Krypto-Barometer

Baden (OTS) – Bitcoin, Ethereum und Co.: Nur digitale Spielereien
oder die Zukunft
des Finanzsystems? Kryptowährungen polarisieren wie kaum ein anderes
Zahlungsmittel. Das zeigt die erste Ausgabe des Krypto-Barometers des
digitalen Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent. Während
die einen auf dezentrale Freiheit setzen, warnen die anderen vor
Risiken und Instabilität.

Zwtl.: Zentrale Erkenntnisse:

Hypothetisches Investment – (Beton-)Gold vor Kryptos : Im Schnitt
würden nur 9,1% eines Investment-Budgets von 1 Mio. Ꞓ in
Kryptowährungen fließen. Immobilien (40,1%) und Gold (24,1%) wären
die bevorzugten Anlageformen.

Einstellung zu Kryptowährungen : Lediglich 26,1% stehen
Kryptowährungen positiv gegenüber, 40,5% negativ. Gut 3 von 10
empfinden Bitcoin und Co. als vertrauens-würdig (34,3%). Männer und
jüngere Befragte zeigen sich deutlich offener.

Wissensstand : Die Mehrheit der Österreicher*innen schätzt ihr
Wissen über Kryptos als (eher) schlecht ein (68,2%). Am besten
informiert fühlen sich Männer, Jüngere und Personen mit
überdurchschnittlich guter finanzieller Situation.

Investitionsbereitschaft : 43,3% können sich vorstellen, in
Kryptowährungen zu investieren. Am höchsten ist die
Investitionsbereitschaft bei Männern (53,4%) und Befragten aus der
GenZ (62,5%).

Platzhirsch Bitcoin : Die mit Abstand bekannteste Kryptowährung
ist Bitcoin (82,7%). Dahinter folgen Ethereum (31,5%), Dogecoin (18,6
%) und Litecoin (17,6%).

Wahrnehmung von Kryptowährungen : Gut zwei Drittel sehen ein
hohes Risiko aufgrund von Kursschwankungen (67,2%), jeweils 6 von 10
befürchten Betrug/ Cyberkriminalität (60,5%) bzw. Sicherheitsrisiken
bei Verlust von Zugangsdaten (60,0%). 43,5% nehmen mehr
Unabhängigkeit wahr, da Kryptos ohne Banken funktionieren. Rund jede*
r Vierte glaubt, dass sie sich langfristig als Zahlungsmethode
durchsetzen werden (26,9%).

Nachteile überwiegen : Für rund die Hälfte überwiegen die
Nachteile von Kryptowährungen (47,2%), nur 22,8% sehen mehr Vorteile.
Die restlichen 29,9% halten Vor- und Nachteile für ausgeglichen.

Kryptowährungen bleiben in Österreich ein heiß diskutiertes Thema
– zwischen Aufbruchsstimmung bei Jüngeren und deutlicher Skepsis in
der Gesamtbevölkerung. Das aktuelle Krypto-Barometer von Marketagent,
das auf Daten von mehr als 2.000 Befragten basiert, zeigt: Bitcoin &
Co. sind zwar weithin bekannt und für viele eine denkbare Anlageform,
doch Vertrauen und Wissen halten mit der medialen Aufmerksamkeit
nicht Schritt.

Zwtl.: Immobilien und Gold klar vor Krypto

Wenn die Österreicher*innen über ein hypothetisches Investment-
Budget von einer Million Euro verfügen könnten, würden im Schnitt nur
9,1 Prozent davon in Kryptowährungen fließen. 42% der Befragten
würden nicht einmal einen einzigen Cent in Bitcoin und Co.
investieren. Weit höher im Kurs stehen dagegen traditionelle
Anlageformen: Immobilien sowie Gold und Edelmetalle sind die klaren
Favoriten.

Zwtl.: Haltung: Bei Mehrheit überwiegt Misstrauen

Nur gut ein Viertel (26%) der Befragten steht Kryptowährungen
sehr oder eher positiv gegenüber, während 41% eine ablehnende Haltung
zeigen. Auch beim Vertrauen herrscht Zurückhaltung: Gerade einmal 34%
empfinden Bitcoin & Co. als vertrauenswürdig. Auffällig ist ein
Generationen- und Geschlechtergefälle: Männer sowie jüngere
Generationen (Gen Z und Millennials) zeigen sich deutlich
aufgeschlossener.

Zwtl.: Bitcoin ist Platzhirsch

Die mit Abstand bekannteste Kryptowährung bleibt Bitcoin (83%).
Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Ethereum (32%), Dogecoin (19%)
und Litecoin (18%).

Zwtl.: Große Wissensdefizite und zurückhaltende
Investitionsbereitschaft

Die Mehrheit Österreicherinnen und Österreicher fühlt sich im
Umgang mit Kryptowährungen unsicher. 68% schätzen ihr Wissen als sehr
oder eher schlecht ein. Am besten informiert sind Männer, jüngere
Befragte sowie Personen mit überdurchschnittlichen finanziellen
Mitteln. Trotz Skepsis können sich 43% grundsätzlich vorstellen, in
Kryptowährungen zu investieren. Am höchsten ist die
Investitionsbereitschaft bei Männern (53%) und in der Generation Z (
63%).

Zwtl.: Risiken im Fokus

Die Zurückhaltung beim Investment überrascht angesichts der
zahlreichen mit Kryptos in Verbindung gebrachten Gefahren wenig: Zwei
Drittel der Befragten (67%) sehen Kryptowährungen als risikoreich
aufgrund starker Kursschwankungen. 61% befürchten Betrug oder
Cyberkriminalität, ähnlich viele (60%) verweisen auf
Sicherheitsrisiken beim Verlust von Zugangsdaten. Auf der positiven
Seite erkennen 44% eine größere Unabhängigkeit, da Kryptos ohne
Banken funktionieren. Allerdings glaubt nur rund ein Viertel (27%),
dass sie sich langfristig als Zahlungsmittel etablieren werden.

Zwtl.: Fazit: Skepsis überwiegt

In der Gesamtbewertung überwiegt die Skepsis: 47% der heimischen
Befragten sehen bei Bitcoin und Co. alles in allem mehr Nachteile als
Vorteile, nur 23% erkennen überwiegend Vorteile. Knapp ein Drittel (
30%) hält das Verhältnis für ausgeglichen.

„ Kryptowährungen sind in Österreich angekommen – aber eher als
Gesprächsthema, denn als vertrauenswürdige Anlageform. Vor allem
jüngere Zielgruppen treiben das Interesse, die große Masse bleibt
skeptisch. Von einer breiten Akzeptanz als Anlage- oder
Zahlungsmittel sind Bitcoin und Co. hierzulande noch weit entfernt “,
so das Fazit von Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von
Marketagent.