Wien (OTS) – Die ORF-III-Belegschaft appelliert an Generaldirektorin
Ingrid
Thurnher und den designierten Generaldirektor Clemens Pig, die
Einsparungspläne von 50 Prozent des Programmbudgets zu überdenken.
Live-Übertragungen von Konzerten und Kabarett, umfassende Information
und Geschichte sowie Regionalkultur bieten ein programmliches Angebot
im Ausmaß von jährlich 2.300 originären Programmstunden, das dem ORF-
Publikum nicht gestrichen werden darf. Sendungen wie „Land der
Berge“, „Runde der ChefredakteurInnen“ und Opern im Hauptabend können
dem Sparkurs zum Opfer fallen.
Eine Halbierung des Programmbudgets ist im ORF-Konzern beispiellos.
Angesichts der ohnehin geringeren ORF-III-Produktionskosten und
Gehälter entbehrt sie auch jeder wirtschaftlichen Logik. Eine 15-
jährige Aufbauarbeit, die sowohl von der amtierenden ORF-
Generaldirektorin als auch der Kaufmännischen Direktorin maßgeblich
mitgetragen wurde, würde damit zunichtegemacht. Die Sparpläne und der
drohende Arbeitsplatzverlust verunsichern die Kolleginnen und
Kollegen bei ORF III zutiefst.
Es steht außer Frage, dass auch ORF III einen Beitrag zu den
Sparvorgaben leisten muss. Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
wehren uns jedoch entschieden dagegen, dass unser Programm und unsere
Arbeitsplätze einer unverhältnismäßigen und unternehmensschädigenden
Sparpolitik geopfert werden.


