WK Wien: Übereilte Erhöhung der Ortstaxe geht auf Kosten der Hotels

Wien (OTS) – Die von der Stadt Wien geplante drastische Erhöhung der
Ortstaxe von
derzeit 3,2 Prozent auf 8,5 Prozent des Nächtigungspreises bleibt bei
den Unternehmen hängen. „Diese spontane Verdreifachung der Taxe
müssten die Unternehmen schultern. Diese Zusatzbelastung wäre enorm
und geht voll auf Kosten der Hotellerie“, sagt Dominic Schmid, Obmann
der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer
Wien.

Viele Hotels und auch Reiseveranstalter haben langfristige
Verträge zu festen Preisen inklusive Ortstaxe abgeschlossen. Schmid:
„Das gilt besonders für die kommende Wintersaison mit dem für die
Tourismuswirtschaft wichtigen Weihnachtsgeschäft, denn die Erhöhung
soll schon mit 1. Dezember schlagend werden. Stark betroffen ist auch
die Kongressbranche. Kongresse werden jahrelang im Voraus geplant.
Verträge sind längst fixiert, Raten verbindlich vereinbart und
Endpreise kommuniziert.“

Hohe Mehrkosten

„Die Mehrkosten durch die Erhöhung der Ortstaxe bleiben also zur
Gänze bei der Wiener Tourismuswirtschaft hängen und können nicht an
die Gäste weitergegeben werden“, sagt Schmid. Diese Mehrkosten sind
beträchtlich. Vergangenes Jahr hat die Stadt Wien aus der Ortstaxe
rund 42 Millionen Euro eingenommen. Auf Basis der Zahlen für 2024
steigen diese Einnahmen auf mindestens 111 Millionen Euro. Das
entspricht Mehreinnahmen von 69 Millionen Euro, die direkt aus der
Tourismuswirtschaft kommen.

„Spontane Steuer- und Gebührenerhöhungen gefährden zudem die
Planbarkeit und das Vertrauen unserer Gäste. Nachverhandlungen
bestehender Verträge sind nahezu unmöglich“, so Schmid abschließend.