Ostern 2026: Heimische Eierproduzenten sichern Versorgung trotz angespannter Marktlage

Wien (OTS) – Heuer fällt das Osterfest bereits auf den 5. April. Für
Österreichs
Eierproduzenten und Färbereien geht damit die arbeitsintensivste Zeit
des Jahres zu Ende. Die gute Nachricht vorab: Österreich ist mit
heimischen Eiern grundsätzlich gut versorgt. Mit rund 9 Millionen
Legehennen (inklusive Klein- und Kleinsthaltungen) hält die heimische
Landwirtschaft statistisch gesehen für jeden Österreicher eine Henne.

Zwtl.: 60 Millionen Ostereier: Höchstleistung der Branche

Rund 2,3 Milliarden Eier werden jährlich in Österreich gelegt,
was einem Selbstversorgungsgrad von 87 % entspricht. Allein für das
Osterfest werden rund 60 Millionen Eier produziert. Die Anforderungen
an das perfekte Osterei sind dabei hoch: Ideale Färbeeier der Größe M
(53–63 Gramm) müssen eine stabile Schale besitzen und ein optimales
Alter von 10 bis 18 Tagen aufweisen. Da für verarbeitete Ostereier
weniger strenge Kennzeichnungspflichten gelten als für Frischeier,
empfiehlt die Branche, gezielt auf das AMA-Gütesiegel zu achten, um
Käfighaltung auszuschließen.

Zwtl.: Klimachampions durch nachhaltige Fütterung

Österreichische Betriebe arbeiten nach den EU-weit strengsten
Standards. Eine aktuelle Studie der BOKU Wien bestätigt zudem: Durch
die Fütterung mit zertifiziertem „Donau Soja“ werden entlang der
Wertschöpfungskette 40 % CO₂-Emissionen im Vergleich zu nicht-
zertifiziertem Soja eingespart. Damit sind heimische Eierproduzenten
europäische Klimachampions.

Zwtl.: Image-Wandel kurbelt Konsum und Investitionen an

Vom „Cholesterin-Sünder“ zum trendigen Eiweißlieferanten: Das
Image des Eis hat sich massiv verbessert. Konsumierten die
Österreicher 2020 noch 236 Eier pro Kopf, so stieg dieser Wert bis
2024 auf 250 Eier. Diese positive Entwicklung löst nun moderate
Neuinvestitionen aus: Bis Ende 2027 werden neue Stallplätze für ca.
480.000 zusätzliche Legehennen erwartet, überwiegend in
Freilandhaltung.

„Wir erweitern die Produktion schrittweise und mit klarer
Perspektive. Investitionen in Stallungen brauchen langfristig stabile
Rahmenbedingungen statt kurzfristiger Reaktionen auf
Marktverwerfungen“, betont Günther Wenninger, Obmann der EZG-
Frischei.

Zwtl.: Marktdruck durch Gastronomie und Importabhängigkeit

Trotz der stabilen Produktion bleibt die Lage bis Ostern
angespannt. Ein Grund dafür ist die Vogelgrippe, die in Europa rund
12 Millionen Legehennen das Leben gekostet hat. Während Österreich
weitgehend verschont blieb, führte die europaweite Verknappung dazu,
dass Einkäufer aus Gastronomie und Industrie, die sonst auf billige
Importware setzen, verstärkt auf heimische Bestände zugreifen.
„Heimische Bäuerinnen und Bauern sind kein Ausfallkonzept für
profitorientierte Einkäufer. Wir brauchen verlässliche Partner, die
heimische Qualität dauerhaft schätzen“, hält Wenninger fest.

Zwtl.: Forderung nach Transparenz

Während im Lebensmitteleinzelhandel Herkunft und Haltungsform
durch die Einzeleikennzeichnung bei Frischeiern transparent sind,
bleiben Konsumenten in der Gastronomie und bei verarbeiteten
Lebensmitteln oft im Unklaren. Die Branche fordert daher:

Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie und
Lebensmittelindustrie

Faire Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Den Abbau bürokratischer Hürden beim Stallbau für ein
marktangepasstes Wachstum.

Zwtl.: Fazit: Ostern ist gesichert

Wer zu österreichischen Eiern greift, stärkt Tierwohl, Qualität
und die Unabhängigkeit der heimischen Versorgung.