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Totschnig: Studie zu Klima-Desinformation in Österreich startet

Wien (OTS) – Neue BMLUK-Studie untersucht die Ausbreitung von
Klima-Fake-News in
Österreich und deren Auswirkungen, um die Problemlage und
Handlungsoptionen zu analysieren. Klima-Desinformation ist sowohl ein
in Österreich als auch weltweit ein wachsendes Problem.

Für die politischen Entscheidungsprozesse, öffentlichen Debatten und
die gesellschaftliche Akzeptanz von Klimaschutz- und
Anpassungsmaßnahmen stellen verzerrte und irreführende Informationen
zum Klimawandel ein wachsendes Problem dar.

„Falschinformation zum Klima wird nicht nur unabsichtlich verbreitet.
Sie ist oft Teil gezielter Kampagnen, die darauf abzielen unsere
Sicherheit, Energieautonomie und Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen,
unsere Gesellschaft zu polarisieren und Lösungen im Klimaschutz zu
blockieren. Die Studienergebnisse werden uns helfen, evidenzbasierte
Schritte zu setzen, um diesem Risiko gezielt entgegenzuwirken“,
betont Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig.

Desinformation als Klima-, Wirtschafts- und Sicherheitsrisiko
Die Bewältigung des Klimawandels und dessen Folgen stellt die
Menschheit vor eine der größten Herausforderungen ihrer Geschichte.
Sie erfordert dezidiertes Handeln auf allen Entscheidungsebenen, auf
internationaler und europäischer Bühne, durch die Bundes- und
Landesregierungen, in den Gemeinden, bis hin zu einzelnen Betrieben
und Haushalten. Gezielte Desinformationskampagnen untergraben
Lösungen für eine moderne, auf heimischer erneuerbarer Energie
basierende klimafreundliche Wirtschaft und stellen damit ein Klima-,
Wirtschafts- und Sicherheitsrisiko dar.

Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des Bundesministeriums für
Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft (BMLUK) soll Evidenz schaffen, um diesem Risiko zu
begegnen. Im Zentrum stehen die Fragen, auf welchen Plattformen sich
Klima-Desinformation verbreitet, welche Akteure dahinterstehen und
welche irreführenden Narrative gestreut werden.

Auf der Weltklimakonferenz COP 30 in Belém 2025 hat Österreich auch
die „ „Initiative for Information Integrity on Climate Change“
unterzeichnet. Neben der Beauftragung der Studie setzt das BMLUK
bereits entsprechende Maßnahmen, um Klimadesinformation zu begegnen.
Dazu zählen qualitätsgesicherte Informationsangebote sowie
Initiativen für eine verlässliche Klimakommunikation. Sie sollen
wissenschaftliche Erkenntnisse und Handlungswissen verständlich
vermitteln und das Vertrauen in faktenbasierte Informationen stärken.

Das internationale Institute for Strategic Dialogue (ISD) wird mit
dieser Studie beauftragt, deren Ergebnisse im Frühjahr 2027 vorgelegt
werden sollen. Das ISD ist ein internationales Institut mit mehr als
15 Jahren Erfahrung in der Erforschung der Verbreitung und Dynamiken
von Hassrede, Desinformation und Verschwörungserzählungen sowie der
Entwicklung von ganzheitlichen Gegenstrategien.