ÖBVP begrüßt Nationalratsbeschluss zur Österreich-Quote

Wien (OTS) – Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie
(ÖBVP) begrüßt
den gestrigen Beschluss des Nationalrats zur Einführung einer
Österreich-Quote für das Psychotherapiestudium. Ab dem Wintersemester
2026/27 stehen bis zu 500 Studienplätze an zehn öffentlichen
Universitäten zur Verfügung, davon 75 Prozent für Inhaber:innen eines
österreichischen Reifezeugnisses. Nach dem positiv erfolgten Votum
des Wissenschaftsausschusses Anfang Oktober 2025 ist damit ein
weiterer entscheidender Schritt zur Sicherung der
psychotherapeutischen Versorgung gesetzt.

„Mit dem gestrigen Beschluss bekennt sich der Nationalrat klar
zur Bedeutung psychischer Gesundheit und zu einer starken, qualitativ
hochwertigen Ausbildung in Österreich. Das ist ein wichtiges Signal –
für Studierende, für die Profession und vor allem für Patientinnen
und Patienten“, erklärt Barbara Haid, Präsidentin des ÖBVP.

Zwtl.: Versorgungssicherheit durch die Österreichquote

Die Österreich-Quote ist aus Sicht des Berufsverbands ein
zentrales Instrument, um die psychotherapeutische Versorgung in ganz
Österreich langfristig abzusichern. Sie trägt dem hohen Interesse am
neuen Studium Rechnung und sorgt zugleich dafür, dass die Ausbildung
vor allem jenen zugutekommt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit später
auch im österreichischen Gesundheitssystem tätig sein werden. „Die
Quote ist kein Zugangshindernis, sondern eine Maßnahme zur
Versorgungssicherung. Sie stellt sicher, dass die hohe
Studiennachfrage dort Wirkung zeigt, wo sie gebraucht wird – in
Österreichs Versorgungssystem“, erklärt Haid.

Zwtl.: Nächster Schritt: Fachausbildungsplätze und faire Finanzierung

Gleichzeitig betont der ÖBVP, dass nun die praktische
Fachausbildung in den Fokus rücken müsse. „Mit dem Studienbeschluss
ist die Basis gelegt – jetzt braucht es den konsequenten Ausbau der
Fachausbildungsplätze, etwa in Krankenhäusern, Ambulanzen und
Institutionen, sowie eine faire finanzielle Absicherung dieser
Ausbildungsphase. Unsere Ausbildungskandidat:innen leisten schon
jetzt einen wichtigen Beitrag in der Versorgung. Diese Ressource muss
endlich systematisch genutzt und unterstützt werden“, fordert Haid.

Der ÖBVP sieht in der breiten Zustimmung im Parlament ein starkes
Zeichen des politischen Willens: „Psychische Gesundheit ist kein
Randthema mehr. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Weg entschlossen
weiterzugehen“, schließt Haid.