Der Sonne entgegen: ÖBB und Burgenland Energie nehmen erste Agri-PV-Anlage mit Trackersystem für Bahnstrom in Betrieb

Donnerkirchen (OTS) – – Inbetriebnahme des Solarkraftwerks für 100 %
grünen Bahnstrom in
Donnerskirchen

– Optimale landwirtschaftliche Nutzung durch Biolandgut Esterhazy

– Stromproduktion ohne Verlust von wertvollen landwirtschaftlichen
Flächen

– Projekt vereint Energieproduktion, Landwirtschaft und Biodiversität

Die ÖBB beschreiten mit der Burgenland Energie weltweit innovative
Wege, um die Energieversorgung mit grünem Bahnstrom weiter zu
steigern. Das gemeinsame Unternehmen von ÖBB und Burgenland Energie
hat in Donnerskirchen die weltweit erste Agri-Photovoltaikanlage mit
Tracker-System für 16,7-Hertz-Bahnstrom in Betrieb genommen. Das
Besondere: Die Module richten sich automatisch nach dem Sonnenstand.
So schafft die Anlage einen höheren Energieertrag und ermöglicht
gleichzeitig eine optimale landwirtschaftliche Nutzung der Fläche.
Das Projekt verbindet innovative Stromerzeugung mit
landwirtschaftlicher Nutzung auf derselben Fläche und leistet einen
wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität in Österreich.

Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG: „Mit der Agri-PV-
Anlage in Donnerskirchen setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt
auf unserem Weg zu einer noch nachhaltigeren Bahn. Unser Ziel ist es,
die Eigenversorgung mit grünem Bahnstrom konsequent auszubauen und
die Energie dort zu erzeugen, wo sie unmittelbar genutzt wird. Das
Projekt zeigt beispielhaft, wie innovative Technologien, effiziente
Flächennutzung und klimafreundliche Mobilität miteinander verbunden
werden können. Durch die direkte Einspeisung in das Bahnstromnetz
erhöhen wir die Versorgungssicherheit und reduzieren gleichzeitig
Energieverluste. Solche Lösungen sind ein wesentlicher Bestandteil
unserer Strategie, den Bahnbetrieb langfristig noch unabhängiger von
fossilen Energieträgern zu machen und die Rolle der ÖBB als eines der
größten Klimaschutzunternehmen Österreichs weiter zu stärken.“

Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie: „Dieses innovative,
erneuerbare Energieprojekt zeigt eindrucksvoll, wie wir die
Energieunabhängigkeit Österreichs mit erneuerbaren Energien schaffen.
Eine Fläche von 7 Hektar neben der Bahnstrecke, die bisher nur für
Bio-Landwirtschaft genutzt wurde, wird jetzt mit einer
sonnennachgeführten PV-Anlage kombiniert. Die jährlich rund 8
Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom speisen direkt in das
Bahnstromnetz ein und bewegen die ÖBB-Züge. Unser gemeinsames
Unternehmen ÖBB und Burgenland Energie ist Vorreiter bei der
erneuerbaren Stromerzeugung für die Bahn. Die erste
sonnennachgeführte Agri-PV-Bahnstrom-Anlage Österreichs und weltweit
die erste dieser Art zeigt den Weg in die erneuerbare
Mobilitätszukunft: Bio-Landwirtschaft, erneuerbare Energien und
saubere Mobilität – ein Dreiklang für die Zukunft.“

Landesrat Heinrich Dorner: „Das Burgenland gilt schon seit vielen
Jahren als Vorreiter beim Ausbau Erneuerbarer Energien. Diesem Ruf
werden wir mit der österreichweit ersten Agri-PV-Anlage mit
Trackersystem für Bahnstrom wieder gerecht. Das Projekt in
Donnerskirchen verbindet Innovation, regionale Entwicklung und
Klimaschutz auf vorbildliche Weise und ist ein weiterer Schritt in
Richtung Energieunabhängigkeit.“

