Wien (OTS) – Das aktuell geltende Postmarktgesetz räumt
Empfänger:innen von
Postsendungen bei Zustellproblemen kaum durchsetzbare Rechte ein. Nur
Absender:innen können diese geltend machen. „Wir haben hier eine
kleine Abhilfe geschaffen. Auf der Website der RTR können Betroffene
seit 2021 ihre Probleme bei der Zustellung von Postsendungen
mitteilen. Dieses Service, das bisher nur Paketsendungen umfasste,
haben wir nun um Zustellprobleme bei Briefsendungen erweitert“,
informiert Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den
Fachbereich Telekommunikation und Post. Nach einer Testphase von drei
Monaten zeigten die Meldungen über das Online-Portal, dass die
Zustellprobleme bei Briefsendungen ähnlich gelagert sind wie bei
Paketen. Im Zeitraum Mai bis Juli wurden 184 Beschwerden betreffend
Briefzustellung eingemeldet. Bemängelt wurde, dass Briefe
unregelmäßig, unsachgemäß oder überhaupt nicht zugestellt wurden.
„Die bei uns registrierten Beschwerden dienen unter anderem dazu,
strukturelle Probleme zu identifizieren. Postdiensteanbieter werden
von uns in regelmäßigen Abständen darüber informiert und können im
Sinne der Empfänger:innen Maßnahmen setzen“, erklärt Steinmaurer den
Zweck des Online-Portals und ergänzt, „die so erhobenen Daten können
in weiterer Folge auch als Diskussionsgrundlage herangezogen werden,
um über eine bessere rechtliche Stellung der Endutzer:innen
nachzudenken.“
Postempfangsbeschwerden können auf der Website der RTR unter
https://www.rtr.at/post-empfangsbeschwerden eingegeben werden.
Schlichtungsverfahren und Postempfangsbeschwerden nehmen 2025 zu
Im Zeitraum Jänner bis Juli wurden insgesamt 4.957
Postempfangsbeschwerden (Paket und Brief) eingebracht, das sind um
6,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Postschlichtungsverfahren, die nach dem Postmarktgesetz
ausschließlich dem Absender vorbehalten sind, beliefen sich im
Beobachtungszeitraum auf 387, um 17,6 Prozent mehr als von Jänner bis
Juli 2024.
Über die RTR
Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100
Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung
des Wettbewerbs auf dem Telekommunikations-, Post- und Medienmarkt
sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz
definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und
ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M.
Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als
Geschäftsstelle unterstützt sie die Telekom-Control-Kommission (TKK),
die Post-Control-Kommission (PCK) sowie die Kommunikationsbehörde
Austria (KommAustria). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at
veröffentlicht.


