ÖVP – Figl/Greco: „Freiheit für die Wirtschaft – Wien braucht endlich neuen Aufschwung“

Wien (OTS) – Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in
Wien schlägt
die Wiener Volkspartei Alarm und fordert einen grundlegenden
Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik. Landesparteiobmann Markus Figl
und Wirtschaftssprecherin Stadträtin Kasia Greco präsentierten heute
ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Stärkung des Standorts Wien.

„Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre ehrlich
anschaut, dann muss man feststellen: Wien verliert unter SPÖ und Neos
an Wohlstand, an Aufstiegschancen und an Zukunftsperspektiven“, so
Figl. Der Anteil am österreichischen BIP ist über Jahrzehnte hinweg
rückläufig. Von über 30 Prozent in den 1970er Jahren auf rund 25
Prozent heute. Wien ist mittlerweile sogar Schlusslicht beim Pro-Kopf
-Einkommen. Auch am Arbeitsmarkt zeigt sich eine besorgniserregende
Entwicklung. Rund 40 Prozent aller Arbeitslosen Österreichs leben in
Wien, gleichzeitig entfällt ein Großteil der
Mindestsicherungsbezieher auf die Bundeshauptstadt. „Das ist kein
kurzfristiger Ausreißer, sondern eine strukturelle Entwicklung. Der
Standort Wien verliert an Substanz“, betont Figl.

Ein zentraler Punkt des Wirtschaftspakets ist die Einführung von
Sonntagsöffnungen in klar definierten Tourismuszonen, verteilt über
die Stadt und unter Einbindung der Sozialpartner. „Wien ist eine
internationale Metropole, aber gleichzeitig das einzige Bundesland
ohne Tourismuszonen. Das ist wirtschaftspolitisch nicht
nachvollziehbar“, so Figl. Eine erste Chance, dies im Rahmen des
Eurovision Song Contests zu testen, sei jedoch ungenutzt geblieben.
„SPÖ und Neos haben sich nicht einmal auf einen Pilotversuch einigen
können. Die SPÖ blockiert die Wirtschaft, die Neos können sich erneut
nicht durchsetzen. Der Stillstand wird fortgesetzt.“

Neben der Sonntagsöffnung fordert die Volkspartei auch Reformen
bei der Wiener Mindestsicherung, um wieder stärkere Anreize für
Beschäftigung zu schaffen. Darüber hinaus braucht es ein
professionelles Bau- und Projektmanagement, um Kostenexplosionen und
Verzögerungen bei Großprojekten zu verhindern.

Für Stadträtin Kasia Greco liegt ein weiteres zentrales Problem
in den strukturellen Hürden für Unternehmen. „Viele Betriebe kämpfen
mit langen Verfahren, unklaren Zuständigkeiten und einer Bürokratie,
die mehr bremst als unterstützt. Wien darf keine Verhinderungsstadt
sein“, so Greco. Es könne nicht sein, dass Unternehmen im Jahr 2026
noch immer mit komplexen Abläufen, Papierakten und langsamen
Verfahren konfrontiert seien, während andere Städte längst
effizienter und digitaler arbeiten würden. Gerade im internationalen
Wettbewerb verliere Wien dadurch weiter an Attraktivität für
Investitionen, Talente und unternehmerische Initiative.

Die Wiener Volkspartei fordert daher konkrete
Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen, darunter die Abschaffung der
Dienstgeberabgabe, eine Reduktion bzw. echte Zweckwidmung des
Wohnbauförderungsbeitrags sowie die Reduktion der Gebrauchsabgaben.
Gleichzeitig sollen Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, gezielt
unterstützt werden.

Auch im Bereich der Förderpolitik sieht Greco dringenden
Handlungsbedarf: „SPÖ und Neos geben viel Geld aus, aber zu oft fehlt
die klare Wirkung. Förderungen müssen konsequent überprüft und
gezielt in Innovation, neue Technologien und in Betriebe investiert
werden, die diese Entwicklungen anwenden und vorantreiben.“

Abschließend halten Figl und Greco fest: „Wien hat enormes
Potenzial, aber dieses wird derzeit nicht genutzt. Es braucht endlich
neue wirtschaftspolitische Impulse, damit Leistung wieder belohnt
wird, Unternehmen wachsen können und Wien im internationalen
Wettbewerb wieder nach vorne kommt.“