Wien (OTS) – Der Pension Overshoot Day fällt heuer bereits auf den
10. August. An
diesem Tag sind rechnerisch alle laufenden Einnahmen für das
Pensionssystem aufgebraucht. Ab dann müssen die weiteren
Pensionszahlungen aus dem allgemeinen Staatsbudget und damit von den
Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern finanziert werden.
Für JUNOS ist das ein deutliches Warnsignal: Erste Schritte
wurden bereits umgesetzt, jedoch wird die Finanzierung des
Pensionssystems ohne weitere Reformen zunehmend auf die jüngeren
Generationen abgewälzt – diese werden dafür dann mit Steuererhöhungen
und Leistungskürzungen gleich doppelt bezahlen.
„Der Pension Overshoot Day rückt immer weiter nach vorne. Die
Rechnung dafür zahlen vor allem junge Menschen. Diese zahlen bereits
heute hohe Beiträge, wenn sich nichts ändert werden die
explodierenden Pensionskosten aber wohl zu noch höheren Steuern in
Österreich führen. Das zahlen dann genau jeden, die immer weniger
darauf vertrauen können, später selbst eine ausreichende Pension zu
erhalten. Das ist einfach unfair!“, erklärt Sophie Wotschke,
Bundesvorsitzende der JUNOS.
Nachdem Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec und Tirols
Landeshauptmann Anton Mattle eine Debatte über Beitragsjahre und den
Pensionsantritt angestoßen haben, fordern JUNOS auch Jugendministerin
und JVP-Bundesobfrau Claudia Bauer auf, sich klar zu positionieren.
„Frau Korosec und Herr Mattle haben sich zur Zukunft des
Pensionssystems geäußert. Von Claudia Bauer ist dazu leider nichts zu
hören. Als zuständige Jugendministerin und Vorsitzende der Jungen ÖVP
müsste sie eigentlich die Erste sein, die für die Interessen der
jungen Generation aufsteht. Wer für die Jugend zuständig ist, darf
zur Zukunft ihrer Pensionen nicht schweigen. Wir bieten uns gerne als
Verbündete an, wenn es um den Einsatz für ein generationengerechtes
System geht“, so Wotschke.
„Ministerin Bauer muss Klartext sprechen. Sieht sie weiter zu,
wie die Kosten eines reformbedürftigen Systems auf junge Menschen
verschoben werden, oder setzt sie sich nun innerhalb der ÖVP für
echte Generationengerechtigkeit ein“, betont Wotschke.
Wenn es nach den JUNOS geht, dürfe das Pensionsantrittsalter kein
Tabu sein. Zudem gehörten auch die zweite und dritte Säule weiter
gestärkt. „Die Pensionsfrage ist kein Konflikt zwischen Jung und Alt.
Sie ist eine Frage politischer Verantwortung und des Weitblicks. Wir
wollen, dass auch junge Menschen in 20, 30 oder 40 Jahren noch auf
eine sichere Pension vertrauen können. Und wir wollen, dass unser
Staat finanzier bleibt – ohne weiteren Steuererhöhungen. Dafür
braucht es jetzt Reformen, eine Jugendministerin, die sich hörbar auf
die Seite der jungen Generation stellt und innerhalb ihrer Partei
klar Stellung bezieht. Unsere Hand ist ausgestreckt.“


