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Neue Studie: Wo Künstliche Intelligenz Österreichs Wettbewerbsfähigkeit am stärksten steigern kann

Wien (OTS) – – Studie von Economica und Microsoft Österreich
identifiziert die
Sektoren, Berufe und Tätigkeiten mit dem größten Beitrag zur Hebung
des KI-Potenzials in Österreich

– Die größten Hebel liegen in Industrie, Handel, Finanz- und
Versicherungswesen sowie freiberuflichen und technischen
Dienstleistungen

– Auch im öffentlichen Sektor bestehen erhebliche Potenziale,
insbesondere in Verwaltung, Bildung sowie Gesundheits- und
Sozialwesen

– Künstliche Intelligenz kann die Bruttowertschöpfung in Österreich
um bis zu 18 Prozent steigern

Wie kann Österreich das wirtschaftliche Potenzial von Künstlicher
Intelligenz am wirkungsvollsten nutzen? Dieser Frage geht eine neue
Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica im Auftrag von
Microsoft Österreich nach. Die Analyse zeigt, in welchen Sektoren,
Berufen und Tätigkeiten der Einsatz von KI den größten Beitrag zu
Produktivität, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit leisten kann.
Die Ergebnisse wurden heute von Alexander Pröll, Staatssekretär für
Digitalisierung, Christian Helmenstein, Chefökonom der
Industriellenvereinigung und Economica-Leiter, und Hermann Erlach,
General Manager von Microsoft Österreich, vorgestellt.

Die neue Analyse baut auf den Ergebnissen der Economica-Studie
aus dem Jahr 2024 auf, wonach Künstliche Intelligenz die
Bruttowertschöpfung in Österreich um bis zu 18 Prozent steigern kann.
Das entspricht einem zusätzlichen Wertschöpfungspotenzial von rund 72
Milliarden Euro beziehungsweise einer Entlastung von bis zu 2,24
Milliarden Arbeitsstunden. Die aktuelle Untersuchung zeigt nun, wo
die größten Hebel liegen, um dieses Potenzial tatsächlich zu
realisieren.

Zwtl.: Schlüsselbereiche mit größter Hebelwirkung

Die Studie zeigt, dass sich das gesamtwirtschaftliche KI-
Potenzial nicht gleichmäßig über die österreichische Wirtschaft
verteilt. Besonders große Hebel liegen dort, wo wirtschaftliche
Bedeutung und technologisches Potenzial zusammentreffen. Vier
Wirtschaftsbereiche stehen gemeinsam für 54,9 Prozent des gesamten KI
-Potenzials in Österreich: die Herstellung von Waren (Industrie), der
Handel, das Finanz- und Versicherungswesen sowie freiberufliche und
technische Dienstleistungen. Den größten Einzelbeitrag leistet die
Industrie mit einem Potenzial von 19,8 Milliarden Euro, gefolgt vom
Handel mit 9 Milliarden Euro.

Auch bei den Berufen zeigt sich eine klare Konzentration.
Akademische Berufe, Technikerinnen und Techniker sowie
Handwerksberufe vereinen zusammen 58,4 Prozent des gesamten KI-
Potenzials. Ihr gemeinsamer möglicher Wertschöpfungsbeitrag liegt bei
rund 42 Milliarden Euro. Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass
KI keine Nischentechnologie ist, sondern eine Basistechnologie, deren
Potenzial sich über weite Teile der Wirtschaft erstreckt. Um die
Chancen umfassend zu nutzen, braucht es sowohl breit einsetzbare
Anwendungen für Aufgaben wie Dokumentation, Analyse und
Informationsverarbeitung als auch spezialisierte Lösungen für
branchenspezifische Anwendungsfelder.

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich Österreichs KI-Potenzial auf
einige besonders relevante Hebel konzentriert. Gleichzeitig wird
deutlich, dass die Ausschöpfung dieses Potenzials sowohl breit
einsetzbare Anwendungen als auch spezialisierte Lösungen für einzelne
Branchen und Berufe erfordert. Standardisierte Anwendungen können
große Effizienzgewinne ermöglichen, während spezialisierte
Tätigkeiten maßgeschneiderte Ansätze benötigen“, sagt Christian
Helmenstein, Leiter von Economica.

