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Neue Initiative „Medienfit in Niederösterreich“ stärkt Medienkompetenz von Jugendlichen

St. Pölten (OTS) – Der sichere, selbstbestimmte und
verantwortungsvolle Umgang mit
digitalen Medien gewinnt für Kinder und Jugendliche zunehmend an
Bedeutung. Mit der neuen landesweiten Initiative „Medienfit in
Niederösterreich“ setzt das Land Niederösterreich gemeinsam mit den
Schulen einen weiteren Schwerpunkt auf die Stärkung der
Medienkompetenz. Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und
Bildungsdirektor Karl Fritthum präsentierten heute in der
Niederösterreichischen Mittelschule Oberwölbling die Initiative und
das dahinterliegende Konzept.

„Es geht bei den sozialen Medien um ein Thema, das uns alle
beschäftigt: um die digitale Welt, um künstliche Intelligenz und um
digitale Technologien. Kinder und Jugendliche wachsen mit diesen
Angeboten auf und sollten lernen, damit sinnvoll umzugehen. Die
sozialen Medien bringen viele Chancen, aber wir wollen auch, dass
junge Menschen wissen, was für Risiken damit verbunden sind“, sagte
Teschl-Hofmeister, die auch betonte: „Digitale Medien könnten auch
suchtverstärkende Wirkungen haben, weshalb es Schutz und Kompetenz
braucht. Wir als Bundesland Niederösterreich wollen Jugendliche bei
diesen Herausforderungen nicht alleine lassen. Niederösterreich
möchte hier Vorreiter sein und Schutz mit Bildung verbinden.“

Die Initiative orientiert sich an den vier Säulen des
europäischen Modells für einen sicheren Umgang junger Menschen mit
sozialen Medien. Dazu zählen unter anderem eine Verzögerung der
Nutzung sozialer Medien für Jugendliche, kindgerechte Angebote, der
Schutz vor unerwünschten Kontakten und die Vermeidung einer
unerwünschten Lokalisierung. Ebenso wichtig sei eine wirksame
Durchsetzung entsprechender Schutzmaßnahmen. „Die Anbieter sind hier
bisher zu wenig in die Pflicht genommen worden. Wir warten aber nicht
nur ab, was die Europäische Union oder die Bundesregierung machen.
Niederösterreich möchte hier vorangehen“, so Teschl-Hofmeister.

Ein wichtiger Impuls dafür komme auch von den Jugendlichen
selbst. Bei der vergangenen Jugendkonferenz in St. Pölten sei
deutlich geworden, dass sich junge Menschen einen bewussten und
sicheren Umgang mit sozialen Medien wünschen, hob sie hervor. Mit
„Medienfit in Niederösterreich“ wurde daher ein Angebot entwickelt,
das über verschiedene Schulstufen hinweg eingesetzt werden kann.
Herzstück ist eine zentrale Website, auf die Lehrkräfte zugreifen
können. Je nach Bedarf können kurze Impulse oder Einheiten für eine
ganze Unterrichtsstunde ausgewählt werden. Dabei geht es unter
anderem darum, Jugendliche zu befähigen, bewusste und gute
Entscheidungen im Umgang mit digitalen Medien zu treffen.

„Wir wollen auch das Wissen der Jugendlichen über ihre psychische
Gesundheit stärken. Deshalb wird es neben der Kampagne weitere
Angebote und Materialien geben. Auch Elternvorträge sind vorgesehen,
denn wir brauchen praktische Tipps für den Familienalltag. Unser Ziel
ist klar: Wir wollen Schutz mit Bildung verbinden und
Niederösterreich als Vorreiter positionieren“, erklärte die
Landesrätin.

Lukas Schneider, Geschäftsführer der Jugend NÖ, hob die Bedeutung
konkreter und einfach einsetzbarer Angebote hervor: „Digitale Medien
sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr
wegzudenken. Deshalb wollen wir Lehrkräften und Eltern konkrete
Werkzeuge in die Hand geben. Die Materialien sollen möglichst
unkompliziert einsetzbar sein und bieten sowohl kurze Impulse als
auch längere Einheiten für eine ganze Unterrichtsstunde.“ Die Inhalte
seien für unterschiedliche Schulstufen und mit verschiedenen
thematischen Schwerpunkten aufbereitet.

Bernhard Jungwirth, Geschäftsführer des Österreichischen
Instituts für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) und Projektleiter
von Saferinternet.at, gratulierte Niederösterreich zur europaweiten
Vorreiterrolle bei der Initiative: „Im Mittelpunkt stehen dabei die
Schülerinnen und Schüler.“

Auch Bildungsdirektor Karl Fritthum verwies auf die zentrale
Bedeutung von Medienkompetenz im Schulalltag: „Digitale Medien
begleiten Kinder und Jugendliche beim Lernen, in der Freizeit und bei
der Informationssuche. Die Zahlen zur Nutzung sozialer Medien zeigen,
wie stark digitale Medien im Alltag junger Menschen verankert sind.“
Damit eröffneten sich neue Möglichkeiten für selbstständiges Lernen,
gleichzeitig seien damit aber auch Risiken verbunden. „Wir müssen
lernen, Informationen zu hinterfragen und bewusst zu entscheiden,
wann und wofür digitale Medien eingesetzt werden können“, meinte er.
Medienkompetenz bedeute daher auch, analoge und digitale Angebote
sinnvoll miteinander zu verbinden. Kinder lernten nicht nur aus
Büchern und digitalen Angeboten, sondern auch durch Vorbilder.
Pädagoginnen und Pädagogen hätten in diesem Zusammenhang ebenso eine
wichtige Funktion wie Eltern und Erziehungsberechtigte. „Unser
gemeinsames Ziel muss es sein, Kinder und Jugendliche nicht von der
digitalen Welt fernzuhalten, sondern sie zu einem sicheren, bewussten
und verantwortungsvollen Umgang damit zu befähigen. Das Thema
Medienkompetenz ist eine Querschnittsmaterie und kann in den
verschiedensten Unterrichtseinheiten aufgegriffen werden“, so
Fritthum.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Pressesprecher
Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, Handy 0676/812
12655, E-Mail: [email protected] , www.jugendinfo-noe.at ,
www.medienfit-noe.at