Wien (OTS) – Das EU-Regionalförderprogramm in Österreich für die
Programmperiode
2021-2027 läuft auf Hochtouren. Regionalprojekte mit einem
Gesamtinvestitionsvolumen von 1 Milliarde Euro wurden zum Stichtag 4.
November 2025 bereits genehmigt. Das entspricht gut 60 % des im
Förderprogramm für die gesamte Laufzeit projektierten
Gesamtinvestitionsvolumens von 1,66 Mrd. Euro. Damit sind schon 42 %
der 565 Mio. Euro an EU-Fördermittel, die österreichischen
Regionalprojekten in dieser Periode zur Verfügung stehen, durch
Genehmigungen gebunden.
Das Förderprogramm „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum
Österreich 2021-2027“ wurde auf Basis der mit einiger Verspätung
ergangenen EU-Verordnungen ausgearbeitet und im August 2022 von der
Europäischen Kommission genehmigt. Seither wird intensiv an dessen
Umsetzung gearbeitet. Das Programm sieht Gesamtinvestitionen in Höhe
von 1,66 Mrd. Euro vor, worin auch die Ausgaben für die Abwicklung
des Programms enthalten sind. 1,57 Mrd. Euro fließen direkt in die
Projekte. Davon stammen 565 Mio. Euro aus EU-Fördertöpfen, 211 Mio.
aus nationalen öffentlichen Fördermitteln sowie 796 Mio. Euro aus
privaten Mitteln der Projektträger. (siehe beigefügte Tabelle).
Zwtl.: EU-Mittel aus zwei Fördertöpfen
Die zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel speisen sich aus zwei
Fördertöpfen. 492 Mio. Euro stehen Österreich aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu. Diese werden
österreichweit – nach einem Schlüssel auf die Bundesländer verteilt –
eingesetzt. Zusätzlich 73 Mio. Euro stehen Projekten aus dem in
dieser Periode neu eingerichteten „Fonds für einen gerechten
Übergang“ (Just Transition Fund – JTF) zur Verfügung. Dessen Mittel
werden in Regionen eingesetzt, für die der Übergang zur
Klimaneutralität eine besondere Herausforderung darstellt. In
Österreich betrifft dies Regionen in den vier Bundesländern
Steiermark, Ober- und Niederösterreich sowie Kärnten, die stark
industriell geprägt sind und auf Basis der Analyse wirtschaftlicher,
sozialer und territorialer Indikatoren vor besonderen
Transformationsherausforderungen stehen.
Bei der bisherigen Ausschöpfung der Fördermittel durch
eingereichte Regionalprojekte zeigen sich dabei in Bezug auf die
angesprochenen Fördertöpfe deutliche Unterschiede. Die Österreich aus
dem EFRE zustehenden Mittel für regional und thematisch breit
gestreute Förderungen sind bisher zu 38 % in genehmigten Projekten
gebunden. Mit 70 % deutlich höher ist der Ausschöpfungsgrad der
Förderungen aus dem JTF. Die bisherige Bindung der EU-Fördermittel
aus beiden Fonds zusammen erreicht damit 42 %.
Zwtl.: Unterschiedliche Ausschöpfung in den vier Prioritäten
Unterschiede in Ausschöpfungsgraden zeigen sich auch bei den im
Programm adressierten vier thematischen Prioritäten. In der Priorität
1 „Innovation“ werden mehr als 290 Mio. Euro aus dem EFRE-Topf – das
entspricht 59 % der gesamten EFRE-Mittel für Österreich – dem Ausbau
der Forschungskompetenzen und der Innovationsökosysteme sowie der
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU gewidmet. Davon sind
bereits 55 % durch genehmigte Projekte ausgeschöpft, wobei
insbesondere die Fördermaßnahme für KMU stark nachgefragt wird.
Anders sieht es in der Priorität 2 „Nachhaltigkeit“ aus. Hier
sind für Maßnahmen zur Dekarbonisierung und Steigerung der
Energieeffizienz 150 Mio. Euro oder 30 % der EFRE-Tranche reserviert.
Davon wurden bisher 9 % in Anspruch genommen. In der
Programmgestaltung wurde darauf bereits reagiert: Die Priorität wurde
um eine weitere Maßnahme zur Förderung der Kreislaufwirtschaft
ergänzt.
In Priorität 3 „Territoriale Entwicklung“ werden 52 Mio. Euro
oder 9 % der EFRE-Mittel für die Stärkung nachhaltiger Stadt- und
Stadtumlandentwicklung sowie integrierter Regionalentwicklung
eingesetzt. Dabei wurde bisher bis dato ein Ausschöpfungsgrad von 27
% erreicht.
Priorität 4 „Übergang“ umfasst den Mitteleinsatz aus dem JTF mit
dem erwähnten Ausschöpfungsstand von bereits 70 %, der ebenfalls vor
allem auf betrieblichen Investitionsprojekten basiert.


