Wien (OTS) – Zur heute von der Statistik Austria veröffentlichten
Inflationsrate
von 3,2 Prozent für Juni erklärte FPÖ-Wirtschaftssprecherin NAbg.
Barbara Kolm: „Es ist erfreulich, dass die Inflation gegenüber Mai
von 3,7 auf 3,2 Prozent zurückgegangen ist. Jede Entlastung ist gut
für die Bürger! Allerdings sollten wir uns nicht von einer
Momentaufnahme täuschen lassen. Der Rückgang um wenige Zehntelprozent
ist vor allem auf den geringeren Preisauftrieb bei Treibstoffen und
Heizöl zurückzuführen. Die eigentlichen strukturellen Probleme des
Wirtschaftsstandorts Österreich bestehen mangels Reformen unverändert
fort und jede Inflationsrate ist eine stille Enteignung der Bürger.“
Besonders zu beachten sei, dass Dienstleistungen weiterhin
deutlich über dem allgemeinen Preisniveau lägen und damit der
stärkste Inflationstreiber blieben. Die Preise für Gastronomie- und
Beherbergungsdienstleistungen sowie Gesundheitsdienstleistungen seien
erneut überdurchschnittlich gestiegen. „Gerade im
Dienstleistungsbereich zeigt sich, wie stark hohe Lohnnebenkosten,
Abgaben, Bürokratie und regulatorische Belastungen auf die
Preisentwicklung durchschlagen. Während sich internationale
Energiepreise wieder entspannen können, bleiben hausgemachte
Standortnachteile bestehen und werden letztlich an Konsumenten und
Unternehmen weitergegeben“, so Kolm.
Die aktuelle Entwicklung bestätige, dass staatliche Eingriffe,
Förderprogramme und kurzfristige Klein-Klein-Entlastungsmaßnahmen
keine dauerhafte Antwort auf Inflation seien. „Inflation nachhaltig
zu bekämpfen, bedeutet nicht, Symptome zu verwalten, sondern Ursachen
zu beseitigen. Es kann nicht sein, dass in Österreich die
hausgemachte Inflation durch wirtschaftliche Stagnation ‚bekämpft‘
wird! Österreichs Standort braucht endlich eine spürbare Senkung der
Steuer- und Abgabenlast, weniger Bürokratie, mehr freien Wettbewerb
und bessere Rahmenbedingungen für Leistung, Investitionen und
Unternehmertum. Nur eine produktivere Wirtschaft kann Kaufkraft und
Sozialstaat dauerhaft sichern“, sagte die FPÖ-Wirtschaftssprecherin.
Kolm verwies darauf, dass die Kerninflation weiterhin über der
Gesamtinflation liege und damit der binnenwirtschaftliche Preisdruck
nach wie vor hoch sei. Dies sei ein Warnsignal dafür, dass
Österreichs Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt werden müsse. „Die
gute Nachricht lautet: Die Inflation ist etwas gesunken. Die
eigentliche Botschaft an die schwarz-rot-pink Regierung lautet aber
jedoch: Österreich hat seine strukturellen Kostenprobleme nicht
gelöst. Die privatwirtschaftliche Dynamik lässt immer mehr nach, die
Produktivität ist auf das Niveau von 2006 gefallen, die
Staatsschulden steigen, immer mehr Österreicher können ihren
gewohnten Lebensstandard nicht mehr halten. Österreich braucht ein
neues Freiheitsdenken in der Politik: Entlastung statt immer neue und
höhere Steuern und Abgaben“, betonte Kolm.


