Neun von zehn Unternehmen wollen ihre digitale Souveränität stärken

München (OTS) – Digitale Souveränität steht weit oben auf der Agenda
von Unternehmen
der DACH-Region: Laut einer aktuellen Studie von valantic und dem
Handelsblatt Research Institute (HRI) haben 90 Prozent der 1.000
befragten Entscheiderinnen und Entscheider bereits gehandelt oder
planen Maßnahmen zur Stärkung ihrer digitalen Unabhängigkeit. Ein
weiteres Ergebnis der C-Level-Befragung Digital Excellence Outlook
2026 : Organisationen mit einem hohen Reifegrad beim Einsatz von
Künstlicher Intelligenz gehen das Thema Digitale Souveränität
besonders entschlossen an.

Aktuelle geopolitische Konflikte und das angespannte Verhältnis
zwischen Europa und der US-Administration haben vielen
Verantwortlichen zuletzt vor Augen geführt, welche Risiken entstehen
können, wenn kritische Daten, Plattformen und Technologien
überwiegend in der Hand weniger außereuropäischer Akteure liegen.
Digitale Souveränität gewinnt rasant an strategischer Bedeutung – ein
Trend, den die gemeinsame Studie von valantic und HRI mit Blick auf
Einstellungen und Maßnahmen europäischer Unternehmen klar bestätigt.

Die Studienergebnisse zeigen: Der Großteil der Unternehmen im
DACH-Raum hat nicht nur die Dringlichkeit erkannt, sondern ist
bereits aktiv geworden. Die deutliche Mehrheit der befragten
Entscheiderinnen und Entscheider berichtet, dass in ihren
Organisationen konkrete Schritte zur Erhöhung der digitalen
Unabhängigkeit entweder bereits realisiert wurden oder derzeit in
Umsetzung oder Planung sind. Lediglich einer von zehn Teilnehmenden
gibt an, weder Maßnahmen ergriffen zu haben noch entsprechende
Initiativen zu sondieren. Ein klares Signal dafür, dass Nichtstun in
Fragen der digitalen Souveränität zur Ausnahme geworden ist.

Wie Unternehmen ihre digitale Souveränität konkret stärken

DACH-Unternehmen verfolgen digitale Souveränität darüber hinaus
in vielen Fällen nicht mit Einzelmaßnahmen, sondern mit einem ganzen
Bündel strategischer und operativer Initiativen. Der Handlungsdruck
wird offenbar als groß empfunden: Fast zwei Drittel der Befragten
erachten ihre digitale Abhängigkeit als kritisch für die künftige
Wettbewerbsfähigkeit.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, setzen die Unternehmen vor
allem an zentralen Daten- und Infrastrukturhebeln an: Rund zwei von
drei Unternehmen verfolgen bereits aktiv Konzepte der
unternehmensweiten Datenklassifizierung und Residency-Policies. Dabei
hat knapp ein Drittel diese Vorgaben schon vollständig etabliert (
29,0 Prozent), während gut ein weiteres Drittel (38,3 Prozent)
aktuell an der Umsetzung arbeitet.

Hinsichtlich der Infrastruktur haben 69 Prozent einen klaren
Fokus auf EU-Datenresidenz und -lokation für Primärspeicher und
Backups gelegt, das heißt, entsprechende Konzepte wurden bereits
eingeführt oder befinden sich in der Umsetzung. Ein ähnlich hoher
Anteil nutzt EU-basierte Alternativen und Sovereign-Cloud-Angebote
oder führt diese derzeit ein (66,2 Prozent).

Parallel dazu setzen immer mehr Unternehmen auf eigene Key-
Management-Systeme und BYOK-Konzepte (Bring Your Own Key). 28,3
Prozent haben entsprechende Modelle längst umgesetzt, weitere 36,5
Prozent befinden sich in der Einführung. Es zeigt sich: Wo Daten
liegen, unter welcher Jurisdiktion sie verarbeitet werden und wie
technologische Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern
reduziert werden können, ist für die Befragten insgesamt von
wachsender Bedeutung.

KI-Vorreiter treiben digitale Souveränität besonders entschlossen
voran

Unternehmen mit einem hohen KI-Reifegrad* blicken der Studie
zufolge besonders kritisch auf ihre Abhängigkeit von
außereuropäischen Cloud-, Daten- und KI-Anbietern – und ziehen daraus
auch deutlichere Konsequenzen als der Rest. Während bei Unternehmen
mit niedrigem KI-Reifegrad nur rund ein Drittel die eigene
Abhängigkeit als hoch einschätzt (35 Prozent), sind es bei den KI-
Vorreitern fast zwei Drittel (65 Prozent).

