Baierbrunn (OTS) – Ab 40 beschleicht so manchen ein mulmiges Gefühl:
Die Jugend hinter
sich, das Alter vor sich – wie werden die kommenden Jahre verlaufen?
Wird man gesund und fit bleiben? Werden sich die kleineren und
größeren Lebensstilsünden rächen? Die gute Nachricht: Es lohnt sich
auch in der Lebensmitte noch, seine Gewohnheiten zu ändern und so die
Lebenserwartung deutlich zu steigern. Bis zu 24 zusätzliche
Lebensjahre sind möglich – das zeigt eine große amerikanische Studie
aus dem Jahr 2023. Von welchen Veränderungen man auch in
fortgeschrittenem Alter profitiert, erklärt das Gesundheitsmagazin
„Apotheken Umschau“ .
Rauchstopp: Wer aufhört, spürt rasch positive Veränderungen.
Bereits nach wenigen Stunden sinkt die Kohlenmonoxid-Konzentration im
Blut, der Körper wird wieder besser mit Sauerstoff versorgt . Nach
etwa zwei bis zwölf Wochen bessert sich die Lungenfunktion messbar,
auch die Durchblutung in Armen und Beinen verbessert sich.
Langfristig zeigt sich der Nutzen des Rauchstopps besonders deutlich:
Wer mehr als drei Jahre rauchfrei bleibt, gewinnt im Schnitt bereits
rund fünf Lebensjahre. Sind es zehn Jahre oder mehr ohne Rauchen,
erreicht man wieder eine Lebenserwartung, die der von
Nichtraucherinnen und Nichtrauchern nahekommt.
Mehr Bewegung: Wer regelmäßig aktiv ist, gewinnt im Schnitt rund
4,6 zusätzliche Lebensjahre , so das Ergebnis der erwähnten US-
Studie. 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche
empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) . Gut zu wissen:
Bewegung muss nichts mit Leistungssport zu tun haben. Es reicht oft
schon, den Alltag aktiver zu gestalten: zu Fuß oder mit dem Fahrrad
zur Arbeit, die Treppe statt den Aufzug nehmen. Auch Gartenarbeit ist
effektiv, trainiert Kraft und Ausdauer und regt gleichzeitig die
Sinne und den Geist an.
Stressabbau: Ein Spaziergang tut nicht nur dem Körper gut,
sondern auch dem Kopf. Der Blutdruck sinkt, man atmet mehr Sauerstoff
ein. Und vor allem schafft man es, die Gedanken schweifen zu lassen
und zur Ruhe zu kommen. Gegen Stress hilft aber auch bewusstes
Nichtstun . Fünf bis zehn Minuten einfach nur aus dem Fenster
schauen, das kann schon reichen. Auch Yoga oder Meditation helfen
beim Abschalten.
Guter Schlaf: Mit weniger Stress sind auch die Nächte erholsamer.
Tatsächlich leben Menschen, die regelmäßig sieben bis neun Stunden
pro Nacht schlafen, im Schnitt fast zwei Jahre länger als Menschen,
die dauerhaft schlecht schlafen. Im Schlaf erholt sich der Körper.
Gleichzeitig werden Abfallstoffe abgebaut , die sich im Laufe des
Tages in den Zellen ansammeln.
Gesunde Ernährung: Hier ist der positive Effekt am
beeindruckendsten. Eine internationale Studie aus dem Jahr 2025,
veröffentlicht im Fachblatt Nature Medicine, zeigt: Menschen, die in
der Lebensmitte ihre Ernährung umstellen, können im besten Fall bis
zu zehn Jahre länger leben . Die Zauberformel: mehr Gemüse, Vollkorn,
Hülsenfrüchte und Nüsse, dafür auf Zucker, stark verarbeitete
Lebensmittel und rotes Fleisch weitgehend verzichten.
Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung
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