Matthias Grün, Vorsitzender des Vorstands der Esterhazy Betriebe AG
erklärt: „Durch Agri-Photovoltaik sichern wir den Erhalt
landwirtschaftlicher Produktionsfläche, ermöglichen aber zeitgleich
die Verwertung der Sonnenenergie. Da es bei unseren Projekten keine
Zäune, sondern nur natürliche Abgrenzungen wie Gräben und Hecken etc.
gibt, bleibt die Fläche zudem weiterhin barrierefrei und vollständig
als Lebensraum erhalten. Seit mehreren Jahren erforschen wir bereits
für derartige Standorte die Eignung diverser Kulturarten und
entwickeln dazu angepasste Betriebskonzepte. So sind wir überzeugt am
Standort Donnerskirchen gezielt Vorteile heben zu können: Die
Pflanzen werden geschützt, während die Photovoltaik durch natürliche
Kühlung effizienter arbeitet – ein Gewinn für Landwirtschaft und
Energie zugleich“.

Innovative Energielösung für die Welt der Bahnstromversorgung
Die Anlage ist österreichweit die erste ihrer Art: Bewegliche
Solarmodule richten sich automatisch nach der Sonne. Gleichzeitig
bleibt die Fläche darunter landwirtschaftlich nutzbar – ein
innovatives Konzept, das Energieproduktion, Bio-Landwirtschaft und
Biodiversität vereint. So wird Strom produziert, ohne
landwirtschaftliche Fläche zu verlieren. Der erzeugte 16,7-Hz-
Bahnstrom wird aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Pannoniabahn
direkt in die Oberleitung eingespeist. Somit werden Energieverluste
reduziert und die Effizienz deutlich erhöht. Mit einer Leistung von
6,6 MWp und einem jährlichen Energieertrag von rund 8,3 GWh erzeugt
die Anlage ausreichend Energie für rund 32.500 Zugfahrten von Wien
nach Eisenstadt.

Zwtl.: Beitrag zu Klimaschutz und Energieunabhängigkeit

Mit Projekten wie Donnerskirchen treiben die ÖBB den Ausbau
erneuerbarer Energie konsequent voran und arbeiten daran, die
Eigenversorgung mit Bahnstrom weiter zu steigern. Gleichzeitig wird
durch die Kombination aus Photovoltaik und landwirtschaftlicher
Nutzung ein nachhaltiger Beitrag zum Schutz von Ressourcen und zur
Förderung der Biodiversität geleistet.

Die spezielle Bauweise ohne Bodenversiegelung sorgt dafür, dass die
natürliche Versickerungsfähigkeit erhalten bleibt und die Anlage nach
ihrer Nutzung rückstandsfrei entfernt werden kann. Gleichzeitig
werden umfangreiche Bepflanzungsmaßnahmen gesetzt und so ein
Rückzugsort für die heimischen Tiere geboten. Die Nutzung des
Grundstücks für den landwirtschaftlichen Betrieb durch das Biolandgut
Esterhazy ermöglicht eine 3-fach-Nutzung des Bodens.

Fotolink: https://burgenlandenergie.canto.de/b/M3RN2

Bildrechte: Burgenland Energie AG

Bildunterschrift 1 vlnr: Matthias Grün (Vorstandsvorsitzender
Esterhazy Betriebe AG), Landesrat Heinrich Dorner, Stephan Sharma (
CEO Burgenland Energie), Silvia Angelo (Vorständin ÖBB-Infrastruktur
AG)

Bildunterschrift 2 vlnr: Johannes Mezgolits (Bürgermeister
Donnerskirchen), Matthias Grün (Vorstandsvorsitzender Esterhazy
Betriebe AG), Landesrat Heinrich Dorner, Silvia Angelo (Vorständin
ÖBB-Infrastruktur AG), Stephan Sharma (CEO Burgenland Energie)