Grüne Wien/Pühringer, Aslan ad ZARA-Aus: Klare Haltung gegen Rassismus statt Kürzungen bei Antirassismusarbeit

Wien (OTS) – „Gerade in einer Zeit, in der rassistische Übergriffe
und Hass im
Netz zunehmen, ist es politisch verantwortungslos, jene Stellen im
Stich zu lassen, die Betroffene schützen, beraten und begleiten. Wer
Antirassismusarbeit abbaut, stärkt jene, die Hass und Hetze
verbreiten. ZARA ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern
demokratische Grundversorgung”, so Judith Pühringer,
Parteivorsitzende Grüne Wien, zur drohenden Schließung der
Opferschutzstelle ZARA.
Nachdem die ÖVP-SPÖ-Neos-Koalition im Bund die Förderung gestrichen
hat, muss ZARA seine Arbeit bereits massiv einschränken. Neue Fälle
können nicht mehr aufgenommen werden, bis Ende Juni droht ohne
kurzfristige Finanzierung das endgültige Aus. ZARA übernimmt seit
Jahren eine zentrale Rolle in der psychosozialen Prozessbegleitung
von Betroffenen von Hass im Netz, Rassismus und Diskriminierung. „Es
ist ein vollkommen falsches politisches Signal, wenn gerade jene
Organisationen um ihre Existenz kämpfen müssen, die tagtäglich
demokratischen Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit sichern. Wer
Chancengerechtigkeit ernst meint, muss genau hier investieren, statt
zu kürzen. Dass Organisationen wie ZARA um ihre Existenz bangen
müssen, während Hass in unserer Gesellschaft wächst, ist eine
politische Bankrotterklärung”, sagt Berivan Aslan, Grüne Integrations
– und Menschenrechtssprecherin.

Frage der demokratischen Verantwortung

Die Grünen Wien warnen seit Jahren davor, dass wichtige
Integrations-, Menschenrechts- und Antirassismusarbeit sowohl auf
Bundes- als auch auf Landesebene Stück für Stück ausgehöhlt wird.
„Antirassismusarbeit ist eine Frage demokratischer Verantwortung und
politischer Weitsicht. Wer heute bei Integration, Prävention und
Opferschutz kürzt, zahlt morgen einen weit höheren Preis für
gesellschaftliche Spaltung und steigende Folgekosten für unser
Zusammenleben“, so Pühringer und Aslan – und abschließend: „Bund und
Land müssen gemeinsam sicherstellen, dass diese unverzichtbare Arbeit
nicht verschwindet, sondern nachhaltig gestärkt wird”, so Pühringer
und Aslan abschließend.