gemeinsam durch Zeiten des Wandels
Die Arbeits- und Wirtschaftswelt steht heute vor tiefgreifenden
Veränderungen. Demografischer Wandel, Digitalisierung und künstliche
Intelligenz, der ökologische Wandel, geopolitische Entwicklungen und
wirtschaftliche Unsicherheiten stellen neue Anforderungen an Politik,
Unternehmen und Beschäftigte.
Gerade in solchen Zeiten komme der Sozialpartnerschaft eine
besondere Bedeutung zu, sind sich die drei Minister einig. Es gehe
nicht darum, Unterschiede zu überdecken, sondern darum, sie in einen
konstruktiven Dialog zu bringen und daraus gemeinsame Lösungen zu
entwickeln.
„Zukunft gemeinsam zu gestalten heißt nicht, dass immer alle
derselben Meinung sein müssen. Es heißt, dass man auch bei
unterschiedlichen Standpunkten miteinander im Gespräch bleibt und am
Ende Verantwortung für das Gemeinsame übernimmt“, halten Schumann,
Hattmannsdorfer und Totschnig fest.
Zwtl.: Sozialpartnerschaft lebt von den Menschen
Sozialpartnerschaft findet dabei nicht nur auf politischer oder
institutioneller Ebene statt. Sie lebt in den Betrieben, in der
Zusammenarbeit von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und
Beschäftigten, in Betriebsräten und Personalvertretungen, in
Kollektivvertragsverhandlungen und in vielen konkreten Gesprächen, in
denen täglich Interessen ausgeglichen und Lösungen gefunden werden.
„Sozialpartnerschaft ist keine abstrakte Institution. Sie lebt von
Menschen, die bereit sind, miteinander zu reden, zuzuhören und auch
dann nach einem gemeinsamen Weg zu suchen, wenn die
Ausgangspositionen zunächst weit auseinanderliegen“, so die drei
Minister.
Zum 80-jährigen Jubiläum sprechen Schumann, Hattmannsdorfer und
Totschnig daher allen, die die Sozialpartnerschaft in den vergangenen
acht Jahrzehnten getragen und mit Leben erfüllt haben, ihren Dank
aus: für ihre Dialogbereitschaft, für die Kompromissfähigkeit und vor
allem für die Bereitschaft, Verantwortung für Österreich gemeinsam zu
übernehmen. „80 Jahre Sozialpartnerschaft sind ein Grund zum Feiern.
Vor allem aber sind sie ein Auftrag für die Zukunft: Auch die
Herausforderungen von morgen werden wir am besten bewältigen, wenn
wir miteinander statt übereinander reden und gemeinsam nach Lösungen
suchen“, so Schumann, Hattmannsdorfer und Totschnig abschließend.
Zwtl.: Rückfragehinweise:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK)
Dr.in Florentine Kranzler
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmluk.gv.at
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET)
Andrea Gesierich, MA
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmwet.gv.at