Wien (OTS) – Wien, 21.1.26 – Die Wiener Landesbetriebsverordnung
schreibt seit
1.1.2025 vor, dass alle neue zugelassenen Taxis elektrisch sein
müssen. Die Zahl der vollelektrischen Taxis hat sich nun innerhalb
eines Jahres von 229 auf 655 fast verdreifacht.
Insgesamt sind in Wien 8.175 Fahrzeuge als Taxis angemeldet. Zwei
Drittel davon (5.293 Fahrzeuge) haben einen umweltfreundlichen Hybrid
-Antrieb, acht Prozent einen reinen Elektro-Antrieb. Somit setzen
fast drei Viertel der Taxiunternehmen auf alternative Antriebe.
„Die Zahl der vollelektrischen Taxis wird in den nächsten Jahren
kontinuierlich steigen, denn jedes Jahr werden mehrere Hundert ältere
Fahrzeuge außer Dienst gestellt und durch neue ersetzt“, erklärt
Resul Ekrem Gönültaş, Obmann der Wiener Taxi-Innung. „Das bedeutet
aber auch, dass die Ladeinfrastruktur in Wien mindestens genauso
stark mitwachsen muss.“
Mehr Schnellladestationen gebraucht
Aktuell gibt es in Wien rund 3.900 Ladepunkte im öffentlichen und
halb-öffentlichen Raum. Davon sind aber nur 535 Schnellladepunkte mit
50 kW oder mehr. „Wir benötigen mehr Schnelllader, um die Stehzeiten
von Taxis zu minimieren und den Wienerinnen und Wienern weiterhin wie
gewohnt rasche und flächendeckende Taxi-Dienste anzubieten“, fordert
Gönültaş. „Denn ein Fahrzeug jeden Tag sechs oder acht Stunden an
einer herkömmlichen Säule aufzuladen, ist unwirtschaftlich.“
Neben einem Ausbau der Schnellladeinfrastruktur fordert die
Wiener Taxi-Innung auch ein Reservierungssystem für gewerbliche
Nutzer. „Unternehmen können effizienter arbeiten und bessere
Dienstleistungen bringen, wenn sie Planungssicherheit haben“, sagt
Gönültaş. „Wenn Taxilenker dank eines Reservierungssystems nicht auf
gut Glück freie Ladestationen suchen müssen, dann sparen sie nicht
nur wertvolle Zeit, in der sie Fahrgästen zur Verfügung stehen. Sie
vermeiden damit auch Leerfahrten, die das Verkehrsaufkommen in der
Stadt unnötig erhöhen.“




