Wien (OTS) – Die Gewerkschaft GPA ist weiter strikt gegen eine
Ausweitung der
Sonntagsöffnung in Wien. „Wenn in einer aktuellen Befragung der Uni
Linz knapp über 60 % der Befragten in Wien sagen, sie würden
vielleicht ab und zu an Sonntagen einkaufen, bedeutet das nicht, dass
es eine Mehrheit für einen Sonntagsöffnung und eine entsprechende
Gesetzesänderung gibt“, stellt die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA,
Barbara Teiber klar. In einer von der Gewerkschaft GPA im Jahr 2020
in Auftrag gegeben IFES-Umfrage sprechen sich 71 % der Wiener
Bevölkerung für einen freien Sonntag im Handel aus.
„Wir sind außerdem den Interessen der Handelsangestellten
verpflichtet, die sich in Wien mit überwältigender Mehrheit von über
90 % klar gegen eine Sonntagsöffnung im Handel aussprechen. Mit
bedenken muss man auch Faktoren wie zusätzliches Verkehrsaufkommen,
höhere Energiekosten und fehlende Kinderbetreuung. Profitieren würden
vielleicht einzelne Handelsbetriebe, generell würde sich aber am
Umsatz der Branche nichts ändern“, so Teiber.
„Die Politik soll sich den drängenden wirtschaftlichen Themen
zuwenden, wie den überhöhten Lebensmittelpreise, der Sicherung der
Kaufkraft und dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Es ist auch kein
Zufall, dass eine generelle Sonntagsöffnung weder im Bund noch in
Wien Teil des Regierungsübereinkommens ist. Die Handelsbeschäftigten
müssen sich darauf verlassen können, dass die Politik zu ihren
Vorhaben steht “, schließt die GPA-Vorsitzende.



