„Universum“-Sommerreihe „Wunderwelt der Alpen“ zeigt eindrucksvolle Naturdokus made in Austria

Wien (OTS) – Ob Totes Gebirge, Zillertaler Alpen, Tagliamento,
Alpenvorland,
Alpenseen, Südtirol oder die heimischen Nationalparks – in sieben
Folgen präsentiert „Universum“ diesen Sommer ab 14. Juli 2026 jeweils
dienstags um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die „Wunderwelt der
Alpen“. Den Auftakt zu den eindrucksvollen Naturdokus made in Austria
macht Franz Hafners Film „Das Tote Gebirge – Wunderwelt des Lebens“.

Die einzelnen Sendungen im Überblick:

Das Tote Gebirge – Wunderwelt des Lebens (14. Juli)

An der Grenze zwischen Steiermark und Oberösterreich erstreckt
sich eine einzigartige Bergregion – das Tote Gebirge. Geformt von
Wasser und Eis, aufgebaut aus Meereslebewesen längst vergangener
Epochen, erhebt sich dieser Gebirgsstock auf über 2.500 Meter
Seehöhe. Mit mehr als 1.000 Quadratkilometern Fläche ist das Tote
Gebirge das größte Karstplateau Mitteleuropas. Im Inneren durchzogen
von unterirdischen Wasserläufen und Höhlen, ist es an der Oberfläche
karg und trocken – ein mystischer, scheinbar lebensfeindlicher Ort.
Doch der Schein trügt. Dieses „Wüstenei“ ist zwar ein extremer
Lebensraum, abseits der kargen und vegetationslosen Felsen verbirgt
das Tote Gebirge jedoch ein Paradies für Wildtiere und einen der
vielseitigsten und artenreichsten Lebensräume der Alpen. In der
wilden Weite begegnet das TV-Publikum außerdem Luchsen, Rothirschen,
Füchsen und Steinadlern oder beobachtet einen Weberknecht, der mit
krebsartigen Scheren – mächtiger als sein Körper – auf die Jagd geht.
Die einzigartige Fischwanderung der Seelauben, die Narzissenblüte
oder seltene Spechtarten sind weitere Naturhöhepunkte, die diese
Region bietet. Ein Film von Franz Hafner.

Hermann Maier: Zillertaler Alpen (21. Juli)

Hermann Maier ist in dieser „Universum“-Produktion wieder
unterwegs in Österreich und dabei voll in seinem Element. Diesmal
geht er im Zillertal auf Entdeckungsreise. Er begleitet u. a. die
Auswilderung von Steinböcken, forscht in Jahrtausenden alten
Eishöhlen, zeigt sein Geschick als Schmetterlingsfänger auf
biodiversen Almwiesen, den sogenannten Bergmähdern, und besteigt
gemeinsam mit dem weltberühmten Hochalpinisten Peter Habeler den
3.476 Meter hohen Olperer. Der Skiweltmeister und Olympiasieger lernt
dabei nicht nur, wie Permafrostböden auf Grund des Klimawandels dem
Gestein im Hochgebirge immer weniger Halt bieten, er ist auch
überrascht, wie anpassungsfähig die Tierwelt hier oben ist. Die
Murmeltiere haben nämlich gelernt, zwischen dem Schatten eines
Steinadlers, der Gefahr signalisiert, und dem einer harmlosen
Seilbahn, die Bergtouristen transportiert, zu unterscheiden. Ein Film
von Andrea Albrecht.

Tagliamento – Wild und frei zwischen Adria und Alpen (28. Juli)

Im Nordosten Italiens fließt ein mächtiger Fluss frei durch
alpine Täler und Auenwälder, um schließlich ins Adriatische Meer zu
münden. Der Tagliamento ist ein Fluss wie kein anderer, und die
Tierwelt entlang seiner Ufer ist ebenso außergewöhnlich wie
spektakulär. Die Rufe seltener, ikonischer Tiere wie die des Wolfs,
des Luchses und des Schakals hallen in den Wäldern und sind weit zu
hören – bis tief hinein ins sogenannte Kanaltal. Als letzter
unregulierter Fluss der Zentralalpen bahnt sich der Tagliamento je
nach Niederschlag in Form von kleinen Bächen oder als reißender Strom
den Weg Richtung Adria. Dort erschafft er das Fundament für
Badefreuden Zehntausender Touristinnen und Touristen. Denn der
goldene Sand, auf dem sie liegen, den spülen nicht die Wellen der
Adria heran. Nein, den bringt der Tagliamento. Ein Film von Guiseppe
Buccarelli

Das Alpenvorland – Sanfte Berge, wilde Moore (4. August)