Dieses Bewusstsein übersetzt sich in entschlossenes Handeln: Der
Umsetzungsgrad bei Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Souveränität
ist bei den KI-Vorreitern deutlich höher ausgeprägt als bei den
übrigen Befragten. Im Mittelpunkt stehen vor allem aktive
Investitionen in eigene Daten- und KI-Infrastrukturen in Europa sowie
Kooperationen mit europäischen Technologie- und Cloud-Anbietern;
Beteiligungen an nationalen oder europäischen Initiativen ergänzen
diesen Ansatz.

„Die Steigerung der digitalen Souveränität steht weit oben auf
der Management-Agenda der DACH-Unternehmen“, sagt Laurenz Kirchner,
Managing Director und Leiter der AI Practice bei valantic. „Gerade
vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und der starken Rolle
außereuropäischer Cloud- und KI-Anbieter wächst der Druck,
Abhängigkeiten aktiv zu steuern. Besonders die KI-Vorreiter senden
ein klares Signal: Wer früh in KI investiert hat, beschäftigt sich
heute sehr bewusst mit Fragen der Kontrolle über Daten, Infrastruktur
und Verschlüsselungstechnologien – und leitet daraus konkrete
Investitionsentscheidungen ab.“

Zum Studiendesign:

Die Ergebnisse des Digital Excellence Outlook 2026 basieren auf
einer quantitativen und qualitativen Befragung. In quantitativer
Hinsicht wurden 1.000 Unternehmensentscheiderinnen und -entscheider
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) befragt,
die mehr als 100 Beschäftigte haben, wobei ein Drittel mehr als 1.000
Beschäftigte aufweist. Ungefähr elf Prozent der befragten Unternehmen
haben mehr als 5.000 Beschäftigte. Die quantitative Befragung wurde
durch acht exklusive Tiefeninterviews mit Führungskräften aus
internationalen Unternehmen ergänzt – darunter Konzerne aus DAX, MDAX
und SMI.

Im Schwerpunkt handelt es sich bei den Befragten um C-Level-
Manager. Der Fokus liegt auf den Branchen Automotive, Pharma, Handel,
Produktion, Telekommunikation, Logistik sowie Versorgungsunternehmen
(Strom, Gas und Wasser).

*Um die KI-Reife der Unternehmen zu ermitteln, wurden die
Befragten um eine Selbsteinschätzung gebeten: Eine hohe KI-Reife
wurde dadurch gekennzeichnet, dass Unternehmen die KI-Transformation
bereits ausdrücklich in ihrer Geschäftsstrategie verankert und in der
eigenen Organisation umfassende Kompetenzen zum Einsatz von KI
aufgebaut haben.

Hier geht’s zur kostenlosen Ansicht des vollständigen
Studienreports: “ AI at Scale: Die Studie im Überblick – Digital
Excellence Outlook 2026

Über valantic

valantic zählt zu den am schnellsten wachsenden Digital
Consulting-, Solutions- und Software-Gesellschaften am Markt. Über
500 Blue Chip Kunden vertrauen bereits auf valantic – davon 33 von 40
DAX-Konzernen sowie eine Vielzahl internationaler Marktführer. Mit
mehr als 4.300 Digitalisierungs-Expertinnen und -Experten ist
valantic in 20 Ländern weltweit vertreten und wird in 2026(e)
voraussichtlich einen Umsatz von 650 Mio. Euro erwirtschaften.

Etwa 2.000 erfolgreiche Digitalisierungsprojekte in den letzten
fünf Jahren haben gezeigt, dass die Expertinnen und Experten von
valantic die Herausforderungen ihrer Kunden genaustens verstehen. Von
der Strategie bis zur handfesten Umsetzung verfügen diese über die
notwendige Expertise, Projekte von Anfang bis Ende zu begleiten und
erfolgreich zu machen. Dabei verbinden sie technologische Kompetenz
mit Branchenkenntnis und Menschlichkeit.

valantic berät Unternehmen zu allen Herausforderungen der
Digitalen Transformation, hilft diesen, ihre Corporate Performance
besser zu managen und die Potenziale von Daten und Künstlicher
Intelligenz zu heben. Darüber hinaus unterstützt valantic seine
Kunden dabei, die Customer Experience optimal zu gestalten,
Kerntechnologien der Digitalisierung gewinnbringend einzusetzen und
Unternehmensprozesse durchgängig zu optimieren. www.valantic.com/de

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