Saatgut, Walgesänge und eine Reise nach Rojava: Zweite Klima Biennale Wien startet morgen

Wien (OTS) – Kunst trifft Klima und erobert bis 10. Mai die Stadt –
in der
Festivalzentrale im KunstHausWien, im öffentlichen Raum und an
weiteren rund 60 Orten in ganz Wien; Opening Days von 9. bis 14.
April

Wien wird ab morgen zur Bühne für Kunst, Klima und Gesellschaft:
Vom 9. April bis 10. Mai 2026 verwandelt die zweite Klima Biennale
Wien die Stadt in ein lebendiges Zukunftslabor. Das Festival eröffnet
neue Perspektiven auf ökologische Herausforderungen und sozial
gerechte Lebensweisen. Die Opening Days vom 9. bis 14. April bieten
ein dichtes Programm aus Performances, Workshops, Chorauftritten,
Tarot-Sessions und Gesprächen mit Künstler* innen und Kurator*innen.
Sie laden dazu ein, Kunst, Klima und Zukunft gemeinsam neu zu denken.
Die Klima Biennale Wien wurde von der Stadt Wien initiiert und wird
vom KunstHausWien, einem Museum der Wien Holding, veranstaltet.

„Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt und das soll in
Zukunft so bleiben – dazu müssen wir alle beitragen. Die Klima
Biennale Wien schafft öffentliche Räume für die Auseinandersetzung
mit der Klimakrise und macht sichtbar, was auf dem Spiel steht“,
betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Kunst schärft den Blick
für die Gegenwart und kann uns dabei helfen, eine positive Vision von
der Zukunft zu entwickeln!“

„Inspiration, Vision und Zuversicht in eine von Menschen gestaltbare
Zukunft – das ist die Mission der Klima Biennale, diesem weltweit
einzigartigen Festival. Gerade in Zeiten globaler Umbrüche ist es
entscheidend, den Fokus auf kreative wie konstruktive Lösungen und
eine nachhaltige Zukunft zu richten. Die Klima Biennale Wien bringt
Menschen zusammen – zum Nachdenken, zum Austausch und zum gemeinsamen
Gestalten. Kunst macht das Unsichtbare sichtbar, Zusammenhänge des
Klimawandels sinnlich erfahrbar und schafft Räume für Emotion, Dialog
und kollektives Vorstellungsvermögen. Ich lade alle Wiener*innen ein,
mitzuwirken. Lassen Sie sich inspirieren und gestalten wir gemeinsam
das Wien von morgen“, so Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Stefan Gara, Klimasprecher der NEOS Wien: „Die Klima Biennale Wien
ist ein Ort, an dem Ideen wachsen und Zuversicht entsteht. Denn
Klimaschutz ist auch eine Bildungsaufgabe: Wir stärken junge Menschen
darin, mit Kreativität und Mut die klimaneutrale Stadt von morgen zu
gestalten.“

Gerlinde Riedl, Direktorin des KunstHausWien: „In Zeiten, in
denen der Klimawandel Gewissheiten erschüttert und Ökosysteme an ihre
Grenzen bringt, braucht es neue Perspektiven. Die Klima Biennale Wien
wirkt hier als Katalysator. Vom KunstHausWien aus trägt sie ihre
Ideen in die ganze Stadt – wie die Samen in der Ausstellung Seeds .
An mehr als 60 Orten in Wien – vom Museum bis zum Strand von Kaorle
am Karlsplatz – entfaltet das Festival sein Programm und bereitet so
den Boden für Veränderung und eine lebenswerte Zukunft.“

Sithara Pathirana, Festivalleiterin Klima Biennale Wien: „Wir leben
in Zeiten, in denen klimapolitisches Versagen und die Eskalation
globaler Krisen uns lähmen können – das Gefühl der Ohnmacht ist real.
Doch Ohnmacht ist keine Wahrheit – sie ist eine Versuchung. Die Klima
Biennale Wien lädt ein, ihr zu widerstehen: gemeinsam, im Dialog, im
Tun. Als Einzelne und als Gesellschaft sind wir nicht hilflos, und
genau das wollen wir spürbar machen. Unser Ziel ist es durch Kunst
und Kultur Räume für kollektive Stärke zu schaffen.“

Zwtl.: Soft Opening Karlsplatz am 9. April, 15 Uhr

Mit Walgesängen und Posaunenklängen lädt die Klima Biennale zum
Soft Opening am Karlsplatz ein. Künstlerische Installationen führen
nach Kaorle am Karlsplatz 2026 (Margot Pilz), unter Palmen aus
Hebebühnen (Pia Sirén) oder unter die verhüllte Säule der Karlskirche
(Zheng Mahler). Die Arbeiten auf dem Karlsplatz sind Teil der
Ausstellung im öffentlichen Raum (No) Funny Games oder Wie wir
lernten, fürsorglich zu sein und die Dystopie zu lieben , die bis 10.
Mai an 18 Orten im Wiener Stadtraum zu sehen ist.