Es ist ein zauberhafter Ort, an dem Symphonien aus warmem Licht
und glitzerndem Wasser zur Aufführung kommen. Das Alpenvorland ist
wildromantisch und vereint zwei Lebenswelten. Nebelumhüllte Seen und
Moore auf der einen Seite und die malerische Kulisse der Berge auf
der anderen. Das Alpenvorland ist ein blühender Bewässerungsgarten
und zugleich eine der artenreichsten Regionen Europas. Hier finden
Tiere aller Elemente ein Zuhause. Majestätische Hirsche,
regentanzende Käuze, ordnungsfanatische Spechtmeisen und sich
gegenseitig austricksende Eichelhäher und Eichhörnchen. Sie führen
das Publikum tief hinein in märchenhafte Landschaften, die zur Bühne
werden für einzigartige Naturschauspiele – zwischen wilden Mooren und
sanften Bergen. Ein Film von Patrick Centurioni.

Die Geheimnisse der Alpenseen – Expedition in die Tiefe (11.
August)

Die Seen der Alpenregion, vom Altausseer See über den Traunsee
bis zum geheimnisvollen Alatsee, bewahren seit Jahrtausenden das
Leben. Durch Stein und Eis geformt, von besonderen Arten bewohnt,
erzählen sie eine Geschichte, die untrennbar mit der des Menschen
verwoben ist. Der Film eröffnet faszinierende Unterwasserwelten
zwischen Österreich und Deutschland. Er führt an steilen Felswänden
hinab und wagt sich in nie gezeigte Tiefen, wo Hechte lauern und
Quappen zwischen uralten Felsformationen in ewiger Finsternis leben.
Österreichs „Ozean“, der Bodensee, ist das Ziel der Reise. Versunkene
Schiffe, unerwartete Bewohner und ein Raubfisch, der vor
seinesgleichen nicht Halt macht, gehören zu seinen Geheimnissen. Wer
sich unter die Wasseroberfläche wagt, entdeckt eine Welt voller
Überraschungen – denn Seen sind mehr als idyllische Kulissen, sie
sind Abenteuerlandschaften für Expeditionen ins Unbekannte. Ein Film
von Jan Haft.

Südtirol – Das Land in der Mitte (18. August)

Beeindruckende Felswände und fruchtbare Täler – wo der
afrikanische und der europäische Kontinent aufeinanderprallen, konnte
ein vielfältiges Ökosystem entstehen. Südtirol beheimatet – geprägt
von extrem tiefen Temperaturen und einem warmen mediterranen Klima
gleichermaßen – eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Im gesamten Land
ragen die bis zu 25 Meter hohen Stämme der Zirbelkiefer aus den
Böden. Im Osten des Landes findet man noch unberührte Torfmoore mit
fleischfressenden Pflanzen und einer Vielzahl an Insekten. In den
Bergen leben Gämsen und der Steinadler, während in den Tälern noch
Schmetterlinge wie der blaue Saphir sowie seltene Schlangen und
Insekten zu finden sind. Seit der letzten Eiszeit leben Menschen in
Südtirol. Sie haben sowohl Hänge als auch Täler und Felder
landwirtschaftlich genutzt. Bis heute leben Mensch und Natur hier in
tiefer Symbiose. Doch Pflanzen und Tiere müssen sich mit den
zunehmenden Veränderungen der Umwelt arrangieren und auf den
Klimawandel reagieren. Ein Film von Rolando Menardi.

Naturerbe Österreich – Die Nationalparks: Die Herausforderungen (
25. August)

Von den höchsten Gipfeln der Hohen Tauern bis in die Flusswelten
der Donauauen, von den schroffen Felslandschaften des Gesäuses bis zu
den geheimnisvollen Urwäldern der Kalkalpen, vom Neusiedler See bis
zur märchenhaften Thaya: Die Dokumentation führt tief hinein in jene
Schutzgebiete, in denen Österreichs Natur noch wild und ursprünglich
ist. Doch die Nationalparks stehen unter Druck. Klimawandel,
Trockenheit, Hochwasser, invasive Arten und die zunehmende Zahl an
Besucherinnen und Besuchern verändern sensible Ökosysteme nachhaltig.
Wie kann modernes Nationalpark- und Naturmanagement diesen
Herausforderungen begegnen? Der Film begleitet Ranger, Forscherinnen
und Naturschützer bei ihrer täglichen Arbeit und zeigt, wie versucht
wird, bedrohte Lebensräume zu erhalten und neue zu schaffen. Durch
die Wiederanbindung von Flussarmen in den Donauauen, die Rückkehr von
Wildkatze und Kranich, die Wiederansiedelung von Steinbock und
Bartgeier oder die geplante Freilassung von Luchsen werden die
Nationalparks zu dynamischen Lebensräumen im ständigen Wandel. Ein
Film von Heinz Leger.