Wien, am 13.September (OTS) – Knapp 500 Menschen demonstrierten heute
gegen den Lobautunnel. Im
Zeichen einer nachhaltigen Mobilitätswende radelten die Demonstrant*
innen vom Praterstern zum Nationalparkhaus Lobau. “Wir haben heute
mal wieder gezeigt, wie viele Menschen bereit sind, sich gegen das
Monsterprojekt Lobautunnel einzusetzen!”, freut sich Nora Haidowatz,
Sprecherin von LobauBleibt, über die rege Teilnahme.
Der geplante Lobautunnel ist ein Sinnbild für all das, was in der
Klima- und Sozialpolitik schief läuft. “Österreich verfehlt seine
Klimaziele meilenweit, in der Sozialpolitik wird gespart, aber für
Betonprojekte stehen Milliarden zur Verfügung. Die heutige
Demonstration zeigt: Menschen fordern von der Politik eine klare
Verantwortungsübernahme im Angesicht der Klimakrise”, bekräftigt
Stefan Holly, Sprecher von LobauBleibt.
GLOBAL 2000: Soziale und klimafreundliche Lösungen
“Was es jetzt braucht sind schnelle und klimafreundliche Lösungen
für die Menschen vor Ort. Statt einem jahrelangen Tunnelbau unter
einem Naturschutzgebiet muss der öffentliche Verkehr ausgebaut
werden. Das ist schneller, kostengünstiger und sozial gerechter – und
die einzige Maßnahme, die in Zeiten der Klimakrise sinnvoll ist”,
betont Hannah Keller, Klima-Sprecherin von GLOBAL 2000.
LobauBleibt wird weiter protestieren
Sollte die Absage des Tunnels aufgehoben werden, kündigt
LobauBleibt weitere Proteste an. Die klimapolitischen Konsequenzen
des Lobautunnels sind ausreichend belegt. Alternativen liegen längst
am Tisch. “Ein Ja zu einer Lobau-Autobahn ist ein Nein zur
Verkehrswende. Währenddessen stopft sich die Baubranche die Taschen
voll. Das werden wir nicht zulassen!”, erklärt Jutta Matysek von der
Bürgerinitiative (BI) Rettet die Lobau entrüstet.
Die Forderungen werden von einem breiten Bündnis unterstützt.
Darunter: GLOBAL 2000, Greenpeace, Fridays for Future, System Change,
Raddlobby, Radeln for Future, BI Rettet die Lobau, Lobau Forum,
VIRUS, Extinction Rebellion und Parents for Future.
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