Happy Birthday, Johann Strauss! Höhepunkt des ORF-Jahresschwerpunkts zum 200. Geburtstag des Walzerkönigs (OTS Teil 2)

Wien (OTS) – Am Samstag, den 25. Oktober 2025 jährt sich der
Geburtstag von Johann
Strauss zum 200. Mal. Aus diesem Anlass widmet Ö1 dem „Walzerkönig“
einen Thementag – u. a. mit der nachmittäglichen Live-Spezialsendung
„Strauss 200“ inklusive Liveübertragung des „Johann Strauss
Geburtstagskonzerts“ aus dem Wiener Musikverein.

Erste Strauss-Bezüge gibt es im „Pasticcio“ (8.15 Uhr),
anschließend ist in den „Hörbildern“ (9.05 Uhr) das Feature „Wien um
1900. Oder: die notwendige Fröhlichkeit des Johann Strauss“ zu hören,
das aus Musik, Originaltönen und Spielszenen – der Dramaturgie des
Donauwalzers folgend – das Kaleidoskop einer Epoche baut. Einer
Epoche, die ihre Traurigkeit hinter Leichtsinn und ihre Sterbensangst
hinter reger Geschäftigkeit verbarg. Der „Ö1 Klassik-Treffpunkt“ (
10.05 Uhr) würdigt live aus dem RadioCafe im RadioKulturhaus in Wien
den Jahresregenten. Zu Gast bei Helene Breisach sind Michael Dangl,
der einen Roman über den „Walzermacher“ veröffentlicht hat, Theater
an der Wien Intendant Stefan Herheim, von dessen „Fledermaus“-
Inszenierung am Vorabend des Strauss-Geburtstages die Dernière
stattfindet, die Sopranistin Nikola Hillebrand, die am selben Tag im
Geburtstags-Galakonzert der Wiener Philharmoniker im Wiener
Musikverein auftreten wird, und der Dirigent Alexander Joel, der am
Abend die Premiere der Neuinszenierung der Operette „Eine Nacht in
Venedig“ an der Wiener Volksoper dirigiert – beide Konzerte überträgt
Ö1 live. „Paralipomena und Johann Strauss“ ist Thema von „Le week-
end“ (13.00 Uhr) – zu hören ist ein radiophones Postskriptum mit
Johann Strauss in Kubricks Weltall und im Wilden Westen in Michael
Ciminos Opus magnum „Heaven‘s Gate“.

Von 14.00 bis 19.00 Uhr sind die Ö1-Redakteurinnen Eva Teimel und
Marlene Nowotny Gastgeberinnen der Live-Spezialsendung „Strauss 200“
inklusive der Liveübertragung des „Johann Strauss
Geburtstagskonzerts“ aus dem Wiener Musikverein. Mit dem
„Donauwalzer“ und der „Fledermaus“ schrieb er Weltgeschichte. Seine
Kompositionen machten ihn zu einem Popstar seiner Zeit – mit all den
Begleiterscheinungen, die Popstars auch in der
Gegenwartsöffentlichkeit begleiten. Johann Strauss ist in der
Musikwelt ein Mythos, aber auch eine ambivalente Figur. Ob er, wie
oft behauptet, tatsächlich eines der größten Musikgenies des 19.
Jahrhunderts war, will „Strauss 200“ am Geburtstag des Komponisten
untersuchen und seine Strahlkraft in Musik, Tanz, Politik und
Wirtschaft bis in unsere Tage beleuchten, aber auch den Menschen
hinter dem Taktstock zeigen, der sich in einer Welt aus prunkvollen
Ballhäusern, glamourösem Gesellschaftsleben und musikalischen
Meisterwerken bewegte. Die Wiener Zeit um 1875 war ein nahezu
globaler Mythos. In Wien selbst war Johann Strauss für viele einfach
nur der „Schani“, ein verbreiteter Spitzname für Johann. Nicht nur
Freunde und Weggefährten nannten ihn so, auch das Wiener Publikum.
Strauss war eben populär und einer „von uns“, eine
Identifikationsfigur. In „Strauss 200“ werden Strauss-Kenner,
Künstler:innen und Musiker:innen seinen Einfluss auf Klassik, Tanz
und Popkultur beleuchten – heiter, überraschend und bewegend wie ein
Strauss-Walzer.

Eingebettet in die Spezialsendung „Strauss 200“ ist die
Liveübertragung des „Johann Strauss Geburtstagskonzertes“ aus dem
Wiener Musikverein ab 15.30 Uhr zu hören: Es spielen die Wiener
Philharmoniker unter dem Dirigat von Tugan Sokhiev, weiters wirken
Sopranistin Nikola Hillebrand und der Singverein der Gesellschaft der
Musikfreunde in Wien sowie Barbara Laister-Ebner an der Zither mit.
Auf dem Programm steht eine Auswahl seiner beliebtesten Werke, die in
dieser Abfolge schon einmal im Goldenen Saal zu hören war: beim
Geburtstagskonzert 1925 vor exakt 100 Jahren. Wobei sich unter das
historische Programm ein neues Werk mischt: die Uraufführung von
„Schani200“, einer launigen Hommage an das Geburtstagskind aus der
Feder von Georg Breinschmid.

Ab 19.00 Uhr überträgt Ö1 live aus der Volksoper Wien die
Premiere der Strauss-Operette „Eine Nacht in Venedig“. Unter der
musikalischen Leitung von Alexander Joel spielt das Orchester der
Volksoper Wien, u. a. wirken Lucian Krasznec (Guido, Herzog von
Urbino), Lauren Urquhart (Annina), David Kerber (Caramello), Juliette
Khalil (Ciboletta), Jakob Semotan (Pappacoda), Marco Di Sapia (
Bartolomeo Delaqua), Ulrike Steinsky (Barbara Delaqua), Nicolaus Hagg
(Stefano Barbaruccio), Ursula Pfitzner (Giorgio Testaccio), Martina
Dorak (Constantia Testaccio) und der Chor der Volksoper Wien mit.

Die „Ö1 Jazznacht“ widmet sich ab 23.03 Uhr „Johann Strauss im
Jazz-Gewand“. Komponist und Arrangeur Mathias Rüegg verrät, welchen
Reiz der „Walzerkönig“ auf ihn und auf das Publikum ausübt und warum
sich seine Werke gut in jazziges Gewand kleiden lassen. Bereits im
Jahr 2000 spielte das von Rüegg geleitete Vienna Art Orchestra unter
dem Titel „All That Strauss“ in den legendären Wiener Sofiensälen
seine Bearbeitungen von Strauss‘ Werken. 25 Jahre danach brachte die
big.mdw.band, die Bigband der Wiener Musikuniversität, einen Teil
dieser Arrangements anlässlich des Jubeljahres wieder zur Aufführung.
Das Programm im Detail ist abrufbar unter
https://oe1.orf.at/johannstrauss .