Zwtl.: Hohe Potenziale auch für den öffentlichen Sektor

Besondere Bedeutung misst die Studie auch jenen Bereichen zu, die
bereits heute unter strukturellem Anpassungsdruck stehen. Dazu zählen
neben Industrie, Bau, Handel und Verkehr insbesondere Teile des
öffentlichen Sektors. Öffentliche Verwaltung, Bildung sowie
Gesundheits- und Sozialwesen stehen gemeinsam für 19,4 Prozent der
österreichischen Wirtschaftsleistung und beschäftigen 25,1 Prozent
aller Erwerbstätigen. Gerade dort, wo Fachkräftemangel,
demografischer Wandel und steigende Anforderungen zusammentreffen,
besteht laut Studie erhebliches Potenzial für den gezielten Einsatz
von KI.

EU-weite Erhebungen zeigen zudem, dass österreichische
Unternehmen KI bereits häufiger einsetzen als der EU-Durchschnitt.
Gleichzeitig bleibt das Nutzungsniveau ausbaufähig. Der heutige
Einsatz konzentriert sich vor allem auf text- und sprachbasierte
Anwendungen, während Bildverarbeitung, Deep Learning oder autonome
Systeme bislang nur begrenzt genutzt werden.

Diese Einschätzung wird auch durch den aktuellen AI Diffusion
Index des Microsoft AI Economy Institute gestützt. Demnach liegt
Österreich mit einer KI-Nutzungsrate von 34,1 Prozent der
erwerbstätigen Bevölkerung weltweit auf Rang 18 und zählt damit
bereits heute zu den führenden KI-Märkten weltweit. Der nächste
Schritt besteht nun darin, diese solide Ausgangsbasis stärker in
konkrete Wertschöpfung und produktive Anwendungen zu überführen.

Zwtl.: Umsetzung braucht Infrastruktur, Kompetenzen und Vertrauen

„Künstliche Intelligenz ist die größte Disruption unserer Zeit
und bietet enorme Chancen für den Wirtschaftsstandort Österreich. Die
Studie zeigt, dass wir gute Voraussetzungen haben, um dieses
Potenzial zu nutzen. Entscheidend wird sein, KI breit in Wirtschaft
und Gesellschaft zur Anwendung zu bringen, Innovation zu fördern und
gleichzeitig die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. Wenn
Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Hand gemeinsam an einem
Strang ziehen, kann Künstliche Intelligenz einen wichtigen Beitrag zu
Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in Österreich leisten.
Das muss unser gemeinsames Ziel sein”, sagt Alexander Pröll,
Staatssekretär für Digitalisierung.

Für die erfolgreiche Nutzung von KI braucht es laut Studie klare
regulatorische Leitplanken, Investitionen in digitale Infrastruktur,
gezielte Qualifizierung sowie eine koordinierte Umsetzung in
Wirtschaft und Gesellschaft. Der Fokus sollte dabei weniger auf der
Technologie selbst als auf ihrer Anwendung in Prozessen,
Wertschöpfung und Entscheidungsfindung liegen.

„Österreich hat die Chance, zu den führenden KI-Standorten
Europas zu gehören. Die Studie zeigt, wo die größten Potenziale
liegen: in den Stärken unserer Wirtschaft, von der Industrie über den
Mittelstand bis hin zu wissensintensiven Dienstleistungen und dem
öffentlichen Sektor. Jetzt gilt es, technologisches Potenzial in
konkrete Wertschöpfung zu übersetzen. Dafür braucht es Investitionen
in digitale Infrastruktur, Qualifizierung und die konsequente
Umsetzung von KI in Unternehmen und Organisationen. So stärken wir
die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig“, sagt Hermann
Erlach, General Manager Microsoft Österreich.

Microsoft engagiert sich gemeinsam mit Partnern für die
Weiterentwicklung des KI-Standorts Österreich. Die
Rechenzentrumsregion rund um Wien schafft die Grundlage für
leistungsfähige digitale Infrastruktur. Die AI Innovation Factory in
Wien fördert Wissenstransfer, Innovation und Zusammenarbeit im
österreichischen KI-Ökosystem. Ergänzt wird dies durch Initiativen
zum Aufbau digitaler Kompetenzen, die Unternehmen und Menschen dabei
unterstützen, die Chancen von Künstlicher Intelligenz erfolgreich zu
nutzen.

Titelfoto v.l.n.r.: Hermann Erlach (General Manager, Microsoft
Österreich), Alexander Pröll (Staatssekretär für Digitalisierung) und
Christian Helmenstein (Chefökonom der Industriellenvereinigung und
Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica)

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