Wien (OTS) – Seit fünf Jahren steht Bäuerinnen und Bauern in
Österreich mit dem
Satellitenpositionierungsdienst APOS des Bundesamtes für Eich- und
Vermessungswesen (BEV) ein zentrales Werkzeug für moderne und
ressourcenschonende Bewirtschaftung zur Verfügung. Was ursprünglich
als technisches Service begann, ist aus der landwirtschaftlichen
Praxis mittlerweile kaum mehr wegzudenken. APOS ist eine
Erfolgsgeschichte, die zeigt, wie gute Zusammenarbeit zwischen dem
BEV, dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), den
Landwirtschaftskammern und der Agrarmarkt Austria (AMA) den
Bäuerinnen und Bauern direkt zugutekommen kann.
„Mit APOS stellen wir ein Werkzeug zur Verfügung, das die Arbeit
unserer Bäuerinnen und Bauern erleichtert, Zeit spart und die Umwelt
schont. Präzisionslandwirtschaft ist kein Zukunftsversprechen – sie
ist gelebte Realität am Feld“, freut sich Landwirtschaftsminister
Norbert Totschnig.
APOS – der Austrian Positioning Service – ermöglicht mithilfe von
Satellitennavigation das hochpräzise Lenken landwirtschaftlicher
Maschinen. Traktoren und Geräte können damit Ackerflächen bis auf
wenige Zentimeter genau bearbeiten – nahezu ohne Überlappung der
Fahrspuren. Das bringt klare Vorteile: Der gezielte Einsatz von
Saatgut, Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln und Treibstoff reduziert
Kosten, schont Umwelt und Klima und spart wertvolle Arbeitszeit.
Zwtl.: Erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt
Der Start der erfolgreichen Kooperation geht auf einen Auftrag
aus dem Regierungsprogramm 2020 zurück. Ziel war es, österreichweit
eine moderne Satellitennavigation für die land- und
forstwirtschaftliche Nutzung verfügbar zu machen. APOS für die Land-
und Forstwirtschaft ist ein gemeinsames Projekt des BEV, des BMLUK,
der AMA sowie der Landwirtschaftskammern in Österreich. Die enge
Zusammenarbeit zwischen technischer Expertise und praktischen
Anforderungen der Betriebe hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen.
Seit der Einführung des Dienstes am 1. Februar 2021 entdecken
immer mehr Landwirtinnen und Landwirte die Vorzüge von APOS für ihren
Arbeitsalltag. Die Nutzung wächst kontinuierlich: Jährlich kommen
mehr als 1.000 landwirtschaftliche Betriebe hinzu. Aktuell verwenden
rund 6.500 Bäuerinnen und Bauern den APOS-Dienst mit insgesamt über
8.000 landwirtschaftlichen Geräten.
„Die Zahlen sprechen für sich. APOS zeigt, wie moderne
Technologie Betriebe stärkt, Kosten reduziert und nachhaltig zum
Klimaschutz beiträgt. Damit schaffen wir eine wesentliche Grundlage
für eine zukunftsfähige und moderne Landwirtschaft in Österreich“, so
Bundesminister Norbert Totschnig.
Zwtl.: Verlässliche Technik – kontinuierliche Weiterentwicklung
Von Beginn an stand die Ermöglichung einer einfachen, stabilen
und kundenfreundlichen Nutzung im Mittelpunkt. Durch kontinuierliche
technologische Weiterentwicklung konnte über mehr als fünf Jahre
hinweg ein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden. Der nächste
technische Meilenstein ist bereits in Vorbereitung, um Genauigkeit
und Verfügbarkeit weiter zu erhöhen.
Zwtl.: Präzision aus Österreich – für Österreich
APOS basiert auf einem österreichweiten Netz hochgenauer
Referenzstationen und nutzt mehrere internationale Satellitensysteme
gleichzeitig, um das bestmögliche Service zu bieten. Durch
Kooperationen mit benachbarten Ländern steht damit ein
flächendeckender, grenzüberschreitend einheitlicher
Positionierungsdienst zur Verfügung. Das ist eine wichtige Grundlage,
nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für Vermessung,
Bauwesen, Forschung und Digitalisierung.
Alle Informationen zur Registrierung und Nutzung von APOS für die
Land- und Forstwirtschaft sind unter www.lko.at/apos-rtk abrufbar.
Zwtl.: // Fachbegriffe einfach erklärt
APOS (Austrian Positioning Service ) ist der amtliche
Satellitenpositionierungsdienst des Bundesamtes für Eich- und
Vermessungswesen – BEV. Er verbessert die Genauigkeit der
satellitengestützten Positionsbestimmung von mehreren Metern auf
wenige Zentimeter.
GNSS steht für Global Navigation Satellite System. Darunter
fallen internationale Satellitensysteme wie GPS (USA), Galileo (EU)
oder GLONASS (Russland). APOS nutzt mehrere dieser Systeme
gleichzeitig – das erhöht Genauigkeit und Ausfallsicherheit.
Referenzstationen sind hochgenau vermessene GNSS-Antennen, die
laufend Satellitensignale empfangen. Da ihre exakte Position bekannt
ist, können die Abweichungen der Signalausbreitung berechnet und als
Korrekturdaten in Echtzeit an landwirtschaftliche Maschinen
weitergegeben werden.
RTK (Real Time Kinematic) ist ein Verfahren, bei dem
Satellitensignale in Echtzeit korrigiert werden. Dadurch wird eine
zentimetergenaue Positionsbestimmung möglich – eine zentrale
Voraussetzung für moderne landwirtschaftliche Lenksysteme.




