Wien (OTS) – Der Österreichische Bauernbund unterstützt die von
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig angekündigten verstärkten
Kontrollen bei Futtermittelimporten aus Drittstaaten. Für Bauernbund-
Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser ist das ein wichtiger Schritt
zum Schutz der bäuerlichen Familienbetriebe und der Konsumenten.
Österreichs Bäuerinnen und Bauern erfüllen strenge Vorgaben im
Pflanzenschutz, im Umwelt- und Gewässerschutz sowie bei der
Lebensmittelsicherheit. Diese hohen Anforderungen müssen auch bei
Importen konsequent kontrolliert werden.
„Die Entscheidung von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig
ist richtig und konsequent. Ich danke ihm für diese wichtige
Initiative. Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren nach höchsten
Standards. Wer Zugang zu unserem Markt will, muss sich an dieselben
Regeln halten. Produkte, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die
bei uns verboten sind, dürfen nicht zum Wettbewerbsnachteil für die
heimische Landwirtschaft werden“, betont Strasser .
Zwtl.: Gleiche Standards für heimische und importierte Produkte
Das Bundesamt für Ernährungssicherheit wird in den kommenden
Monaten Einzel- und Mischfuttermittel aus Drittstaaten verstärkt
kontrollieren. Geprüft werden unter anderem die Rückverfolgbarkeit
der Herkunft, Pflanzenschutzmittelwirkstoffe sowie unerwünschte und
verbotene Stoffe. Ergänzend erfolgen Eigenkontrollen der
Futtermittelunternehmen und Überprüfungen auf Grundlage des
europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel.
„Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass
importierte Produkte sicher sind und den europäischen Vorgaben
entsprechen. Was in Österreich und der EU verboten ist, darf nicht
über Importe wieder in unsere Lebens- und Futtermittelkette gelangen.
Konsequente Kontrollen schützen unsere Bauernfamilien, unsere
Lebensmittelproduktion und das Vertrauen der Konsumenten“, erklärt
Strasser .
Zwtl.: Rückenwind aus dem Nationalrat
Die verstärkten Kontrollen greifen eine Forderung auf, die auch
der Nationalrat kürzlich mit breiter Mehrheit unterstützt hat. Dazu
gehören zusätzliche Kontrollen bei Agrarimporten, strengere
Rückstandsüberprüfungen und weitere Audits in Drittstaaten. Ziel ist
es, die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit der
heimischen Land- und Lebensmittelwirtschaft dauerhaft abzusichern.
„Mit den angekündigten Kontrollen wird ein klares Signal gesetzt.
Dieser Weg muss nun konsequent weitergegangen werden. Es braucht
wirksame Kontrollen entlang der gesamten Importkette und klare
Vorgaben für alle Produkte, die auf den europäischen Markt gelangen.
Gleiche Standards für alle sind die Grundlage für fairen Wettbewerb
und eine starke heimische Landwirtschaft“, so Strasser abschließend.


