Wien/Budapest (OTS) – Nach der massiven Ausweitung des
Asbest-Skandals in Ungarn ruft
Greenpeace die österreichische Bundesregierung in die Pflicht und
fordert die Einrichtung eines Krisenstabs. Dieser muss aus
Vertreter:innen der verschiedenen Ministerien, der betroffenen
Bundesländer sowie anerkannter, unabhängiger Expert:innen unter
Einbeziehung der Zivilgesellschaft aus Österreich und Ungarn
bestehen. Der Skandal hat jetzt endgültig eine Dimension erreicht,
die die Kapazitäten der burgenländischen Landesregierung und der
dortigen Task-Force um ein Vielfaches übersteigt.
Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster warnt: „ Uns liegen
Hinweise vor, dass in Ungarn bereits Klagen gegen Österreich geprüft
werden. Ein Krisenstab zeigt, dass die Bundesregierung die Causa
Asbest ernstnimmt, und sorgt dafür, dass die Beziehungen zwischen
Ungarn und Österreich nicht belastet werden. Der Skandal kann nur
durch eine breite Kooperation verhindert werden. Die burgenländische
Landesregierung hat versucht, ihn mit Kleinreden zu durchtauchen –
das ist gescheitert.”


