Polizei verstärkt Verkehrsüberwachung zu Ostern

Wien (OTS) – Zur Überwachung des Osterreiseverkehrs verstärkt die
Polizei in der
Karwoche, bis einschließlich Dienstag nach Ostern, ihre
Schwerpunktaktionen. Ein besonderes Augenmerk richten die
Polizistinnen und Polizisten auf die Einhaltung der vorgeschriebenen
Höchstgeschwindigkeit und das Fahren unter Alkohol- oder
Drogeneinfluss. Rasen und Alkohol gehören nach wie vor zu den
Hauptunfallursachen von tödlichen Verkehrsunfällen.

Die Polizei achtet auch auf die Einhaltung der Sicherheitsgurt-
und Kindersicherungspflicht. Dazu kommen die Kontrolle des
Sicherheitsabstandes beim Hintereinanderfahren und die Überwachung
des Handyverbotes (ohne Freisprecheinrichtung) am Steuer.

„Gerade am Osterwochenende ist das Verkehrsaufkommen sehr hoch.
Die ‚Aktion Sicher‘ mit verstärkten Kontrollen in ganz Österreich
leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf den
Straßen“, sagte Innenminister Gerhard Karner, der auch an alle
Verkehrsteilnehmer appelliert, aufeinander Rücksicht zu nehmen und
die Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten. „Das ist nicht nur
gut für die Sicherheit, sondern bei den aktuellen Spritpreisen auch
für die Geldbörse.“

„Ziele der verstärkten Polizeikontrollen sind die Schaffung eines
Gefahrenbewusstseins, die Herbeiführung einer nachhaltigen
Verhaltensänderung bei den Fahrzeuglenkern und der Schutz anderer
Verkehrsteilnehmer vor rücksichtslosen Rasern, Dränglern, Alko- und
Drogenlenkern“, betonte Bundespolizeidirektor Michael Takács.

Je nach Witterung werden die Kontrollmaßnahmen bei Bedarf auch
beliebte Ausflugsstrecken von Motorradfahrerinnen und -fahrern
umfassen.

Den Polizistinnen und Polizisten stehen dazu 2.500
Einsatzfahrzeuge, 400 Motorräder, 100 Zivilstreifenfahrzeuge mit
Videonachfahreinrichtung, 430 stationäre und mobile punktuelle
Geschwindigkeitsanlagen, zehn stationäre Section-Control-Anlagen,
1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, elf Abstandsmess-Systeme,
1.385 Alkomaten und 1.429 Alkohol-Vortestgeräte, 86 Mopedprüfstände
und 51 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen („Ampelradar“) zur
Verfügung. Es wird Schwerpunkteinsätze in allen Bundesländern, sowohl
auf den Transit- und Hauptverkehrsrouten als auch im Nahverkehr und
auf dem niederrangigen Straßennetz, geben.

Im vergangenen Jahr wurden am Osterwochenende, von Karfreitag bis
einschließlich Ostermontag, bei 373 Verkehrsunfällen mit
Personenschaden insgesamt 450 Menschen verletzt und drei getötet.
2024 kamen fünf Verkehrsteilnehmer im Osterverkehr ums Leben, im Jahr
2023 war es einer. In den Jahren 2020 bis 2022 wurden jeweils vier
und im Jahr 2019 acht Menschen tödlich verletzt. Die bisher geringste
Opferzahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für
Inneres im Jahr 1968 wurde mit jeweils einem Verkehrstoten in den
Jahren 2013 und 2023 verzeichnet. Zum Vergleich: Im bisher
schlimmsten Jahr, 1976, mussten am Osterwochenende 39 Tote beklagt
werden. Im Jahr 2004 kamen 17 Menschen zu Ostern im Straßenverkehr
ums Leben.

2025 wurden von der Polizei zu Ostern 53.348 Fahrzeuglenkerinnen
und -lenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
beanstandet. Die Polizei erstattete 355 Anzeigen wegen
Alkoholisierung, weitere 86 Drogenlenkerinnen und -lenker mussten
sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Insgesamt wurde im Vorjahr am
Osterwochenende 274 Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern der Führerschein
vorläufig abgenommen. Fünf Kraftfahrzeuge wurden zu Ostern 2025
infolge hoher Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei
vorläufig beschlagnahmt.

Das Innenministerium appelliert an die Verkehrsteilnehmerinnen
und -teilnehmer, sich während der Osterfeiertage rücksichtsvoll zu
verhalten. Mit der Einhaltung einfacher Grundregeln können Unfälle
oder gefährliche Situationen im Straßenverkehr vermieden werden:

– Hektik und Nervosität führen leicht zu Fahrfehlern und
Konzentrationsstörungen

– Passen Sie die Geschwindigkeit unbedingt den jeweiligen Straßen-,
Verkehrs- und Sichtverhältnissen an, besonders im Hinblick auf
mögliche wechselhafte Wetterverhältnisse am Osterwochenende. Eine
vorausschauende und kontrollierte Fahrweise hilft Ihnen zudem beim
Erkennen und Vermeiden von Gefahren- und Risikosituationen

– Halten Sie Abstand und gehen Sie beim Überholen kein Risiko ein.

– Unternehmen Sie Fahrten nur in einem verkehrstüchtigen Zustand (
kein Alkohol, keine Drogen, keine Medikamente, Müdigkeit nicht
unterschätzen, regelmäßige Pausen einlegen)

– Moped- und Motorradlenkerinnen und -lenker sollten bei den ersten
Ausfahrten besonders vorsichtig sein (technischer Rundum-Check,
Einschwingen, Fahrsicherheitstrainings, Schutzausrüstung)