Wien (OTS) – „Der Transgender Day of Remembrance macht jedes Jahr
schmerzhaft
sichtbar, dass Menschen allein aufgrund ihrer Existenz ermordet
werden“, sagt David Stögmüller, LGBTIQ+-Sprecher der Grünen. „Das
Trans Murder Monitoring 2025 dokumentiert weltweit 281 ermordete
trans und genderdiverse Personen – Leben, die brutal ausgelöscht
wurden. Dass dieser Hass für viele trans Personen eine tödliche
Realität bleibt, ist unerträglich.“
Weiter betont Stögmüller: „Trans Menschen gehören zu den
verletzlichsten Gruppen unserer Gesellschaft. Anfeindungen entstehen
nicht im luftleeren Raum – aus Worten wird Hass, und aus Hass werden
Übergriffe: von Beleidigungen über körperliche Attacken bis hin zu
schwerer Gewalt. Jeder Mensch hat das Recht, selbstbestimmt, sicher
und frei von Gewalt zu leben.“
Der Hate-Crime-Bericht 2024 des Innenministeriums zeichne ein
erschütternd deutliches Bild transfeindlicher Gewalt in Österreich:
„Öffentlich wird zur Ermordung von trans Personen aufgerufen, sie
werden beschimpft, diffamiert und gezielt aus dem öffentlichen Raum
gedrängt. Körperliche Angriffe passieren oft spontan – ein einziger
Satz über ihre Identität reicht aus, um Gewalt auszulösen. Auf
offener Straße werden trans Menschen mit entmenschlichenden Fragen,
erniedrigenden Beschimpfungen und sogar lebensbedrohlichen
Anfeindungen, etwa mit Elektroschockgeräten, konfrontiert. Diese
Fälle zeigen klar: Transfeindlicher Hass ist bitterer Alltag“, sagt
Stögmüller.
Abschließend fordert der LGBTIQ+-Sprecher der Grünen: „Trans
Personen müssen umfassend vor Gewalt geschützt werden. Der
sehnsüchtig erwartete Nationale Aktionsplan der Bundesregierung gegen
Hasskriminalität muss das ohne Wenn und Aber sicherstellen.“
Zum heutigen Anlass findet um 18 Uhr im Sigmund-Freud-Park eine
Gedenkveranstaltung von Trans Days of Remembrance and Visibility
Vienna statt.


