Rekord-Juli bei Windkraft: Energiekrisen in Osteuropa durch niedrigen Donau-Pegel zeigen Dringlichkeit vielseitiger Energieversorgung

Wien (OTS) – Während in Ungarn oder Rumänien wegen der extremen Hitze
und
mangelndem Kühlwasser AKW heruntergefahren werden müssen – und
Industrie wie Haushalte aufgefordert sind, Strom zu sparen – zeigen
diese Krisen die Unerlässlichkeit einer breit aufgestellten
Energieversorgung. Der Juli 2026 war der zweitbeste Juli in der
Windkraft-Erzeugung der letzten 12 Jahre. Auch im Zeitraum der
letzten 6 Monate waren es im Allzeit-Vergleich das zweitbeste
Ergebnis bei der Erzeugung von Windstrom.

Wien, 05.08.26: „Stromkrisen in Rumänien und Ungarn führen uns
aktuell drastisch vor Augen, wie wichtig eine auf breiten Füßen
aufgestellte, sichere und heimische Energieversorgung ist. Während
dieser Sommer die Klimaveränderungen und Extremhitze für uns alle
erstmals besorgniserregend erlebbar macht, setzen Trockenheit und die
niedrige Wasserführung die Kühlung von AKW im Osten massiv unter
Druck. Der Rekord-Juli bei der Windstromerzeugung zeigt gleichzeitig,
warum wir einen breiten Mix aus heimischer Energieerzeugung
brauchen“, sagt IG Windkraft-Geschäftsführer Florian Maringer.

Zwtl.: Zweitbester Juli der letzten 12 Jahre

Im heurigen Juli 2026 wurde gemäß den Daten des Verbandes
europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) um rund 18 Prozent
mehr Windstrom erzeugt als im Schnitt der letzten 12 Jahre und damit
die zweithöchste Erzeugung in diesem Zeitraum. Die letzten 6 Monate
war auch die zweitbeste Erzeugungsperiode nach absoluten Zahlen. Nur
im Rekordjahr 2024 wurde im Vergleichszeitraum noch mehr Strom aus
Windenergie produziert.

Zwtl.: Energiekrisen in Ungarn und Rumänien

„In Rumänien muss die Industrieproduktion heruntergefahren
werden. In Ungarn könnte das AKW Paks erstmals seit 44 Jahren
abgeschaltet werden, weil die Extremhitze das Kühlwasser reduziert.
Das wären mehrere tausend Megawatt Erzeugung in kurzer Zeit. Paks
produziert zu Spitzenzeiten weit über ein Drittel bis fast zur Hälfte
des ungarischen Strombedarfs, aktuell musste die Slowakei schon Not-
Stromlieferungen anbieten. Auch Rumänien muss aktuell plötzlich 2.000
bis 2.500 Megawatt importieren. Für Österreich heißt das, dass wir
Wind und Sonne ausbauen müssen. Denn diese Entwicklung hat gerade
erst begonnen.“, so Maringer weiter. „Andernfalls ist die Folge, dass
Haushalte und Industrie aufgefordert werden Strom zu sparen oder
sogar mit strengen Maßnahmen vom Netz genommen werden, wenn sie sich
nicht daran halten. Das ist nicht das, was die Menschen und
Unternehmen erwarten. Das kann nicht im Sinne des
Wirtschaftsstandorts sein.“

Zwtl.: Über die IG Windkraft

Die IG Windkraft ist die Interessenvertretung der
österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon
heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sauberem,
unabhängigem und günstigem Strom. Nach einer aktuellen,
repräsentativen Umfrage befürworten 83 % der Österreicher: innen den
Ausbau der Windenergie. Die IG Windkraft repräsentiert rund 180 in
den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang
der gesamten Wertschöpfungskette der Energieform – von der
Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und
Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000
Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2
Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-
Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.