Gaia-X: Souveräne Datennutzung für die Industrie wird Realität

Hannover/Wien (OTS) – Vertrauensvolle Datenräume sind kein
Zukunftskonzept mehr, sondern
werden in der industriellen Praxis Realität. Auf der Hannover Messe
2026 (24.–27. April) zeigte der Showcase des International
Manufacturing-X Council (IMXC), wie Unternehmen Daten sicher,
souverän und interoperabel für neue Geschäftsmodelle nutzen können.
Mit maßgeblicher Beteiligung des Gaia-X Hub Austria, des AIT Austrian
Institute of Technology, sowie der Digital Factory Vorarlberg wurde
eine Lösung demonstriert, die den praktischen Einsatz von Gaia-X-
Prinzipien im industriellen Umfeld demonstriert und damit neue
datengetriebene Geschäftsmodelle für eine resiliente und
wettbewerbsfähige Industrie ermöglicht.

Zwtl.: Souveräne Datenräume als Grundlage für Innovationen, effektive
künstliche Intelligenz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit

Industrieprozesse sind heute global verteilt, hochgradig vernetzt
und zunehmend datengetrieben. Gleichzeitig gelten industrielle Daten
als sensibel und geschäftskritisch. Der IMXC-Showcase demonstriert,
wie in souveränen Datenräumen Unternehmen Zugang zu neuen Daten
bekommen und gleichzeitig die Kontrolle über die eigenen Daten
nachhaltig sichergestellt werden kann, um damit neue Geschäftsmodelle
zu entwickeln.

Digitale Wertschöpfungsnetzwerke, die Daten entlang einer Liefer-
und Produktionskette integrieren – von der Fertigung über die Nutzung
bis hin zum Recycling – werden für Unternehmen zum bestimmenden
Wettbewerbsfaktor. Damit werden datenbasierte Optimierungen,
effektive KI-Lösungen und neue digitale Geschäftsmodelle möglich. Die
gezeigten Anwendungsfälle, Digitaler Produktpass (DPP),
Batterieentwicklung- und Benutzung, sowie Ski-Produktion und –
Wartung, verdeutlichen, wie durch eine souveräne Datenverwendung
unterschiedlicher Stakeholder in einer Wertschöpfungskette – auch
über Grenzen hinweg – über verfügbare Gaia-X Funktionen und Open
Source neue Geschäftsmodelle entstehen.

Zwtl.: Österreichischer Ski-Use-Case zeigt konkrete industrielle
Anwendung

Ein besonders anschauliches Beispiel ist ein österreichisches
Anwendungsbeispiel aus der Skiindustrie, das im Rahmen des IMXC-
Showcase auf der Messe präsentiert wurde: Ein digitaler Produktpass
bildet den gesamten Lebenszyklus eines Skis digital ab – von der
Produktion über Wartung und Nutzung bis hin zur Wiederverwertung.
Produktionsdaten, Serviceprozesse und Nutzungsinformationen werden
einfach und ohne großen Aufwand erfasst und für berechtigte Akteure
in einem Datenraum entlang der Wertschöpfungskette verfügbar gemacht.

Dadurch können bei der Wartung produktspezifische Parameter
automatisiert aus dem Produktpass abgerufen werden. Serviceprozesse
werden dadurch präziser, effizienter und ressourcenschonender,
während gleichzeitig eine durchgängige dokumentierte Produkthistorie
entsteht. Dadurch schafft der Digitale Produktpass die Grundlage für
neue datenbasierte Anwendungen, wie z.B. für den Ski-Verleih oder für
neue zirkuläre Geschäftsmodelle, bei denen Wiederverwendung und
Recycling von Produkten gezielt optimiert werden.

Zwtl.: Gaia-X Trust Framework: Vertrauensbasis für souveräne
Datenverwendung

Ein zentraler Baustein dieser Lösungen ist das von Gaia-X
entwickelte Trust Framework , das im Showcase praktisch umgesetzt
wurde. Dieses lässt sich vereinfacht als „Regelwerk für eine
vertrauensvolle und souveräne Datenverwendung“ in einem
Geschäftskontext verstehen. Es stellt sicher, dass:

– alle Teilnehmenden wie z.B. Unternehmen, Maschinen oder
Datenquellen eindeutig identifizierbar und autorisiert sind, um am
Datenraum teilzunehmen,

– klare überprüfbare Vereinbarungen für die Datennutzung gelten,

– die Datenverwendung nachvollziehbar, sicher und kontrolliert
erfolgt,

– geistiges Eigentum geschützt ist, und

– regulatorische Anforderungen automatisch mit geringsten Kosten
eingehalten werden.

