Wien (OTS) – “Österreich steht vor einer tiefgreifenden strukturellen
Herausforderung: Der demografische Wandel trifft auf einen bereits
spürbaren Fachkräftemangel. Deswegen ist es wichtig, die duale
Ausbildung nachhaltig zu stärken, die Attraktivität der Lehre zu
erhöhen und damit die Fachkräftebasis langfristig zu sichern”, so ÖVP
-Lehrlingssprecher Abg. Klaus Mair heute, Dienstag. Sein Ziel ist die
weitere Attraktivierung des Lehrberufs. Dazu führt der Abgeordnete
zahlreiche Gespräche unter anderem mit Unternehmen und Expertinnen
und Experten.
Mair ortet einen steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften
in Handwerk, Technik, Industrie, Tourismus und Gewerbe – “Branchen,
die das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft bilden” und
begründet dies mit folgenden Zahlen: “Die geburtenstarken Jahrgänge
erreichen in den kommenden Jahren das Pensionsalter. Während aktuell
auf eine Person über 65 noch rund drei Personen im erwerbsfähigen
Alter kommen, wird dieses Verhältnis bis 2050 auf etwa zwei zu eins
sinken. Regional sinkt zudem die Zahl der Jugendlichen deutlich, und
die Geburtenrate liegt mit rund 1,29 Kindern pro Frau auf einem
historischen Tiefstand.”
Lehre als Schlüssel zur Fachkräftesicherung
Ein wirksames Instrument zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte
im Inland ist laut Mair die Lehre – “zugleich auch eine der
effizientesten Ausbildungsformen. Betriebe investieren pro Lehrling
insgesamt zwischen 25.000 und 30.000 Euro in die Ausbildung. Diese
Investitionen kommen nicht nur den Unternehmen, sondern auch der
öffentlichen Hand zugute: Bereits während der Lehrzeit fließen
jährlich rund 1.616 Euro pro Lehrling in Form von
Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer an den Staat zurück.” Die
betriebliche Lehrstellenförderung spiele dabei eine zentrale Rolle.
Ausbildung weit über Fachwissen hinaus
“Neben der fachlichen Qualifikation leisten Ausbildungsbetriebe
einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag. Sie begleiten junge
Menschen in einer entscheidenden Lebensphase, fördern
Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenzen und Integration in
die Arbeitswelt. Die Lehre ist damit nicht nur ein wirtschaftlicher,
sondern auch ein sozialer Stabilitätsfaktor.”
“Die Sicherung von Fachkräften entscheidet maßgeblich über die
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich. Eine
starke, moderne und attraktive Lehre ist daher nicht nur
bildungspolitisch, sondern auch wirtschafts- und sozialpolitisch von
zentraler Bedeutung. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und
die Volkspartei bleiben mit der Industriestrategie und in Hinblick
auf Schlüsseltechnologien diesbezüglich weiter starke und
verlässliche Partner“, schloss Mair. (Schluss)


