Wien (OTS) – „Die laufenden öffentlichen Pauschalangriffe der
Gewerkschaft vida
und ihres Vorsitzenden Roman Hebenstreit auf Gastronomie und
Hotellerie verursachen zunehmend einen massiven Imageschaden für den
Tourismusstandort Österreich, und das weit über die Landesgrenzen
hinaus. Es ist verantwortungslos, eine der wichtigsten Leitbranchen
des Landes im In- und Ausland derart in Misskredit zu bringen. Das
trifft nicht nur Unternehmerinnen und Unternehmer, sondern auch die
vielen Beschäftigten der Branche sowie letztlich den gesamten
Standort Österreich“, erklärt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich.
Österreich investiere seit Jahren konsequent in die
internationale Positionierung als hochwertiges Tourismusland. „Unsere
Gäste erwarten Gastfreundschaft, Qualität und Verlässlichkeit. Gerade
deshalb ist es problematisch, wenn durch pauschale öffentliche
Zuspitzungen das Bild einer gesamten Branche verzerrt dargestellt
wird“, so Kraus-Winkler.
Seit Beginn der laufenden Kollektivvertragsverhandlungen
vermischt vida-Vorsitzender Hebenstreit insbesondere unmittelbar vor
Verhandlungsterminen regelmäßig einzelne Vorwürfe, Einzelfälle und
kollektivvertragliche Forderungen zu öffentlichkeitswirksamen und
reißerischen Kampagnen.
Hebenstreit hat selbst niemals im Tourismus gearbeitet und es
auch noch nie der Mühe wert gefunden, sich mit dem Sozialpartner an
den Verhandlungstisch zu setzen. Er richtet seine Botschaften
vorzugsweise über die Medien aus und scheut das direkte Gespräch mit
den Unternehmervertreter:innen.
„Missstände oder Gesetzesverstöße dürfen selbstverständlich
niemals toleriert werden und müssen konsequent geahndet werden.
Daraus jedoch pauschale Vorwürfe gegen eine gesamte Branche mit
tausenden Betrieben und hunderttausenden Beschäftigten abzuleiten,
ist nicht verantwortungsvoll“, betont die Bundesspartenobfrau.
Die Arbeitgeberseite sei der Arbeitnehmerseite in den vergangenen
Jahren trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in
zahlreichen Punkten immer wieder entgegengekommen:
So wurden die Kollektivvertragslöhne in den vergangenen vier
Jahren um mehr als 27,1 Prozent angehoben. Zusätzlich wurden mit dem
neuen Rahmenkollektivvertrag zahlreiche strukturelle Verbesserungen
für Beschäftigte umgesetzt – darunter die Sonderzahlungen auf Ist-
Lohn-Basis, die weitreichende Anrechnung von Vordienstzeiten und
Branchenerfahrung, freie Wochenenden, erhöhte und ausgeweitete
Zuschläge und Lehrabschlussboni.
„Es kann nicht bestritten werden, dass es in einer Branche mit
rund 250.000 Beschäftigten und tausenden Betrieben auch
arbeitsrechtliche Problemfälle geben kann. Schwarze Schafe schaden
allerdings nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern
auch allen verantwortungsvoll wirtschaftenden Betrieben und dem Ruf
der gesamten Branche. Gerade deshalb ist es nicht akzeptabel, aus
einzelnen Vorfällen pauschale Vorwürfe gegen eine gesamte Branche
abzuleiten“, so Kraus-Winkler.
Der österreichische Tourismus bestehe zu einem überwiegenden Teil
aus familiengeführten Betrieben. Wertschätzung gegenüber
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Gästen und Partnern sei dort
gelebter Alltag und ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen
Gastlichkeit, so Kraus-Winkler.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erweist sich
der Tourismus als stabile Säule für Wertschöpfung und Beschäftigung
in Österreich. Diese Schlüsselbranche unserer Volkswirtschaft durch
wiederholt verzerrte und einseitige öffentliche Darstellung von
Einzelfällen bewusst zu beschädigen, ist verantwortungslos und
gefährdet letztlich auch Vertrauen, Investitionen und Arbeitsplätze
in Österreich. Die Arbeitgebervertretung würde niemals auf die Idee
kommen, Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter:innen öffentlich an den
Pranger zu stellen“, hält Kraus-Winkler abschließend fest. (PWK226/ES
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