Zwtl.: Ausstellungsprogramm in der Festivalzentrale – zwischen
Verlust und Neubeginn

Ab 10. April stehen in der Festivalzentrale KunstHausWien
Vermittlungstouren und Workshops auf dem Programm. Den Auftakt bildet
an diesem Tag die Führung mit der Kuratorin Sophie Haslinger durch
die internationale Gruppenausstellung Seeds , die die vielschichtigen
Bedeutungen von Samen und Saatgut als Spiegel unseres Verhältnisses
zur Erde zum Inhalt hat. Der Workshop Corn, Seeds and Stories mit
Lucia Pizzani lädt am 11.4. Besucher*innen dazu ein, sich aktiv mit
dem Thema auseinanderzusetzen und eigene Perspektiven einzubringen.
Um 11.00 Uhr findet ein Artist Brunch mit The Institute of Queer
Ecology statt, bei dem es um Anpassungsfähigkeit, kämpferische
Überlebensstrategien und Verlusterfahrungen geht.

Zwtl.: Partner*innenprogramme mit Musik, Literatur, Kunst und Party
am Wochenende

Am 10. April um 16 Uhr tritt in Kaorle am Karlsplatz 2026 der Pop
-Up Chor des NEST – Neue Staatsoper auf. Um 18.30 Uhr wird die
künstlerische Arbeit Maaaash! von Folke Köbberling im Rosa-Mayreder-
Park eröffnet – ein Beitrag von KÖR Wien, einer der zahlreichen
Kooperationspartner der Klima Biennale Wien. Tags darauf findet der
Partners in Climate- Talk Otros Futuros im SOHO Ottakring statt.
Getanzt wird dann bei der Opening Weekend Party u.a. mit Anna Ullrich
in der Roten Bar des Volkstheater Wien, gleich nachdem die Donau zur
Bürgerin der Stadt erklärt wurde. Am 12. April folgt ebenfalls im
Volkstheater Wien die Lesung Von Wien nach Rojava von und mit Muzayen
Al-Youssef, Judith Goetz, Stefanie Sargnagel, Heidi Sequenz zu Gast:
Düzen Tekkal.

Zwtl.: Zukunftsperspektiven beim Klimagipfel am 13. und 14.4.

Das interdisziplinäre Symposium widmet sich Themen wie
Zukunftskreisläufen, klimasozialer Stadtentwicklung sowie Bildung und
Partizipation. Zu den Teilnehmer*innen zählen u. a. Luisa Neubauer,
Franz Essl, Emanuele Coccia, Sigrid Stagl und Nikolaj Schultz. Am 14.
April diskutiert zudem der UNICEF-Jugendbeirat über die Rolle junger
Menschen im Klimaschutz. Der Eintritt ist frei.

Zwtl.: Programmhighlights im weiteren Festivalzeitraum

Die von Anne Faucheret koordinierte Reihe Immediate Matters
startet am 14. April in zehn unabhängigen Kunsträumen quer durch die
Stadt. Kulinarisch wird’s bei Meet & Eat : Bio Austria lädt am 14.
und 22. April zu nachhaltigen Kochkursen. FutureLeaks lässt am 23.,
24. und 25. April mit The BIG Casino in der WIEN MITTE The Mall
Zukunftsfragen vom Glücksrad entscheiden. Am 26. April heißt es dann:
Kopfhörer auf und tanzen – bei einer Silent Disco am Karlsplatz,
gemeinsam mit dem Hauptsponsor Bank Austria. Am 29. April übernehmen
über 80 Studierende der Wiener Kunstunis das Badeschiff Wien und
eröffnen ihre Reihe Solutions & Strategies . Dazu kommen zahlreiche
partizipative Formate: Fahrradtouren, Workshops – von Yoga bis Tarot
– sowie Programme für Kinder und Jugendliche. Projekte wie Creatives
for Vienna – Making Spaces der Wirtschaftsagentur Wien laden dazu
ein, den öffentlichen Raum neu zu denken und gemeinsam zu gestalten.

Programmschwerpunkte:
Fokus: Openings Days
09. – 14.04.2026

Fokus: Immediate Matters
14. – 19.04.2026

Fokus: Öffentlicher Raum
21. – 26.04.2026

Fokus: Solutions & Strategies
28.04. – 03.05.2026

Fokus: Bildung & Partizipation
05. – 07.05.2026

Closing
08. – 10.05.2026

Fokus öffentlicher Raum:
(No) Funny Games – Ausstellung im öffentlichen Raum
Creatives for Vienna – Making Spaces – Projekte zur Gestaltung des
Stadtraums in Kooperation mit Wirtschaftsagentur Wien

Nähere Informationen zum Programm der Klima Biennale Wien unter
https://www.biennale.wien/kalender .

Presseinformationen und -fotos unter
https://www.biennale.wien/presse

Pressefotos:

Fotos zur Aussendung sind im Pressebereich der Wien Holding unter
www.wienholding.at/Presse/Presseaussendungen abrufbar. Honorarfreier
Abdruck im Zuge der Berichterstattung unter Nennung des Copyrights.