Wien (OTS) – Gleich sieben nordamerikanische Grauwölfe haben ihr
neues Zuhause im
Wolf Science Center (WSC) im Wildpark Ernstbrunn bezogen. Die Core
Facility Wolf Science Center (CF-WSC) der Vetmeduni knüpft damit an
die erfolgreiche Welpenaufzucht von 2024 an, als nach achtjähriger
Pause erstmals wieder Jungtiere einzogen.
Zwtl.: Vom Welpen zum Forschungspartner
Die Geschwister Aponi, Tuari und Helaku machten den Anfang – zwei
Wochen später folgte Nara sowie das zweite Geschwistertrio bestehend
aus Denahi, Nayati und Catori. Alle sieben stammen aus europäischen
Wildparks. In den kommenden Monaten lernen die Welpen Schritt für
Schritt ihre neue Umgebung und ihre Bezugspersonen kennen. Dabei
entsteht eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier –
die Grundlage dafür, dass die Wölfe später stressfrei und auf
freiwilliger Basis an wissenschaftlichen Studien teilnehmen können.
„Jeder Wurf bringt neue Charaktere mit sich. Man merkt schnell,
wer der Mutige ist, wer eher vorsichtig und wer am liebsten alles
gleichzeitig erkunden würde“, erzählt Marianne Heberlein,
wissenschaftliche Leiterin des WSC.
Zwtl.: Forschung mit Wölfen und Hunden
Am WSC leben Wölfe und Hunde in getrennten Gruppen und werden
unter vergleichbaren Bedingungen gehalten. Dieser einzigartige Ansatz
erlaubt es Wissenschafter:innen aus aller Welt, Fragen rund um
Domestikation, Kognition, Sozialverhalten und Physiologie zu
untersuchen. Die Ergebnisse tragen wesentlich dazu bei, das
Zusammenleben von Mensch und Wolf auf eine fundierte
wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Mit den sieben
Neuankömmlingen umfasst die Einrichtung nun 15 Wölfe und zehn Hunde.
Zwtl.: Wolfspat:innen gesucht
Wer die Wolfswelpen auf ihrem Weg begleiten und das
Wolfsforschungszentrum unterstützen möchte, kann eine Tierpatenschaft
übernehmen. Pat:innen erhalten exklusive Einblicke in den Alltag und
die Entwicklung ihrer Schützlinge. Die Spenden fließen direkt in die
Versorgung und artgerechte Haltung der Tiere. Weitere Informationen
zum Patenschaftsprogramm sowie zum Besucher:innenprogramm – inklusive
spezieller Welpen-Events – finden sich auf der Website des WSC.
Zwtl.: Unsere sieben Welpen im Porträt
Jeder der sieben Wolfswelpen bringt vom ersten Moment an einen
eigenen Charakter mit. In den kommenden Wochen und Monaten werden sie
sich weiterentwickeln und verändern. Das Team am WSC ist gespannt,
welche Überraschungen die Jungtiere noch bereithalten.
– Aponi: Das Wolfsmädchen ist für ihr junges Alter schon sehr
eigenständig und abenteuerlustig. Oft führt die kleine Draufgängerin
die Streifzüge durch das Gehege an.
– Tuari: Der Wolfsrüde ist der kleinste der drei Geschwister (Aponi
und Helaku). Seine überschaubare Körpergröße kompensiert er mit viel
Witz und Charme.
– Helaku: Der Bruder von Aponi und Tuari macht seinem Namen wirklich
alle Ehre. „Helaku“ bedeutet „voller Sonne“ und tatsächlich ist er
ein richtiger Sonnenschein.
– Denahi: Er ist der Bruder von Catori und Nayati und beginnt,
langsam die Welt zu erkunden. Im ersten Moment ist er
draufgängerisch, aber kurz darauf doch lieber etwas vorsichtig.
– Catori: Die freche Wölfin ist sehr neugierig und erkundet
wahnsinnig gerne mit den anderen Welpen das Gehege.
– Nayati: Der Wolfsrüde ist ein ruhiger, gemütlicher „Bär“. Er
schläft gerne und noch viel lieber frisst er, als das Gehege zu
erkunden.
– Nara: Für einen Wolfswelpen ist Nara erstaunlich unkompliziert,
sanft und lieb. Sie versteht sich mit ihren älteren und jüngeren
Ziehgeschwistern gleichermaßen gut.
Über das WSC: Das Wolf Science Center ist als Core Facility an
der Vetmeduni angesiedelt und steht sowohl universitären als auch
externen Forscher:innen offen. Es ist weltweit eine der wenigen
Einrichtungen, die es ermöglicht, an Menschen gewöhnte Wölfe und
Hunde unter vergleichbaren wissenschaftlichen Bedingungen zu
erforschen. Neben der Forschung setzt das WSC auf Wissenstransfer und
lädt Interessierte regelmäßig ein, die Arbeit vor Ort kennenzulernen.
Weitere Informationen: www.wolfscience.at
Hinweis: Bildmaterial der Welpen steht Ihnen hier zum Download
zur Verfügung.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at