Damit entsteht ein vertrauenswürdiger Geschäftsrahmen, in dem
Unternehmen Daten finden, beziehen aber auch teilen können, ohne die
Kontrolle darüber zu verlieren – eine Grundvoraussetzung für digitale
Souveränität und skalierbare industrielle Geschäftsmodelle.

Zwtl.: Österreichische Kompetenz als Teil einer europäischen Lösung

Die im Rahmen des IMXC-Showcase präsentierte Lösung zeigt
eindrucksvoll, dass Gaia-X-Technologien einsatzbereit sind und
bereits heute konkrete industrielle Anwendungen ermöglichen. Gaia-X
Hub Austria, AIT und Digital Factory Vorarlberg haben gemeinsam mit
der Plattform Industrie 4.0 Österreich essentielle Beiträge zur
Entwicklung dieser Lösung geleistet – von der technischen Architektur
bis hin zur Implementierung der Gaia-X Funktionen für die
Industrieanwendungsbeispiele. Damit positionieren sich die
österreichischen Partner als „Best Practice Austria Technologie- und
Umsetzungspartner“ für europäische Datenräume und digitale
Souveränitätslösungen.

Helmut Leopold , Chairman Gaia-X Hub Austria und Head of Center
for Digital Safety & Security, AIT: “ „Was wir auf der Hannover Messe
gezeigt haben, ist der nun erfolgte Schritt von der Gaia-X Vision zur
Umsetzung: Gaia-X funktioniert – und zwar im industriellen Maßstab.
Vertrauenswürdige Datenräume sind die Grundlage für neue
Wertschöpfungsmodelle, resiliente Lieferketten und eine
wettbewerbsfähige europäische Industrie. Österreich bringt dazu
wichtige digitale Technologiekompetenzen ein und gestaltet somit
diese wichtige Entwicklung für die EU-Industrie aktiv mit.“

Zwtl.: Gaia-X als Enabler für Europas digitale Souveränität

Der IMXC-Showcase unterstreicht, dass Europa mit Gaia-X über eine
funktionierende technologische Grundlage verfügt, um digitale
Souveränität in globalen Datenökosystemen sicherzustellen. Durch
standardisierte, interoperable und föderierte Datenräume können
Unternehmen:

– Daten über Organisationsgrenzen hinweg nutzen, datengetriebene
Innovationen entwickeln,

– regulatorische Anforderungen mit geringsten Kosten erfüllen,

– die Grundlage für effektive industrielle KI-Lösungen schaffen,

– und gleichzeitig ihre strategische Kontrolle über die Daten
behalten und sich somit auch international wettbewerbsfähig
positionieren.

Damit wird Gaia-X zu einem zentralen Baustein für eine
resiliente, nachhaltige und global wettbewerbsfähige europäische
Industrie.

Zwtl.: Über den IMXC-Showcase

Der IMXC-Showcase „Digital Value Creation Networks for
Manufacturing Competitiveness & Sustainability“ wurde für die
Hannover Messe 2026 von einem internationalen Partnernetzwerk
umgesetzt. Ziel ist es, die praktische Umsetzung von föderierten
Datenräumen, interoperablen Standards und vertrauensbasiertem
Datenaustausch im industriellen Kontext zu demonstrieren und
weiterzuentwickeln.

Weiterführende Informationen:

– IMX Council Meeting at Hanover Fair 2026: https://imxc.org/event/im
-x-council-meeting-at-cesmii-in-usa/

– Gaia-X Hub Austria: https://www.gaia-x.at/

– Digital Factory Vorarlberg: https://www.vactory.at/

– AIT Austrian Institute of Technology https://www.ait.ac.at

Zwtl.: Save the Date: Gaia-X Summit 2026 in Wien

Der Gaia-X Summit 2026 findet am 19. und 20. November in Wien
statt und wird in Zusammenarbeit mit der Gaia-X European Association
for Data and Cloud AISBL und dem Gaia-X Hub Austria, der vom AIT
Austrian Institute of Technology koordiniert wird, organisiert. Unter
dem Motto „Season 2.0 of Sovereign, Trusted AI & Data Ecosystems“
wird der Summit Themen wie u.a. den vertrauenswürdigen Datenzugang,
Wertschöpfung durch KI und kooperative digitale Ökosysteme in Europa
adressieren. Weitere Details: https://gaia-x.eu/event/gaia-x-summit-
2026/

Über das AIT