Linz (OTS) – Die Preise für Lebensmittel, Energie und Wohnen steigen
weiterhin
deutlich an. Auch Pensionistinnen und Pensionisten spüren die Folgen.
Obwohl die Statistik Austria von einer Inflation von 2,7 Prozent für
den gesetzlichen Anpassungswert für Pensionen im kommenden Jahr
ausgeht, wird von manchen eine niedrigere Anpassung gefordert. „ Die
Pensionistinnen und Pensionisten sind genauso wie die arbeitenden
Menschen von der Inflation betroffen “, sagt AK-Präsident Andreas
Stangl. Gerade für Menschen mit niedrigen Pensionen muss daher eine
faire, der Inflation gerecht werdende Anpassung das tägliche
Auskommen sichern.
Die Statistik Austria hat bekannt gegeben, dass die Inflation für
den gesetzlichen Anpassungswert für die Pensionen 2026 (relevant für
die Anpassung der Pensionen ab Januar 2026) voraussichtlich bei 2,7
Prozent liegen wird. Dieser Wert basiert, wie gesetzlich vorgesehen,
auf der durchschnittlichen Inflationsrate von August 2024 bis Juli
2025.
Zur Beurteilung der Lebenshaltungskosten dient der sogenannte
Warenkorb. Er stellt eine repräsentative Auswahl typischer Ausgaben
eines Haushalts dar. Für ältere Menschen gibt es den speziellen
„Pensionisten-Warenkorb“. Er bildet die besonderen Bedürfnisse wie
höhere Ausgaben für Gesundheit und Pflege ab. Auch Ausgaben für
Lebensmittel oder bestimmte Dienstleistungen fallen in diesem
Warenkorb anders ins Gewicht.
„ Nur wenn Pensionen zumindest in der Höhe der Inflation
angepasst werden, bleibt der erarbeitete Lebensstandard im Alter
gesichert. Die Menschen sollen sich darauf verlassen können, dass
ihre Pensionen nicht entwertet werden “, sagt AK-Präsident Andreas
Stangl. Und weiter: „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit
ist es wichtig, das Versprechen des materiellen Schutzes im Alter zu
erfüllen.“
Zusätzlich spielt die Pensionsanpassung eine wichtige Rolle bei
der wirtschaftlichen Nachfrage in Österreich und somit für die
öffentlichen Einnahmen durch Steuern und Abgaben. Immerhin sind laut
WIFO jene Haushalte, in denen mindestens eine Pension bezogen wird,
mit 27 Prozent für etwas mehr als ein Viertel der gesamten
Konsumausgaben privater Haushalte in Österreich verantwortlich. In
den Kategorien Gesundheit und sonstige Waren und Dienstleistungen (
Körperpflege, soziale Dienste) sind die Ausgaben dieser Haushalte
höher als jene der übrigen Haushalte.
„ Um das tägliche Auskommen der Pensionistinnen und Pensionisten
zu sichern, braucht es eine faire Pensionsanpassung, die die
tatsächliche Teuerung ausgleicht “, sagt AK-Präsident Andreas Stangl
abschließend.



