ASFINAG: Müllmenge auf Österreichs Autobahnen 2025 minimal auf unter 9.000 Tonnen gesunken

Wien (OTS) – 2025 wurden auf Österreichs Autobahnen und
Schnellstraßen 8.900
Tonnen Müll eingesammelt – das ist ein leichter Rückgang im Vergleich
zu den etwas mehr als 9.000 Tonnen im Jahr 2024. Moderate Anstiege
gab es in Kärnten, Salzburg, Burgenland, Vorarlberg und Wien. In den
anderen Bundesländern registrierte die ASFINAG geringere Müllmengen.

Ordnungsgemäß entsorgter Müll – etwa an Autobahn-Rast- und
Parkplätzen in den dort zur Verfügung stehenden Müllcontainern –
stellt dabei kein Risiko dar. Anders verhält es sich mit achtlos
weggeworfenem Müll direkt auf den Fahrbahnen. Das stellt vor allem
die ASFINAG vor große Herausforderungen, muss doch knapp ein Viertel
der gesamten Müllmenge händisch von Mitarbeitenden eingesammelt
werden. Darüber hinaus stellt Unrat auf den Fahrbahnen grundsätzlich
ein Sicherheitsrisiko dar. Flaschen oder Dosen können auf Autobahnen
bei den dortigen Geschwindigkeiten zu wahren Geschoßen werden – die
Gefahr von abrupten Brems- oder Ausweichmanövern ist aber auch bei
Papier wie etwa Zeitungen immens hoch, Unfälle können dann die Folge
sein. „Unsere Mitarbeitenden sammeln den Müll mit Tagesbaustellen auf
– das ist immer ein gewisses Risiko für die Kolleginnen und Kollegen.
Weil diese Arbeit im Fließverkehr erfolgt, ist bei den
Verkehrsteilnehmenden große Aufmerksamkeit gefragt. Und achtlos
entsorgter Müll auf der Fahrbahn gefährdet nicht nur die ASFINAG-
Mitarbeitenden, sondern eben auch alle anderen
Verkehrsteilnehmenden“, ist sich ASFINAG-Geschäftsführerin Tamara
Christ sicher, „einfach gesagt: wer Müll korrekt entsorgt, trägt zum
Schutz von Menschen bei und erhöht die Verkehrssicherheit deutlich.“

Ein weiteres großes Problem für die ASFINAG sind die illegalen
Ablagerungen von Hausmüll oder Bauschutt. Zum Teil landen ganze
Möbelstücke, Autoreifen oder Ähnliches neben den Strecken. Einfach
nur, weil sich Personen die Müllentsorgungsgebühr sparen wollen, oder
weil es für sie bequemer ist.

Zwtl.: Mehr als ein Viertel des Mülls wird händisch gesammelt

Die illegale Entsorgung von Abfall, egal ob durch den Wurf aus
dem Autofenster oder dem Verlust von Ladegut von der Ladefläche,
bedeutet viel und vor allem mühsame Arbeit für die Mitarbeitenden der
ASFINAG. Dieser Müll muss händisch eingesammelt werden – das
verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern auch gefährliche
Arbeitseinsätze an und neben der Straße. Das heißt, dass im letzten
Jahr mehr als 2.200 Tonnen Müll händisch gesammelt werden mussten.
Insgesamt bedeuten die knapp 9.000 Tonnen Müll Kosten von knapp neun
Millionen Euro im Jahr 2025.

Zwtl.: ASFINAG und ÖAMTC mit Offensive für einen sichereren
„Arbeitsplatz Straße“

Heuer im Sommer startete die Kampagne „Meine Mama/mein Papa
arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst“. Ministerium,
ASFINAG und der ÖAMTC wollen dabei allen Verkehrsteilnehmerinnen und
Verkehrsteilnehmern verdeutlichen, dass hinter den Tätigkeiten auf
den Autobahnen und Schnellstraßen Menschen stehen. Denn der
Arbeitsplatz Autobahn ist nicht ohne Risiko – das gilt ganz speziell
bei der händischen Müllsammlung.

Die ASFINAG versucht bereits seit mehreren Jahren beim Thema
„Littering“ Initiativen zu setzen. Immer wieder wird auf allen
Überkopfanzeigen mit dem Slogan „Ich bin die Autobahn, kein
Mistkübel“ darauf hingewiesen.

Die „Müll-Hitliste“ 2025 nach Bundesländern – 8.915 Tonnen (2024:
9.020 Tonnen) in ganz Österreich

1.975 Tonnen in Niederösterreich (2.141 Tonnen)

1.504 Tonnen in Oberösterreich (1.553 Tonnen)

1.380 Tonnen in Tirol (1.449 Tonnen)

1.415 Tonnen in der Steiermark (1.418 Tonnen)

1.305 Tonnen in Kärnten (1.284 Tonnen)

531 Tonnen in Salzburg (461 Tonnen)

471 im Burgenland (411 Tonnen)

287 Tonnen in Vorarlberg (282 Tonnen)

47 Tonnen in Wien (21 Tonnen)