ÖGB-Pfister zu OECD-Zahlen: Millionäre und Millionen-Erbschaften müssen endlich fair zum Budget beitragen

Wien (OTS) – „Die OECD-Zahlen machen deutlich, wie ernst die
wirtschaftliche Lage
ist: Das Wachstum bleibt schwach, gleichzeitig stehen die
öffentlichen Haushalte massiv unter Druck. Gerade deshalb ist es
falsch, die Budgetsanierung auf dem Rücken von Arbeitnehmer:innen,
Pensionist:innen, Arbeitslosen oder Familien auszutragen“, sagt
Angela Pfister, Leiterin des volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB.
Für 2026 erwartet die OECD für Österreich nur ein Wachstum von nur
0,7 Prozent, während die Erholung laut OECD insgesamt fragil bleibt
und durch Unsicherheiten zusätzlich belastet wird.

Höhere Steuern auf Millionenvermögen und Millionenerbschaften

„Wer das Budget sanieren will, muss bei jenen ansetzen, die enorm
viel besitzen, aber kaum etwas beitragen. Höhere Steuern auf
Millionenvermögen und Millionenerbschaften sind notwendig, damit die
öffentlichen Haushalte gestärkt werden und wichtige
Zukunftsinvestitionen sowie der Sozialstaat abgesichert bleiben“, so
Pfister.

„Es braucht eine klare politische Entscheidung: Statt die breite
Bevölkerung ein weiteres Mal zur Kasse zu bitten müssen
Millionär:innen und Millionen-Erbschaften endlich einen fairen
Beitrag leisten. So können das Budget der Länder und des Bundes
verbessert, Investitionen gesichert und soziale Kürzungen verhindert
werden“, sagt Pfister.

Gerade in einer Phase schwachen Wachstums ist es entscheidend,
öffentliche Investitionen und Kaufkraft zu sichern, statt den Druck
auf Beschäftigte und Familien weiter zu erhöhen. Die OECD betont
zudem, dass Österreich strukturelle Investitionen braucht – etwa in
die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen sowie Zukunftsthemen wie Klima
und Infrastruktur – was stabile öffentliche Einnahmen umso wichtiger
macht.

Der ÖGB fordert:

Höhere Steuern auf Millionenvermögen.

Gerechte Steuern auf Millionenerbschaften.

Eine Budgetsanierung, die gerecht verteilt, statt die breite
Bevölkerung zusätzlich zur Kasse bieten.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich und setzt sich als
überparteiliche Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen,
faire Löhne und Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.